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Mitteilung

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07.08.09, 15:56:52

Coyote

Zur Info - so nebenbei ... :))


Ich bin Autist!

In jedem Blutstropfen und in jeder Zelle meines Körpers bin ich autistisch… definitiv!
und so ist es
bis an mein Lebensende
und es ist gut so …

ich weiß es genau, ich spüre es … und ich lasse mich von niemanden davon abbringen!

...........

Ich hoffe, die Rubrik ist richtig, ich weiß das nicht immer.
07.08.09, 16:07:03

zoccoly

Glückwunsch
07.08.09, 16:28:25

Coyote

Danke

07.08.09, 16:40:55

Löwenmama

Hat jemand angezweifelt,dass du autistisch bist?
07.08.09, 17:25:11

Coyote

geändert von: Coyote - 07.08.09, 23:06:52

Eine von ca. 500 zu sein, ist ja wie auf einer Wiese ein vierblättriges Kleeblatt zu sein.
Ich selbst habe machmal gezweifelt.
Auch andere (nicht hier im Forum), die meinten, wenn ich Probleme hätte, müsse ich sie nicht immer bei mir suchen und mir gleich Austismus einreden. Ob ich denn überhaupt wüsste, was das wäre?
Nur, die mich lange kennen, sind davon überzeugt.

Ich habe jetzt alle anderen mögl. Diagnosen durch, Bücher gelesen, Tests gemacht u.s.w. und vor allem hier im Forum finde ich mich überall wieder.

Und - da im Net so viel über Kinder mit Autismus [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff] steht, weiß ich auch, dass mein Sohn eine "kleine Portion" davon hat. Nur auf eine andere Art und Weise wie ich.

Viele andere Leute machten mich damals oft darauf aufmerksam, dass mein Kind dieses und jenes "nicht richtig" macht und keine Rollenspiele und immer alles drehen und ständig vor der Waschmaschiene gesessen und - und - und ... Die wären alle zur Beratungsstelle gerannt. ich fand das alles normal und habe mir nie etwas dabei gedacht. Jedes Kind ist anders. Er hat sehr viel gelacht, so viel Freude gehabt.

Jetzt ist er fast achtzehn und fängt an sich über gewisse Dinge zu sorgen. Vieles kommt ihm "komisch" vor.



09.08.09, 16:42:13

Gast

Welche Form von Autismus hast Du denn?

Wenn man endlich weiss warum, kann vieles viel einfacher sein, eine Erleichterung. Glueckwuensch!

Gruss
V
09.08.09, 21:22:43

Nord

ich versteh nicht ganz warum du dich darüber freust?
09.08.09, 22:45:33

Coyote

geändert von: Coyote - 11.08.09, 01:19:15

Klingt Freude darin? Also, es sollte eigentlich nur eine normale Feststellung sein.
Es ist wie Viktor oben geschrieben hat.
Und ein Gefühl, endlich Zuhause angekommen zu sein, die Tür zufrieden schließen zu können.

Autismus (egal welcher Art) kommt ja nicht plötzlich über einem hergefallen, sondern man wächst damit auf.
Es ist ja nicht so, als ob mir jemand sagen würde, dass ich jetzt auf einmal ein schreckliches Virus bekommen habe und es nun darum geht, es vernichten zu wollen.

Es ändert sich im Prinzip nichts. Aber ich weiß jetzt, warum bestimmte Handlungen von mir fehl schlagen, warum ich so bin wie ich bin.

Und das ist eine schöne Erkenntnis, einfach ein gutes Gefühl.

Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht all mein Fehlschlagen damit entschuldige.

09.08.09, 22:57:31

Nord

für mich hört sich das wirklich so an als würdest du dich darüber außerordentlich freuen.
09.08.09, 23:51:42

zoccoly

Auch ich habe mich gefreut und freue mich immer noch. Sehr viel habe ich im Leben gelernt, mit der Erkenntnis aber, dass ich Autist bin, fange ich an mein Leben mehr auf meine Bedürfnisse auszurichten, um bestimmte Sachen bemühe ich mich nicht mehr, ich kann mir verzeihen und bin nicht mehr mein schärfster Gegner, mein Leben wird leichter.
10.08.09, 02:37:34

Hyperakusis

Ja das war bei mir ähnlich, fand die Erkenntnis auch wichtig dass es sowas gibt und somit normal ist und ich mir verzeihen konnte, ebenfalls nicht mehr gegen mich war sondern emhr Selbstakzeptanz seitdem habe. Gewisse Dinge wo ich glaubte das ist ein Muss weil der Druck von allen Seiten kam strebe ich auch nicht mehr an und ich kann dmait viel besser leben seitdem.
11.08.09, 00:05:02

Coyote

Was hattet ihr zuvor bei euch vermutet?

Als Kind glaubte ich fest daran, adoptiert worden zu sein, weil mir meine Eltern irgendewie fremd vorkamen und sie so ganz anders waren. Auch mein Bruder war anders.
Ich habe lange überlegt, wie ich es erreichen kann, dass sie endlich mit "der Wahrheit" rausrücken würden. Irgendwann wühlte ich heimlich in Unterlagen herum, in der Hoffnung Adoptionspapiere zu finden. Dann wollte ich es ihnen vor die Füsse werfen und sie zur Wahrheit zwingen. Ich fühlte mich belogen. Ich dachte, meine Eltern wissen, wer ich bin und rücken nicht mit der Sprache raus.

Später, so mit fünfzehn/sechzehn Jahren war ich überzeugt, das Kind von Außerirdischen zu sein ... :p - und fing an Bücher über angebliche "Entführungen" zu lesen.

Zum Glück ist es nur Autismus.
 
 
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