Tiergestützte Therapie
21.11.10, 13:19:35
starke Dame
Also ist es selbstverständlich, dass, wenn ich als Bsp. nehme, 50,- / Std., mind. 10 Sitzungen, dann werden lieber 500 Euro bezahlt.
Für 222,- Euro bekomme ich eine Jahreskarte (die ganze Familie) für meinen Lieblingszoo.
Für die restlichen 278,- Euro, kann ich dann noch Schwimmen gehen, Indoorhallen besuchen, Modelleisenbahnen sind auch drin.
Ich habe ein super abwechslungsreiches Programm für diese 500,- EURO.
Na, und Ergotherapie und Logopäde würden dann ja von der KK gezahlt. Also jetzt mal wirklich ganz streng genommen, ist das doch jetzt in Zahlen ausgedrückt, ein komisches Ding, der Verhältnismäßigkeit.
Mein Sohn liebt den Zoo, liebt Schwimmen, Indoorhallen und Modelleisenbahnen. Bei allen Dingen, steht Bewegung, etwas erleben, Spaß haben im Vordergrund.
Ich denke, zum 1.1. werde ich mal 500,- Euro ganz bewusst investieren und mal schauen, wie das so von der Verhältnismäßigkeit ist.
21.11.10, 13:24:08
Gabi
Na dann bin ich auch ein Therapeut ich habe Katzen ...scheinbar bei vielen Autisten beliebt .... Hunde ,Papageien ...nicht so beliebt scheinbar bei Autisten aber meine sind ganz ruhig und keine Schreier ...Fische und Hühner all das kann Norman jeden Tag sehen und teilweise anfassen wenn er es will oder auch beim Füttern helfen ...wenn er will Fische und Hüner und Hunde mag er schon mal was geben... wozu also noch eine terapie ? Ein paar Würmer ins Glas kriege ich auch hin oder Ameisen auch interessant...Nur weil ich kein Pferd habe und der Therapeut hat eines ..ich kenne eine Wiese da laufen Pferde rum und kommen auch mal an den Zaun erst recht wenn man eine Möhre oder sowas hat ... man muss es nur tun zusammen mit seinem Kind ich weiß nicht ob manche dazu zu bequem sind und lieber in die Tasche greifen ...?
Natürlich kann sich nicht jeder die Tiere so halten wie ich aber ein Zoobesuch mit Streicheltieren ist da bestimmt eine günstigere Alternatieve und das wichtigste ist man sieht selber wie das Kind wirklich darauf reagiert und wenn es gut darauf anspricht entwickelt sich ein gutes Verhältniss zwischen Eltern und Kind schafft vertrauen schweißt zusammen so wie es sein soll das muss man selber tun das kann einem auch der Therapeut nicht abnehmen ... gibt man sein Kind zu fremden Menschen ...Therapeuten die das für einen erledigen sollen finde ich das alles andere als gut es ist wie eine Kapitulation und Unfähigkeit mit dem eigenen Kind was zu machen ...
Ja starke Dame es ist gut das du es ansprichst ...Eltern sollten darüber nachdenken ...L.G.Gabi
21.11.10, 13:28:07
55555
Das eigentliche Problem ist oft die Situationsanalyse der Eltern. Die wirklichen Probleme sind nicht durch Konsum irgendwelcher Veranstaltungen zu lösen. Wer aber glaube dem wäre so, der achtet meist viel weniger darauf die wirklichen Probleme im Alltag anzugehen. Diese Antwort kannst du auch gleich in den Thread reinkopieren, wenn du willst.
21.11.10, 13:37:51
Mama
geändert von: Mama - 21.11.10, 14:21:16
Es ist gut, das ihr die Zusammenhänge erkannt habt. Es ist wichtig mit seinem Kind all dies selbst zu erleben. Das gemeinsam Erlebte kann Euch niemand mehr nehmen.
Eltern vergessen leider immer wieder, das sie als Vorbilder fungieren.
Edit: Ich habe immer gerne mit meinen Kindern Enten, Schwäne, Haubentaucher gefüttert.....heute ist es verboten. Stattdessen kann ich in den Zoo gehen und dort überfütterten Ziegen für 1,50 eine Tüte mit gepesstem Gras geben. Die Ziegen fressen lieber die Plastiktüte als den Inhalt. Zudem laufen dort überall Kinder herum, die es lustig finden, den armen Tieren am Bart oder den Hörnern zu zerren. Lächelnd stehen die Eltern vor dem Gehege und bewundern ihre mutigen Kinder.
Ich füttere weiter die Enten.....mein Sohn weiß, das der See nicht von dem Futterbrot umgekippt ist, sondern von dem Müll, den die Menschen achtlos hineinwerfen nachdem sie an einem Menschenfutterstand waren.
21.11.10, 18:42:38
Fundevogel
Ich kann mich manchmal des Gedankens nicht erwehren, dass Eltern über den Umweg der Therapie mit ihrem Kind etwas unternehmen, weil sie eigentlich selbst Nähe zu Tieren aufnehmen möchten. Sie legalisieren durch die Therapie ihres Kindes, was sie sich sonst nicht trauen würden und was ihnen selbst mehr hilft als dem Kind?
Im Klartext heißt das, dass sie Angst vor den eigenen Phantasien haben? Erst wenn von "autorisierter Stelle" eine Handlung als "ärztliche Anwendung" bezeichnet wird und es wird die Bestätigung erteilt, die Handlung sei gesund, trauen sie sich, ihre Phantasie auszuleben?
Man sollte auch nicht unterschätzen, wie viele Menschen für ihr eigenes Wohlgefühl Tiere halten, aber oft zu wenig Einkommen erzielen, um sie satt zu bekommen. Es ist naheliegend, von der "eigenen Therapie" auf die Therapie anderer Menschen zu kommen und sich für den Unterhalt seiner Tiere möglichst viel Geld zu beschaffen...und das meiste Geld lässt sich bekanntermaßen mit "Therapien" hereinholen.
Der in Therapie Befindliche würde in diesem Fall als Therapeut agieren, undenkbar in der psychologischen Praxis!
Was wäre, wenn alles Therapie wäre und keiner geht hin;)
21.11.10, 19:17:23
starke Dame
@Fundevogel,
es kann sein, dass Eltern so unsicher sind oder daraus eine Freizeitgestaltung machen oder sich eine Entspannungsphase gönnen.
Doch rechtfertigt dies, das agressive Vorgehen, dieser Anbieter?
Ist es korrekt, dass sie ein contra nicht akzeptieren?
Ist es wie der Vertreter an der Tür, der einfach eine überrumpelt?
Ich konnte keine Studie finden, die irgend etwas belegt.
Und nach wie vor, konnte ich kein Qualitätsmerkmal feststellen.
Inwieweit man gute von schlechten Therapieeinrichtungen, die mit Tiere zusammen arbeiten, erkennen kann.
Daran stoße ich mich am meisten.
In der Industrie müssen Unternehmen gewisse Din-Normen einhalten.
Qualitätsmanagement wird groß geschrieben, aber in solchen Dingen nicht?
21.11.10, 21:59:05
zoccoly
Und wenn DIN-Normen existieren würden, von wem wären sie gemacht? Und wäre das dann tatsächlich ein Qualitätssiegel? So lange der Rat, die Mitarbeit von A nicht gefragt ist, halte ich nichts von irgendwelchen Gütebekundungen.
22.11.10, 01:58:36
drvaust
Was ist Therapie?
Zitat:
Die
Therapie (griechisch θεραπεία therapeia „das Dienen, die Bedienung, die Dienstleistung, die Pflege der Kranken“) ...
Ich sehe das Problem darin, daß heutzutage meistens alles, was nicht richtig normgerecht ist, behandelt werden soll. Zur Behandlung sucht man Experten, 'das kann doch kein Laie selber machen'.
Die Leute scheinen sich nicht mehr zuzutrauen, ihre Probleme selber zu lösen. Sind die Leute verblödet? Ich habe es schon oft erlebt, daß Leute einfache Batterien oder Kuli-Minen im Fachgeschäft wechseln lassen.
Vermutlich wäre es für die Kinder viel besser, wenn sich ihre Eltern mal persönlich um sie kümmern, statt die Kinder von Therapie zu Therapie zu schleppen. Die Therapeuten können das vielleicht besser, aber das ist keine persönliche Zuwendung von vertrauten Bezugspersonen.
In meiner Kindheit hatten die meisten Kinder Goldhamster, Meerschweinchen, Vögel usw.. Heutzutage machen Tiere zu viel Dreck, da bringt man die Kinder zu Tiertherapeuten, die sind Experten, die können das besser. In meiner Kindheit war es sehr beliebt, auf der Rennbahn Pferde auszuführen, besonders die Mädchen standen dort Schlange. Heutzutage gibt es Reiterhöfe mit teuren Reitstunden und Reittherapien, sogar das selber Pflegen und Betreuen der Pferde muß bezahlt werden.
Die meisten Therapien sind keine geschützten Bezeichnungen, also darf sich jeder, der nicht offensichtlich betrügt, Therapeut nennen. Z.B. Tanz-Therapeut, Schrei-Therapeut, Lauf-Therapeut (mit entsprechender Ausbildung sind das Sportlehrer), Tier-Therapeut usw..
;) Vorhin hatte ich mir die Haare gewaschen, jetzt geht es mir besser, die Haare sehen besser aus und jucken nicht mehr, war das eine Therapie? Ich bade regelmäßig, das tut mir gut, sollte ich mir dazu besser einen professionellen Bade-Therapeuten suchen?
Ich habe nichts gegen gute Tier-Therapie, Tiere sind gut, haben eine gute Wirkung, besonders bei Kindern. Aber das kann man meistens selber machen, oder man besucht Tiere auf der Weide oder bei Bekannten.
22.11.10, 09:55:30
Gabi
Ja das ist wahr man kann und sollte auch vieles selber mit seinem Kind unternehmen und sich nicht einreden lassen das andere das besser könnten .
Ich sehe auch viel Problematik darin das es hier schlicht und einfach nur um Geldmacherei geht ...wenn ein Tierarzt und ein Reitlehrer nicht so gut klar kommen weil es in der Gegend schon zu viele Tierärzte und Reitlehrer gibt dann kommen sie eben auf den Gedanken ...ja dann machen wir doch auch noch Therapie ... schließen sich zusammen und schon rollt der Rubel besser ..ja und wenn man dann sagt .ich brauche das nicht finde ich Quatsch dann stößt man natürlich auch auf Wiederstand immerhin ist man jemand der irgendwem versucht das Geschäft zu vermasseln z.B. den Tierarzt und den Reitlehrer um sein Brot zu bringen ...klar kommen da dann die Urinstikte hoch das zu verteidigen was einem das Brot bringt und das kann unangenehm werden ... das geht aber Kreutz und quer durch die gesammte Gesellschaft so auch Tierhaltung ist heute nicht so einfach wie man glaubt ... als Kind hatte ich einen Mischling der Tag und Nacht draussen war in einer Hütte und im Winter hatte der eine warme Decke spendiert bekommen und hat von unseren Resten vom Tisch gelebt ...der war Zeitlebens gesund hat nie einen Tierarzt gesehen es war eine sie und hatte 2x Junge von irgendeinem Hund der unter unser Tor gekrochen sein muss die wurden dann aufgezogen mit viel Freude und unter Tränen verschenkt weil man ja nicht alle behalten konnte ...diese Hund ist über 24 Jahre alt geworden bei bester Gesundheit nur in den letzten Jahren ruhiger und krummbeiniger ...
Heutzutage muss es vom teuren Züchter sein alle anderen Hunde sind ja nichts haben Klamotten an fressen Dosenfutter wo wer weiß was drinnen ist mit 4 % Fleisch ... werden als so schon fetter Mops im Hundewagen spazieren gefahren mit Jacke an und Mütze viele bleiben stehen und ach wie ist das doch süß ... keiner kommt auf die Idee wie verblödet das doch ist und was dem Tier da angetan wird nur weil ein Hund alles macht was man will ...ich selber habe 2 Pinscher und sie leben fast so wie mein erster Hund nur Nachts kommen sie rein aber ich hatte auch schon Theater mit dem Tierschutz weil zwei so süße kleine Hunde ein Gehege haben von 50 qm eingezaünt im Garten mit einer Hundehütte und mit Freuden das ganze Gras wegbuddeln sehr wachsam sind wenn sich jemand nähert dann schlagen sie an wie es sich gehört und sie fangen die Ratten weg die hier reichlich vorhanden waren vorher jetzt nicht mehr ...diese Tierschutztante die hier war hatte von Hunden überhaupt keine Ahnung wollte sie rufen und rennt hinterher bis ich ihr gesagt habe das sie stehen bleiben soll wenn sie will das die Hunde kommen weil sie sie sonnst durcheinander bringt ja was denn nun soll ich kommen oder gehen wir ?
Ich musste ihr klarmachen das ich bestimmt meinen beiden süßen keine Klamotten anziehe und auch keine Blumenkästen an die Hundehütte baue oder villeicht noch ausbaue und Umkleidezimmer mit Klimaanlage so wie Paris Hilton da hinmache es sind Tiere sie haben ein schönes Fell und das hat seine Funktion ... sie sind Kerngesund und kommen einmal im Jahr zum Tierarzt für diese Spritzen die sein müssen was ich auch anzweifel aber gut und der sagt das alles super sei an den Tieren allerdings ist seine Praxis immer voll man muss warten ohne Ende da trotz Termin....da ist er auf uns wohl zum Glück nicht so angewiesen ...L.G.Gabi
22.11.10, 10:15:40
starke Dame
@Zoccoly,
@drvaust,
ich bin komplett eurer Meinung. Leider trifft man des öfteren auf Unverständniss, wenn man sagt, warum holt ihr euch nicht die Informationen aus der ersten Reihe, von Autisten.
Selbst in meiner aktuellen Lektüre, Autismus, der nicht gelungene Umgang mit der Verschiedenheit, wird darauf eingegangen, dass man sich Informationen aus der ersten Reihe holt und nicht von seinem eigenen Verständnis auf das des Betroffenen schließen soll, sondern aktiver Autisten einbeziehen soll.
Wenn ich doch so etwas aus einem Buch entnehme, von Menschen, die weit aus studierter sind, als irgendwelche selbsternannten verständnisvoll und fürsorglich handelnden Therapeuten, stelle ich für mich mal wieder fest - der typische NA ist der geborene Lemming.
Schreiben auf anderen Plattformen macht keinen Sinn, die sind einfach mit überdimensionalen Scheuklappen gesegnet worden und es ist vergebene Mühe.
Im Prinzip ist es so - dass mich dieses ausgeprägte Defizit der Gesellschaft erschreckt.
Ich muss niemanden verstehen - da hilft nur Abstand halten.
@Gabi, ja so bekloppt ist die Gesellschaft - ohne Worte.
22.11.10, 11:27:51
55555
Ich denke das Problem mit dem "Therapiekomplex" ist im Bereich Autismus schon der, daß jemand, der therapiert werden soll meist dadurch auch als Ursache von Problemen eingeordnet wird. Das ist sehr ungünstig, weil es im Zusammenleben von NA mit Autisten eben nicht so ist nd deswegen mit einem solchen Ansatz auch die echten Probleme nicht gelöst werden können.
22.11.10, 12:46:45
Gabi
Jo 55555 ich währe ja dafür dass Autisten die im Berufsleben eben nicht weiterkommen weil sie ja da auch behindert werden Terapeuten für Therapiewütige NAs werden nur darf das Geld verlangen nicht vergessen werden weil der NA sonngst glaubt was nichts kostet taugt auch nichts ...jeh mehr Geld verlangt wird um so mehr stürmen sie auf einen ein ...wenn sie dann erfolgreich therapiert sind ist das dann allerdings vorbei weil sie dann wieder denken können ?L.G.Gabi