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Großstudie: Autismusdiagnosen verbreiten sich wie Information

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11.04.10, 05:02:34

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Zitat:
Researchers at Columbia University say that a child who lives 250 meters from another child who has been diagnosed with autism has a 42 percent increased chance of being diagnosed himself or herself. Children who live between 250 and 500 meters of another child diagnosed with autism have a 22 percent increased chance of being diagnosed themselves. The researchers based this conclusion on a study of more than 300,000 children in California between 1997 and 2003. Children who live further away from another child diagnosed with autism have a lower risk of being diagnosed themselves.

Researchers Peter Bearman, Ka-Yuet Liu and Marissa King found that the disorder spread in the same channels through which information spread — social connections were the key here. Children living in the same school district as a diagnosed child, for example, were more likely to be diagnosed than children merely living proximally to a neighbor’s child with autism. Children exposed to similar environmental conditions but who shared different social networks were less likely to experience the shared diagnosis effect.

Quelle

Schnellübersetzung:
Zitat:
Forscher an der Columbia University meinen, daß ein Kind, das 250 Meter entfernt von einem Kind lebt, das auf Autismus diagnostiziert wurde mit 42% höherer Wahrscheinlichkeit selbst mit Autismus diagnostiziert wird. Kinder, die zwischen 250 und 500m entfernt leben, haben eine 22% höhere Wahrscheinlichkeit. Die Forscher stützen diese Schlußfolgerung auf Daten von mehr als 300.000 Kinder in Kalifornien zwischen 1997 und 2003. Kinder, die weiter entfernt von Kindern mit Autismusdiagnose wohnen, haben ein geringeres Risiko selbst eine Autismusdiagnose zu erhalten.

Die Forscher Peter Bearman, Ka-Yuet Liu und Marissa King fanden heraus, daß die Störung sich auf die selbe Weise verbreitet wie Informationen sich verbreiten - soziale Verbindungen seien hier der Schlüssel. Kinder, die im selben Schuldistrikt wie ein diagnostiziertes Kind leben haben z.B. eine höhere Wahrscheinlichkei diagnostiziert zu werden als Kinder, die lediglich näher an einem anderen diagnostizierten autistischen Kind leben. Kinder, die ähnlichen Umweltbedingungen ausgesetzt sind, aber in verschiedenen sozialen Netzwerken leben teilen mit geringerer Wahrscheinlichkeit den Effekt der geteilten Diagnose
11.04.10, 06:20:17

drvaust

Es könnte sein, daß das durch die Übernahme autistischer Verhaltensweisen kommt.
Die NA-Kinder werden resistenter gegen antrainiertes NA-Verhalten.
Oder, wo ein Autismus-Diagnostiker ist, wird öfter Autismus diagnostiziert.

Interessant wäre, ob es, außer der geringen Entfernung, eine Verbindung gab.
Kannten sich die Kinder, oder hatten sie sich nie gesehen.
Infektion durch die Luft ist bei Autismus wohl ausgeschlossen.

11.04.10, 12:03:28

starke Dame

Na - denn, meine damalig beste Freundin (jetzt sind wir schon 5 Jahre verstritten, hat vor 17 Jahren ein autistischen Jungen zur Welt gebracht), somit ist geklärt warum mein Sohn Autist ist. Ich hab mich mit der Frau eine gewisse Zeit lang - als es dieses Kind schon gab fast täglich gesehen, das über mehrere Jahre - hab mir dann einen Autiste eingefangen - oder wie?

Nein, ich glaube das nicht, das ist bestimmt oft Zufall, da die Diagnosen besser geworden sind, man vielleicht irgendwann dazu übergeht Autisten zu begreifen und nicht zu entmündigen und sich mehr Eltern trauen ihr Kind diagnostizieren zu lassen.

Außerdem, meine Kleine (11 Monate) macht oft das Verhalten vom Großen (3,5 Jahre) nach - das klappt auch andersrum, deswegen ist mein Großer nicht weniger Autist und die Kleine nicht weniger Nichtautist. Die Kinder lernen voneinander - das ist halt so.

Ich denke die Kinder werden sich entweder gekannt haben oder vielleicht gibt es auch in gewisser Weise verwandschaftliche Beziehungen. Zum Beispiel, habe ich in entfernter Verwandschaft auch einen Asperger-Autisten, was ich aber nicht unbedingt wichtig finde, denn irgendwe kommen wir ja ursprünglich alle aus der gleichen "Gensuppe". Da wird schon die eine oder andere Erbinformation drin stecken. Auf einmal kommt etwas hoch, was es über mehrere Generationen nicht gab. Warum sieht meine Tochter nicht mir und meinem Mann ähnlich - außer Grübchen und Ohren vom Opa (väterlicher Seite) hat sie alles von ihrer Oma (väterlicher Seite) Haarfarbe, Augenfarbe, Gesicht - alles von ihr.
11.04.10, 20:17:03

feder

Oder die Eltern erkennen plötzlich Verhaltensweisen u.ä., die sie zuvor an den eigenen Kindern als normal erachteten, auch bei den als autistisch diagnositzierten Kindern in der Umgebung und finden dann plötzlich auch die eigenen Kinder komisch, was dann zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit führen kann, dass eine Diagnose erfolgt.
13.04.10, 19:05:02

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Die Nähe der Wohnorte spielte wie oben genannt wohl keine entscheidende Rolle, jedoch die Zugehörigkeit zu einem Schulbezirk. Ich erkläre es mir so, daß mancherorts die Schublade noch nicht so bekannt ist, weswegen dort weniger Diagnosen erfolgen.
 
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