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Autor Nachricht
Vendela
(Standard)

Zitat von Leyla:
Das hab ich jetzt nicht verstanden.

Die Budgetierung sollte die Ausgaben der GKV begrenzen.
War das Budget eines Arztes aufgebraucht, musste er die Behandlungskosten selbst tragen und bekam kein Honorar. Es konnte aber was übrig bleiben. Und wer vom Budget was bekam, konnten die Ärzte nach Belieben entscheiden.
22.12.11, 14:27:32
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Leyla
(Leyla)

Wieder was dazu gelernt. Danke Vendela.

Nicht an die Güter hänge das Herz,
die das Leben vergänglich zieren.
Wer besitzt,
der lerne verlieren.
Wer im Glück ist,
der lerne den Schmerz. ( Schiller )

Die allermutigste Handlung ist immer noch, selbst zu denken. Laut. ( Coco Chanel )
22.12.11, 14:33:55
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drvaust
(Autistenbereich)

Heute hatte ich einen erleichterten 'Arztbesuch', Konsultation am Telefon. Am nächsten Montag wieder telefonisch. Das erspart viel Zeit, ÖPNV und Warten im Wartezimmer (Streß), und ist nicht schlechter als die 5-10 min. Sprechzeit in der Praxis.
Ich habe ca. 2 Stunden Fahr- und Wartezeit gespart, hatte weniger Streß und das wäre sonst umsonst gewesen, weil die Untersuchungs-Ergebnisse noch nicht vorlagen.
Jetzt müßte noch die Chat- oder E-Mail-Konsultation eingeführt werden. Zumindest mit 'de-mail' müßte das möglich sein.


Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs völlig ungeniert.
22.03.12, 21:26:31
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70609
(Entität)

Mein letzer Arztbesuch war vor 12 Tagen bei der ambulanten Chirurgin. Nachteil: sie hat ihre Praxis im Kliniksgelände der Folterabteilung. Sie kennt mich noch aus der Zeit, als ich dort stationär "untergebracht" war. Entsprechend reserviert waren ihre anfänglichen Kommunikationsversuche.

Beim letzten Besuch war es deutlich aufgetauter. Sie lachte, machte Scherze und Komplimente und meinte, ich sei ganz anders, als früher. Ich erklärte ihr das Rückschallprinzip mit dem Wald und sie freute sich auf meinen nächsten Besuch - der eigentlich gar nicht nötig ist, aber sie will gerne eine Information, an die sie sonst nicht rankommt. In zwei Tagen bin ich wieder dort.

Schön ist: die Termine werden gut eingehalten, die Schwestern nehmen Rücksicht drauf und lassen mich nicht so lange warten. Ich darf dann schon mal in einen der Behandlungsräume und mich hinlegen - auch wenn ich dann dort manchmal etwas länger warten muss, ist mir das noch lieber, als auf dem Präsentierteller zu sitzen. Aber da der Gang ziemlich lang ist und eine Tür immer offen steht, kann man sich so setzen, dass man nicht ständig angekuckt wird.

Seit ich auf ABW umgestiegen bin, lasse ich Arztbesuche beim "Spezialisten" weg. Er ist mir kürzlich bei einem dieser Arztbesuche in der Chirurgie über den Weg gelaufen, wirkte verunsichert und wusste nicht, wie er sich verhalten soll. Auf die Bemerkung, dass ich jetzt schon xxx Tage nicht mehr bei ihm war, reagierte er mit "Ob das so gut ist?". Klar, ist es gut - ich bin seither sozial so angepasst, dass ich halbwegs klarkomme. Die Fakten sprechen dafür. Für seine Kasse ist es natürlich weniger gut - bekommt ja kein Geld mehr.
18.09.12, 12:09:36
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Was ist ABW?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
18.09.12, 17:46:15
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wolfskind
(stillgelegt)

ich denke ABW = ambulant betreutes wohnen ?

"Freilich ist die Welt voller Fährnisse und düsterer Orte; doch noch immer ist viel Schönes lebendig, und wenn auch die Liebe in allen Landen nun mit Leid vermengt ist, wird sie deshalb vielleicht um so größer."
"Derjenige, der etwas zerbricht, um herauszufinden, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen."

(Herr der Ringe)
18.09.12, 18:10:17
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat:
Wir wissen, dass viele Ärzte die in Deutschland sehr häufigen Arzt-Patient-Kontakte vielfach für unnötig erachten und sich lieber heute als morgen aus diesem Zwang befreien möchten.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
21.09.12, 15:27:50
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Mosaik
(Standard)

geändert von: Mosaik - 24.04.14, 19:18:18

- Um was für einen Arzt ging es?

Allgemeinmediziner

- Wenn eine Diagnose mitgeteilt wurde, wie hat welches medizinische Personal (Arzthelfer, Arzt, Krankenschwester, etc.) reagiert? Nervös, gleichgültig, ruhig, freundlich, etc.?

Erstmalig, daß ich die Diagnose mitgeteilt hatte, daher auch der Bericht von diesem Arztbesuch.
Reaktion : hat gesagt, Sie sind doch keine Autistin , das sind doch einfach Eigenheiten von Ihnen.

- Welche Beschwerden lagen vor, wegen denen medizinische Leistungen gesucht wurden? Wie wurde daraufhin untersucht? Welcher genaue Körperkontakt fand statt, wie verwirrend / nicht verwirrend war das Verhalten, was für Fragen wurden gestellt und wie konnte darauf unter den dort vorgefndenen Bedingungen geantwortet werden?

Bluthochdruck und Herzrasen
Dauer EKG/EEG wurde ordungsgemäss gleich angeordnet, nachdem beide Werte zu hoch waren.
Die physischen Beschwerden wurden ernst genommen. Hintergrund wurde nicht ernst genommen, war ja aber auch kein Psych. . Da wurde mir im Grunde nur vermittelt, ist doch alles in Ordnung bei Ihnen, obwohl ich in einer wirklich schweren Lebenslage war. Das konnte ich aber nicht so vermitteln.


- Wie habt ihr auch eure Behandlung reagiert? Innerlich, äußerlich?

Da ich weiss, welche Scheuklappen Ärzte oft haben , war mir eine physische Abklärung der Symptome wichtig, daß nach den psychischen Hintergründen nicht weiter sinnvoll gefahndet wurde, hat mich somit auch nicht sonderlich verwundern können.

- Was hat an der konkreten Inanspruchnahme medizinischer Leistungen gefallen oder gestört?

Das physische diagnostische Vorgehen ist bei diesem Arzt sehr sinnvoll, logisch nachvollziehbar und präzise.


- In welchem Maß wurde nach eurem Gefühl letztlich geholfen? Gut? Weniger gut? Praktisch gar nicht?

Da ich eine physisch gesundheitliche Entwarnung bekam, war der Arztbesuch entlastend, wäre es anders gewesen, wäre die weitere Behandlung in Zusammenarbeit mit diesem Arzt wohl eher schwieriger geworden .
24.04.14, 19:08:36
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Larsen46
(Asperger Diagnose F84.5)

geändert von: Larsen46 - 30.05.14, 07:30:10

Interessanterweise ist sehr oft eine beim Arzt im Wartezimmer, die ich kenne, die auch in einem Fitness Studio ist, sie ist jemanden ähnlich, wenn ich diese aber auswärts darauf anspreche, meint die, sie sei nicht beim Arzt gewesen.

Die Toilette ist dort das Thema, wenn man im Wartezimmer sitzt. In der Mitte ist ein grosser Holztisch auf denen die unterschiedlichsten Zeitungen liegen, auch Comichefte, Musik dudelt über eine Anlage, lief sogar schonmal die Musik von Startreck Voyager, also immer irgendwas ausgefallenes, was nicht unbedingt im Radio gespielt wird.

Wartezeit maximal 20 Minuten. Mein Arzt ein sehr netter, aber manchmal etwas unberechenbar, so das ich Angst bekam und ihn nach seinem Sternzeichen fragte, seitdem ich es weiss, gehts mir besser, wenn er mal wieder ganz anders ist. Sein Behandlungszimmer hat interessante Bilder und auch etwas für die kindlicheren Erwachsenen, so das man sich da mit allen seinen Gefühlswelten ganz gut in dem Raum fühlen kann.

Die Arzthelferinnen wollen mich immer von meinem Hausarzt wegdrängen zu einer anderen Ärztin, die dort auch tätig ist, aber ich habe lieber die 3 Wochen gewartet, als zu einer anderen zu gehen. Mein Hausarzt war deswegen beruhigt. Viele meiner Symptome passen zu seinem Sternzeichen, also er kann mich dann gut verstehen, denke ich, was ich meine, wo ich das noch nicht wusste, da dachte ich, seine Nerven sind bald mit mir am Ende ;=)

Wenn ich bei meinem Hausarzt anrufe, dann ist da meistens stundenlang besetzt, so fahre ich immer hin und mache direkt vor Ort einen Termin, bekomme oft einen dann noch am selben Tag. Die Damen dort sind sehr freundlich, allerdings wenn es um Behandlungen von den Damen geht, dann bevorzuge ich die Behandlung in Deutschland, die da ein Arzt ausübt und warte ein halbes Jahr sogar, bis ich wieder nach Deutschland kann. Die Blutentnahme ist jedoch OK, wobei mir immer irgendwelche Verletzungen vorgezeigt werden oder ich vor einem ziemlich ungesundenen Urin sitzen muss.

Man darf in Norwegen, habe ich den Eindruck, keine Paranoia oder Angst auf HIV haben, hab ich den Eindruck. Schon komisch. Angst haben ist in diesem Land sowieso fast "verboten" Die muss man so gut es geht "verbergen"

Sonst fühle ich mich da immer gut behandelt und gehe mit einem inneren Lächeln aus der Praxis raus!

Neugeboren 2010 im *AR

http://loevelarsen12.123hjemmeside.no/386431936
30.05.14, 07:29:12
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MadActress
(hat keinen Plan)

Bei meinem Hausarzt ist das immer ganz entspannt: die Sprechstundenhilfen haben alles im Griff, alle geht fix, man wartet nie lange, wenn man es gut organisiert hat. Kenne ich so auch von anderen Ärzten - einer der Vorteile des Landlebens will ich annehmen. Komischerweise hatte ich auch bei meinen beiden Klinikaufenthalten in den letzten Jahren immer ein Einzelzimmer - Fügung? Jedenfalls sehr angenehm.

Spannend die beiden Diagnosetermine bei der Autismusambulanz der FU Berlin. Sehr, sehr entspannt. Ein saugutes Gefühl, zu merken dass man nichts erklären muss. War streckenweise den Tränen nahe, weil das so angenehm war. Niemand, der mir die Hand geben will. Niemand, den man ansehen soll. Keinen stört es wenn man Fragen nicht beantwortet, weil man gerade keine Antwort hat. Das war wirklich sehr besonders.

Wahrlich, nach der Erschwernis kommt die Erleichterung [Koran 94,6]
17.08.14, 21:54:15
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NA66Love
(Standard)

Ich muss beim Arzt oft eine Nuetzlichkeit im Wartezimmer darstellen, was mich etwas iritiert und mit mind. einem Patienten da "verbunden" sein, der Arzt isr voll nett, ich gehe immer nur zu ihm oder zum aerztlichen Notdienst, da muss man weniger sosial sein im Wartezimmer!
07.06.16, 19:12:21
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Prometheus
(Autistische Entität )

Vor drei Jahren war ich wegen eines Unterarmbruchs in unserem städtischen Krankenhaus, wo ich wahrscheinlich die
schlimmste ärztliche Behandlung meines gesamten Lebens erdulden musste. Allein die örtliche Betäubung war der pure Horror, ich sagte der Krankenschwester noch, dass sie bitte vorsichtig mit der Spritze sein soll, weil ich an der Stelle sowieso überempfindlich bin, seit ich mich als kleines Kind dort verbrühte. Sie rammte die Spritze dermaßen heftig in meinen Arm, das ich kurz ohnmächtig wurde. Nach der OP wurde es nicht besser, im Gegenteil. Es stellte sich nämlich heraus, dass ich gegen deren penetrant stinkendes Desinfektionsmittel allergisch war und mein gesamter Arm bis zur
Unbeweglichkeit geschwollen war und violett anlief. Im grellen Flurlicht der Krankenhauses, das trotz mehrmaligem bitten anblieb, verbrachte ich zwei schlaflose Nächte dort, bis ich endlich nach hause gehen durfte. Von der OP selbst habe ich eine hässliche Narbe am Arm zurückbehalten, die mich schmerzvoll an diesen Krankenhausaufenthalt erinnern wird.
01.08.17, 17:22:27
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