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woran autismus für sich selbst oder andere erkennen?

original Thema anzeigen

 
08.07.09, 17:23:12

55555

Du kannst nur etwas nicht? Kannst du das etwas weiter ausführen?
08.07.09, 17:25:58

quamquam

Nord, ich habe auch nicht pauschalisiert.
08.07.09, 17:56:11

Mas2012

Ich hab keine Ahnung.
Befreundete NA haben mich jetzt aber manchmal angesprochen und
mir von Leuten erzählt, die sie möglicherweise für A halten.

Kennt ihr A, die gerne ihre Zeit mit anderen Leuten verbringen?
Ich hab da selbst gar nicht so ein Problem, bin aber immer sehr froh wieder allein zu sein.

Bei den Personen meiner Freunde war das eben nicht so, deswegen
hab ich auch vermutet, das sie es eher nicht sind.
Würdet ihr das auch so "trennen"?

Vielleicht ist das der Unterschied?
Könnte man das erkennen?
08.07.09, 18:01:07

Nord

geändert von: Nord - 08.07.09, 18:01:53

Zitat von 55555:
Du kannst nur etwas nicht? Kannst du das etwas weiter ausführen?


das hab ich doch in meinem vorstellthread.

@quamquam so hab ichs verstanden gehabt. wenn dem nicht so ist auch gut.
08.07.09, 18:38:26

haggard

@zoccoly:
derartige aussagen finden sich viele in diversen videos bei youtube und auch in büchern von eltern, die "erfolgreich ihre kinder aus den fängen von autismus befreit haben". wenn es beispielsweise erwiesen wäre, dass ein faktor x, der irgendwann in das leben einer person trat "autismus verursachte", und wieder verschwindet, sobald auf irgendetwas verzichtet wird oder ähnliches - halte ich das nicht für autismus, aber es wird ständig so dargestellt. und mit derartigen darstellungen werden meines erachtens menschen "erpresst"

@55555:
deine anmerkung betrachte ich als konsequenz aus vermeintlichen "heilungsmöglichkeiten" für "autismus". das wird so vermarktet wie andere produkte, für die es werbespots im fernsehen, kino, radio etc. gibt. erst werden fehler aufgeführt und dann wird erklärt, dass es eine lösung gäbe. 'vanish irgendwas' oder so etwas. - oder ist neid ein faktor? habe heute den ganzen tag bisher darüber nachgedacht, ob ich jemals so sein wollte wie andere oder etwas können wollte wie andere. aber mir fiel nichts diesbezüglich ein.


allgemein:
wenn nun via internet und per papier diverse kriterien beschrieben werden, anhand derer andere autismus definieren würden, kann das dann in jedem fall anderen als anhaltspunkt dienen um vergleiche anzustellen? sei es bei sich selbst oder bei anderen?
viele "diagnostizieren" sich durch was auch immer selbst. wie machen sie / macht ihr das? wenn mir das nicht ein arzt gesagt hätte - wäre ich nicht von selbst darauf gekommen, weil ich mich selbst überhaupt nicht damit befasst hatte.


@Mas2012:
anhand derartiger oberflächlichkeiten würde ich niemals menschen nach autist oder nicht autist sortieren wollen. wohin würde das führen? plötzlich wären alle menschen autisten, die nicht gern auf parties gehen?
wenn ich menschen begegne, weiß ich es, wenn sie autistisch sind. es ist schwer zu beschreiben und ich vergleiche es mit einer wiese voller dreiblättriger kleeblätter aus denen das eine mit vier blättern unter den anderen versteckt absolut "kleinlaut" hervorsticht.
08.07.09, 18:58:44

55555

In deinem Vorstellthread hast du beschrieben, daß du gewissermaßen nicht in Rudeln empfindest. Das sehe ich nicht als Nichtkönnen, es ist eine andere Art von Persönlichkeitsaspekt. So wie es extrovertierte Menschen gibt und introvertierte.
08.07.09, 19:09:57

Nord

in meinem vorstell thread hab ich beschrieben das ich nicht lieben kann, ja nichtmal freundschaft empfinden kann. dadurch habe ich auch keine freunde(von einer beziehung garnicht zu sprechen) sondern bestenfalls ein paar bekannte was auch nie von dauer ist.

für mich ist das eine einschränkung auf emotionaler ebene, mit der auswirkung das ich allein bin.
08.07.09, 19:13:08

quamquam

azrael,

wie gesagt, eine Pädagogin hat mich darauf hingewiesen, sonst wäre ich auch nicht darauf gekommen. Ich hab mich zuvor auch nicht mit Autismus auseinandergesetzt.
08.07.09, 19:37:08

zoccoly

Zitat von azrael:

derartige aussagen finden sich viele in diversen videos bei youtube und auch in büchern von eltern, die "erfolgreich ihre kinder aus den fängen von autismus befreit haben".


Dazu fallen mir verschiedene Sachen ein,
1. interessant, dass inzwischen Eltern Falschaussagen veröffentlichen und das als A "verkauft" wird

2. es regt mich immer auf, wenn NA sagen, was angeblich für A gut ist, wodurch man A "heilen" kann. Ich habe mich kurz mal mit einer Therapie beschäftigt, dort stand sinngemäß, klare Aufforderung, bei Erfüllung loben und zur Verstärkung das Kind umarmen und drücken, klarer Ausdruck von Unkenntnis

3. ich würde gern mal Erwachsene therapierte A sehen, wenn NA zB das Erzwingen von Blickkontakt und Berührungen als Erfolg verbuchen, dann würde es mich nicht wundern, dass Erwachsene therapierte A ernsthafte psychische Probleme aufweisen, aber wer verfolgt deren Lebensweg?

Zitat:
wenn es beispielsweise erwiesen wäre, dass ein faktor x, der irgendwann in das leben einer person trat "autismus verursachte", und wieder verschwindet, sobald auf irgendetwas verzichtet wird oder ähnliches - halte ich das nicht für autismus, aber es wird ständig so dargestellt. und mit derartigen darstellungen werden meines erachtens menschen "erpresst"


das sehe ich auch so

Zitat:
viele "diagnostizieren" sich durch was auch immer selbst. wie machen sie / macht ihr das? wenn mir das nicht ein arzt gesagt hätte - wäre ich nicht von selbst darauf gekommen, weil ich mich selbst überhaupt nicht damit befasst hatte.


Ich kann nur für mich sprechen.
Mein früherer Lebenspartner(die Beziehung lief nicht mehr gut) gab mir mal ein Buch über ADHS, das sollte ich lesen und mich darin finden.
Ich las, fand Teilbereiche zutreffend, aber im Ganzen auf mich nicht zutreffend. "Der Samen war aber gelegt"
Dann sah ich eine Sendung, die wie folgt anmoderiert wurde.
"Die meisen Menschen sehen jetzt ein A, es gibt aber auch Menschen, die sehen jetzt viele E's"
Ich saß da und suchte krampfhaft das A und entdeckte es nach einer Ewigkeit. Es folgte eine Sendung über Autismus. Zum Abschluss gab es eine e-mail Adresse und im Netz konnte man sich testen. Beim Test habe ich dann immer gesagt, so schlimm ist das nicht und beantwortete die Fragen geschönt, trotzdem war das Ergebnis eindeutig. Nach ca. 20-30 weiteren unterschiedlichen Test habe ich hier im Forum gelesen und habe gestaunt, dass ich hier in der Regel alles verstehe, was mir außerhalb oftmals unklar ist.


08.07.09, 20:40:09

Mas2012

Ich hab mein ganzes Leben, nach einer möglichen Diagnose
mich selbst betreffend gesucht.
Manches schien zu passen, dann beim genaueren Hinschaun,
kamen sofort Zweifel.
Jetzt hab ich das vierblättrige Kleeblatt verstanden, Azrael:-)
Genau in dem Moment wo ich das schreib...wunderbar.

Ich hab im Fernsehen mein erstes "Vierblättriges Kleeblatt" gesehen.
Konnte die Parallelen nicht glauben.
Mehr Informationen und auch Tests im Internet folgten.
Wie bei Zoccoly, ein Samen war gesät:-)
Seit dem hatte ich nie mehr eine Information(schon gar nicht hier im Forum)gesehen oder gehört, die mich nur ein wenig Zweifeln hätte
lassen würden.

08.07.09, 21:31:56

quamquam

vierblättriges Kleeblatt?
08.07.09, 21:56:29

Bluna

Im Prinzip denke ich spielt es doch keine Rolle,ob ein Arzt seine Informationen aus irgendwelchen Fachbüchern bezieht und dann eine Einschätzung abgibt,oder ob man sich selbst derart darüber informiert
und Paralellen zwischen dem Geschilderten und seiner eigenen Empfindung entdeckt.
Auf den Begriff Autismus kann man glaube ich auf alle möglichen Arten stossen und sich je nach dem darin wiederfinden.
Ein Arzt kann auch nicht mehr tun,als zu vergleichen.
 
 
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