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Ist das Empathie??

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08.12.08, 08:02:09

Löwenmama

Also,mein Mann neigt nicht zu Gewalt,er macht das mit Worten.Oftmals ungewollt,aber viele Freune kommen mittlerweile nicht mehr zu uns,weil sie die Sticheleien nicht mehr hören können.
Mein Sohn leidet sehr darunter,fühlt sich missverstanden,degradiert, weil der Kleine von meinem Mann mittlerweile zu sehr betüttelt wird (ein Extrem,das ich auch sehr ungesund finde) und er nur Anweisungen von ihm bekommt,und das oftmals auf sehr unschöne Art und Weise...mein Kind hat die grösste Freude,wenn mein Mann nicht da ist,weil wir dann Ruhe im Haus haben.Ansonsten verkrümelt er sich in sein Zimmer,damit nicht wieder irgendwas blödes kommt oder er ungewollt in ein Fettnäpfchen tritt...Schlafstörungen hat mein Grosser auch,was wohl auch für sich spricht...
08.12.08, 12:32:27

Hans

geändert von: Hans - 08.12.08, 18:04:24

Ja mit so Sticheleien und ungerechtfertigten Unterstellungen
hatte mir mein Vater das Leben auch schwer gemacht.
Ich bin der Meinung, wenn mich meine Mutter alleine aufgezogen hätte,
wäre meine "Wunderkindbegabung" richtig herausgekommen.
Meine Stärken wurden aber von meinem Vater ständig geleugnet oder diskriminiert.
Da war es sehr schwer ein gesundes Selbstvertrauen auf zu bauen.
Es ist noch heute so, daß wir unser Thema beenden,
wenn er den Raum betritt, damit er erst gar nichts erfährt,
was er dann wieder verunglimpfen könnte.
Für ihn sind so intelektuelle Gespräche,
wie ich mit meiner Mutter führe, ein Dorn im Auge,
da er da meißt nicht mithalten kann.
So ein Vater kann ein Trauma sein, glaub mir.
Und dabei war er mal so was wie ein "Intelektueller",
hat aber seinen Verstand beim Wirt gelassen.
Ist das auch eine Art oder Abart von Empathie,
wenn jemand genau das tut was Dir weh tut.

08.12.08, 12:33:53

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Als ich ein Kind war, wurde die "Antiautoritäre Erziehung" gerade erfunden. Mein Siefvater wurde 1914 geboren. Er war ein Kind seiner Zeit. Im Vergleich zu anderen "Kindern" meiner Generation habe ich sehr wenig physiche Gewalt und/oder Bestrafung erlebt. Durch die Geburt meines schwerkranken Halbruders ist mein Stiefvater erst Depressiv und dann zum Alkoholiker geworden. Das weiß ich heute, aber an dem was vorgefallen ist, ändert es nichts.

Meinen Stiefvater hat es gebrochen, mich jeden Tag im Vergleich zu seinem kranken Sohn zu sehen. Irgendwann hat er das nicht mehr ertragen. Er hat es auch nie ertragen, dass ich ihn nicht beachtet habe. Wenn er mich schikaniert hat, hatte er zumindest für den Moment meine Aufmerksamkeit.
Irgendwann kam der Punkt an dem ich für ihn wörtlich "kein Mensch" mehr war.

Wenn ich das richtig gelesen habe, dann geht es hier um ein für den Mann fremdes oder von ihm als fremd betrachtetes Kind. Ich lese hier immer MEIN Sohn und nicht UNSER Sohn, wenn Conny über den Jungen schreibt. Sie sieht den Jungen also eher als IHR Kind, den als GEMEINSAMES Kind.

Zitat:
Also,mein Mann neigt nicht zu Gewalt,er macht das mit Worten. Oftmals ungewollt,aber viele Freune kommen mittlerweile nicht mehr zu uns,weil sie die Sticheleien nicht mehr hören können.
MEIN SOHN leidet sehr darunter,fühlt sich missverstanden,degradiert, weil der Kleine von meinem Mann mittlerweile zu sehr betüttelt wird (ein Extrem,das ich auch sehr ungesund finde) und er nur Anweisungen von ihm bekommt,und das oftmals auf sehr unschöne Art und Weise...MEIN KIND hat die grösste Freude, wenn mein Mann nicht da ist, weil wir dann Ruhe im Haus haben. Ansonsten verkrümelt er sich in sein Zimmer,damit nicht wieder irgendwas blödes kommt oder er ungewollt in ein Fettnäpfchen tritt...Schlafstörungen hat MEIN GROSSER auch,was wohl auch für sich spricht...
Wenn ich so etwas lese, kann ich nur zur Vorsicht im Umgang miteinander raten. Die Situation muß nicht eskalieren, aber die Möglichkeit dazu besteht. Wenn der Junge erst zum "Fremdkörper" geworden ist, ist es zu spät.

Was ist so schlimm daran, präventiv tätig zu werden? Wenn die Situation außer Kontrolle gerät ist es zu spät. Dann wundern sich alle, weil man das "nicht ahnen konnte".


08.12.08, 14:24:51

Löwenmama

geändert von: Löwenmama - 08.12.08, 14:31:48

Ich rede hier von meinem Sohn,weil ICH hier schreibe und nicht WIR...von UNSER rede ich in der Gemeinschaft und nicht wenn ich alleine berichte...
Und ausserdem stammt mein grosser Sohn aus 1.Ehe und ist keine gemeinsames Kind,also noch ein Grund für MEIN Sohn... wir sind Patchworkfamily,was die Sache nicht leichter macht...
08.12.08, 17:52:45

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Zitat:
ausserdem stammt mein grosser Sohn aus 1.Ehe und ist keine gemeinsames Kind
Dann habe ich das schon Mal richtig gelesen.

Zitat:
also noch ein Grund für MEIN Sohn.
MEIN Sohn ist der Sohn meiner Freundin und deswegen ist er MEIN Sohn.
Nicht einmal meine Freundin/seine Mutter darf MEINEN Sohn ungerecht/schlecht behandeln.
Wie schon geschrieben, er ist MEIN Sohn.

Zitat:
wir sind Patchworkfamily,was die Sache nicht leichter macht
Wir auch und das "Oberhaupt" meiner Patchworkfamily ist ein Autist.
____________________________________________________________

Das hier hast du geschrieben:
Zitat:
Das macht mich echt fix und fertig.Ich muss dann tatsächlich die Kinder vor ihm schützen,weil er dann auch regelmässig und ausgibig zum Alkohol greift...auch heute wieder.Ich überlege,die Scheiung einzureichen,weil keine Einsicht kommt und sowohl die Kinder als auch ich anfgangen unter ihm zu leiden.
Eure Situation wird sich auf die eine oder andere Art lösen. Spätestens, sobald sein Problem beseitigt ist.

Ich wünsche euch alles Gute für die Zukunft.
08.12.08, 20:15:34

Gast

Hallo, Conny,
verstehe ich das richtig, dieses Verhalten zeigt Dein Mann nur in der manischen Phase?
Oder auch, wenn er eine normale Phase hat?
Und wie lange dauern diese Phasen so in etwa?
Ich wünsche Euch alles Gute,
anne
09.12.08, 06:47:13

Gast 25

Hallo Conny,
das ist natürlich nicht schön von ihm,wenn er deinen Sohn aus vorheriger Beziehung nicht annimmt. Hast du ihm das schon direkt gesagt,wie du das empfindest??? Hast du ihm gesagt,daß dein Sohn darunter leidet? Hast du ihm gesagt,daß wenn er sein Verhalten nicht ändert,du dich von ihm trennen wirst?
Hat dein Mann auch Kinder aus einer vorherigen Beziehung? Und wenn ja,wie geht er mit denen um?
Es grüßt dich Fabienne
 
 
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