stilmittel
18.01.09, 22:25:08
haggard
warum ist es "verpönt", wenn autisten sich über nicht autistische menschen äußern und dies ggf. mit beobachtungen aus der geschichte/evolution vergleichen und warum ist es in ordnung, wenn zur auflockerung/zur herstellung einer verbindung zwischen redner und publikum über das verhalten von autisten witze gemacht werden?
18.01.09, 22:39:16
sayo
ICh glaube Witze macht man über Dinge die einem fremd sind und vor denen man sogar Angst hat.
Ich habe mich oft über das Lachen einer Freundin bei sehr schwierigen Dingen geärgert bis ich darauf kam, dass dies eine Form der Abwehr ist.
18.01.09, 23:00:21
laleni
geändert von: laleni - 18.01.09, 23:33:06
welcher redner tut sowas? ich finde das nicht in ordnung....
das mit den NAs müsstest du näher erklären.
für mich ist -das -in-den-topf-werfen-von-allen-NAs.....etwas problematisch.beispiel-
Tiere: angenommen die As sind (was weiss ich)- bisons.
dann wären alle anderen tiere die nicht bisons sind also NAs.also umgelegt auf
die situation der NAs und AS- NICHT AUTISTEN.
was hat aber eine giraffe mit einem kolibri zu tun?????
so komm ich mir meistens vor, wenn von NAs gesprochen wird.
die menscheit ist wie ein zoo.eine vielfalt halt.da tut man gerne schubladisieren.aber es triffts eben nicht immer so genau.
ps: in einem tv-ausschnitt von dem bayrischen kabarettisten mittermair habe ich von ihm eine "witzige" bemerkung über autisten gehört. ich fand das ziemlich abartig.und war verwundert- ich fand den mittermair bis dahin wirklich witzig.
18.01.09, 23:33:09
haggard
wäre es der "richtige" ansatz, über etwas witze zu machen, die den menschen fremd vorkommen, wenn sie gleichzeitig ein publikum bezüglich autismus zu "sensibilisieren" gedenken und um ihre sicht der maßnahmen gegenüber autistischen menschen zu verbreiten? kann das für autistische menschen von nutzen sein?
"NA" beschreibt eine eigenschaft: das mögliche fehlen von autismus. da es sich bei autistischen wie nicht autistischen individuen allgemein in diesem fall um menschen handelt, sehe ich darin kein großes problem. jede gemeinschaft besitzt ihre eigene sprache. welches wäre die perfekte sprache, damit sich alle menschen untereinander verständigen können, ohne, dass sich auch nur einer benachteiligt fühlt?
18.01.09, 23:41:33
laleni
geändert von: laleni - 18.01.09, 23:46:31
. ...gemeinsame sprache......benachteilgung.
mir geht es weniger um benachteiligung als das das bild oft so verzerrt wird: beispiel- ein hoher prozentsatz von NAs feiert (kulturell) entweder gar nicht bis total ungern(sozial).
es wird aber (zum. hier im forum ) NAs vorgeworfen, sie geben diesen druck und diese unangenehme gewohnheit vor- und As leiden darunter.
das mein ich damit: für mich ist diese bezeichnung automatisch unsachlich.oder die verallgemeinerten beschreibungen wie sich NA-weibchen verhalten.......
ist eben auch nicht sachlich oder zeitgemäss.
aber nochmals: witze über autisten finde ich unter aller kritik. gilt aber auch für frauenwitze..etc
ps:gab es einen speziellen anlass wo ein redner zum publikum spricht und autistenwitze macht???
19.01.09, 01:15:47
Hans
Ich habe in meinen rein technischen Vorträgen kleine Witze eingebaut,
um an der Lautstärke des Lachens Rückschlüsse auf die Aufmerksamkeit meiner Zuhörer ziehen zu können.
Das habe ich mal gelesen und erfolgreich eingesetzt.
Die Azubis haben meinen Stil gelobt.
Aber gerade um das Unbekannte zu entmystifizieren braucht der Mensch so was wie "wer hat Angst vorm Autisten?"
"Wenn er aber kommt?"
Ich kann die Witze nicht im einzelnen beurteilen,
bin aber grundsätzlich nicht dagegen.
Mancher Witz hat auch einen erklärenden Effekt:
Lehrer:"Kiffen macht gleichgültig."
Schüler:"Des is mir wurscht!"
Wenn man nicht alles so bierernst nimmt, vor Allem sich selber,
dann kommt man besser durchs Leben und durch einen Vortrag.
PS:ich hatte auch schon Magengeschwüre