18.09.06, 12:05:51
CiCeGa
*PLONK*
Don't feed the Troll! | Füttere nicht den Troll!
Mißachtung ist die höchste Strafe für ein Troll und auch die wirksamste um ihn wieder los zu werden.
18.09.06, 12:20:08
FrauFachmann
Kann denn da keiner lachen?
18.09.06, 13:40:53
Goldloeckchen
*PLONK*
Don't feed the Troll! | Füttere nicht den Troll!
Mißachtung ist die höchste Strafe für ein Troll und auch die wirksamste um ihn wieder los zu werden.
Ja, das sehe ich mittlerweile genauso.
18.09.06, 13:49:16
Lisa M.
Aber wieso denn. Der Stil ist dramaturgisch aufgepeppt und sicher nicht die Art, wie Zapfsäule sich im Alltag ausdrückt. Aber ganz witzig. Der Inhalt ist jedenfalls in diesem Thread hier durchaus bedenkenswert. Wenn ich irgendwo keinen Inhalt dahinter finde, dann hab ich eh keinen Drang, darauf zu antworten, weil dann ist da nix, worauf sich antworten ließe.
18.09.06, 21:25:23
Zapfsäule
Schade, dass ich hier so gut wie keine einzige ernsthafte Antwort erhalten habe.
18.09.06, 21:52:17
Lisa M.
Die Frage finde ich schon okay, aber ich kann mich heute nicht so drauf konzentrieren.
18.09.06, 22:35:41
Katz007
geändert von: Katz007 - 18.09.06, 22:37:41
Recht gebe ich Zapfsäule in der Beziehung, das ich es auch hin und wieder als eine ziemliche Energieverschwendung ansehe mich so intensiv in Foren mit Themen zu beschäftigen. Hätte ich diese Energie beruflich genutzt (oder nutzen könne) wäre ich sicher um einiges weiter. Nur eben erst galt es noch ein paar Probleme zu lösen.
Hm, hin und wieder scheint es mir auch so das dieses Rumackern nicht gerade eine sehr sinnvolle Beschäftigung ist. Ruhepausen fehen, arbeiten tue ich quasi mit Arbeit, Schule und Internet an die 15 Stunden. Naja, im berufsleben bezeichnet man solche Menschen als sehr erfolgreiche Workaholiks.
Jedenfalls kann es eigentlich nicht besonders gesund sein nur und einzig alleine nur seinen Interssen nachzugehen (weil das eben sehr anstrengen ist) und sich wenig Ruhepausen zu gönnen.
Vielleicht willst Du Zapfsäule und das mitteilen?
Ich glaube den Zeitpunkt wo ich wirklich massiv Informationen benötigte habe ich schon ein wenig überschritten :cool:
18.09.06, 22:36:33
arlette
solche menschen mit einem mindestens 15-stunden-tag kann man auch als mütter bezeichnen :D
19.09.06, 08:58:50
Lisa M.
So, jetzt bin ich ausgeschlafen, und es passt auch ganz gut, da du im Knigge-Forum was über deine eigenen Erfahrungen mit dem Internet erzählt hast. Meine sind da deutlich, deutlich, deutlich anders! Aber erstmal: In Bezug auf "zuviel am Computer sitzen" hast du trotzdem völlig Recht, nicht, weil die Tätigkeit an sich nicht bekömmlich wäre, sondern dann, wenn man andere Dinge darüber vernachlässigt. Und das ist bei mir in der letzten Zeit der Fall gewesen - ist aber auch nicht immer so!
Zu meinen Erfahrungen: Der erste Austausch per Internet mit anderen, das war damals, als ich Programmieren in Delphi lernte und einen Auftrag als freiberufliche Programmiererin hatte. Jemand gab mir 'nen Tip mit der Newsgroup, und das hat mir wirklich enorm viel weitergeholfen. Bücher sind ja nicht immer so interaktiv und man kann sie nicht fragen, wenn was nicht drin steht, ob's mal eben bitte jemand reinschreiben kann. Selbstverständlich habe ich mich auch bemüht, für andere entsprechend hilfreich zu sein, so gut ich konnte, und dabei auch viel Freude dran gehabt, die eigenen Programmierprobleme möglichst präzise zu erklären oder die Lösungen formschön zu servieren. Dabei hab ich schon sowas wie ein "Staunen über die eigene Kunst" entwickelt, weil echt niemand dort in dieser Hinsicht so sorgfältig gearbeitet hat wie ich (Wissen hatten einige natürlich mehr, es waren ja auch sehr erfahrene Programmierer dabei).
Als ich mit diesem ersten große Programmierprojekt, das auf ein Jahr terminiert war, 6 Wochen vor dem Abgabetermin stand und noch nicht mal halb fertig war, postete jemand einen Artikel, den ich für eine Stadtzeitung geschrieben hatte, in einem politischen Forum und meinte, ich solle mir doch mal die Debatte darüber reinziehen. Damit begann etwas, was man in gewisser Weise als Katastrophe bezeichnen könnte, in anderer Weise aber als Glücksfall. Meine Aktivitäten im Internet waren übrigens bis dahin nicht der Grund gewesen, weshalb das Projekt nicht fertig wurde - im Gegenteil war es ein toller Rückhalt, dass ich Leute fragen konnte, wenn ich nicht weiterkam! Die Schwierigkeiten lagen vielmehr zum einen in meinem Perfektionismus und zum anderen darin, dass die Pädagogen (es war eine Lernsoftware) nicht in die Pötte kamen und dann einen Riesenhaufen Zeugs serviert hatten, der im Grunde das, was ich am Anfang in Form eines Pflichtenhefts zugesagt hatte, weit überstieg. (Den Rest lasse ich mal weg.)
Jedenfalls lief in diesem politischen Forum gerade eine ziemlich philosophische Debatte an, die mich dann sozusagen absorbierte. Mit einigen Teilnehmern dieser Debatte begann ich auch eine Brieffreundschaft per Email. Ich geriet in den bis dahin wohl heftigsten Hyperfokus meines Lebens, und in einen euphorischen Zustand, der ca. ein Jahr andauerte. Sich auf die Arbeit zu konzentrieren, wurde nahezu unmöglich, denn wenn ich nicht mit meinen Debatten beschäftigt war, musste ich raus und laufen, um die Energie auszuagieren.
Was mich so in Rausch versetzte war zuerst mal, die Person in der äußeren Welt vergegenständlicht zu sehen, die ich so irgendwie in mir gefühlt hatte, die ich aber im Alltag nicht "sein konnte". Ich hatte bis dahin schon unter dieser Diskrepanz gelitten, wenn auch in den letzten Jahren davor nicht mehr so stark. Nach einer schweren Depression (ein Jahr lang kontinuierlich Suizidgedanken, das nennt man wohl schwer) hatte ich mir das Leiden schon ziemlich abgewöhnt und war an jedem einzelnen Tag glücklich, dass ich nicht mehr depressiv bin.
Über diese Depression z.B. hatte ich anschließend (zu dem Zeitpunkt drei Jahre lang) nie vernünftig reden können. Mit einem meiner Brieffreunde ergab sich aber genau dieses Thema (von ihm angesprochen) und ich entdeckte, dass sie Nachwirkungen gehabt hatte: Die Selbsteinschätzung, ein "labiler Mensch" zu sein, der sich keinerlei emotionalen Belastungen aussetzen darf und weiterhin nach verhaltenstherapeutischen Ratschlägen gegen Depression leben muss. Tja, die infolge dieses Hyperfokus so nach und nach über mich hereinbrechenden Katastrophen zeigten mir jedenfalls, dass ich mittlerweile seelisch stabil bin und auch dann den Lebensmut kein bisschen verliere, wenn mein ganzes bisheriges Leben sozusagen in Rauch aufgeht...
Schreiben ist für mich existentiell, das weiß ich seit dieser Zeit. Es ist, als ob in meinem Körper ein Gespenst lebt, und dieses Gespenst lebt ohne Schreiben in Isolationshaft.
19.09.06, 19:27:56
Zapfsäule
Schreibst Du denn im Moment auch beruflich?
19.09.06, 20:01:29
Lisa M.
Nö. Aber ich schreibe ziemlich viel! :D
Und berufliches Schreiben passiert unter ziemlich anderen Bedingungen...
19.09.06, 20:03:28
Zapfsäule
Ich weiß, dass viele Menschen depressiv werden, weil sie unterfordert sind und häufig unterfordern sie sich selbt.