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Autor Nachricht
anne1
(Standard)

Gut, dann anders:
ich habe das Recht, mit meiner eigenen Gesundheit fahrlässig umzugehen.
Ich habe das Recht, zu rauchen. Ich habe das Recht, zu saufen. Ich habe das Recht, im Winter leicht bekleidet draußen rumzulaufen.

Außerdem habe ich das Recht, medizinische Maßnahmen an mir selbst zu verweigern. Ich habe das Recht, nicht zum Arzt zu gehen, wenn ich krank bin. Auch, wenn andere das unvernünftig finden.

Soviel zum juristischen Stand der Dinge.

Zweitens sind Ärzte keine Übermenschen, und Medizin ist keine Geheimwissenschaft.
Ich kann mich selbst informieren, indem ich zb die Beipackzettel lese, ich kann meine Erkenntnisse mit dem Arzt besprechen, ich kann eine zweite Meinung einholen, ich kann mir einen Heilpraktiker suchen.

Wenn ich mir verordnete Medikamente weglasse, trage ich das Risiko selbst, ebenso, wie ich es trage, wenn ich sie einnehme. Es geht um Meine Gesundheit, und ich muß mit den Folgen leben, im einen wie im anderen Falle gleichermaßen.
viele Grüße, anne
23.11.09, 15:23:01
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haggard
(Autistenbereich)

hier befindet sich eine interessante beschreibung. vor allem die reaktion der ärztin.

@zoccoly:
wenn man die ehre der mediziner angreift, findet man vielleicht keinen geeigneten arzt? selbst wenn man gar nicht die absicht besitzt, die ehre/das wissen anzugreifen.


sind die wirkungen paradox, oder sind es (auch) womöglich seltene nebenwirkungen, die so selten sind, dass sie nicht extra aufgeführt sind und von der oberflächlichen betrachtung her, nicht schwerwiegend wären?
23.11.09, 15:24:44
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Primel
(Autistenbereich)

@anne1
nicht jeder hat das Recht mit seiner Gesundheit umzugehen wie er will.
Einige Betroffene haben gesetzliche Betreuer. Gesetzliche Betreuer haben z.B. die Gewalt ihre Betreuten in Kliniken einzuweisen zu lassen. Spätestens dort ist es nahezu unmöglich Medikamenteneinnahmen abzulehnen. Schlimmstenfalls lassen sich die Ärzte dort per Gerichtsbeschluss Zwangsmedikationen legalisieren. Dabei ist es bedauerlicherweise gängige Praxis dass Richter die Beschlüsse unterschreiben ohne vorher den Betroffenen gesehen oder mit ihm gesprochen zu haben.
Wenn es dem Betroffenen nach Einnahme der verordneten Medikamente deutlich schlechter geht weigern sich die meisten Ärzte die Einnahme als Fehler einzugestehen sondern nutzen dies als Grund für eine Höherdosierung oder ein Zusatzmedikament.
23.11.09, 21:22:28
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Gabi
(Angehörigenbereich)

@Primel genau das problem liegt bei uns vor und wenn ich mich weigere mit den Behörden zusammen zu arbeiten dann laufe ich Gefahr die Betreuung entzogen zu bekommen ! was aber kann denn um gottes Willen einen Arzt dazu bringen höher zu dosieren von dem was einem Menschen quält und nicht hilft ? L.g.gabi

Wenn du zur Welt kommst und geliebt wirst und geliebt wirst wenn du sie wieder verlässt ,dann ist alles in Ordnung - mit allem was dir dazwischen passiert kannst du dann fertig werden. M.J.Jackson
23.11.09, 22:02:28
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anne1
(Standard)

Hallo, Gabi,
ich finde die Idee von drvaust gut, einen Autismus-Experten aufzusuchen,
vielleicht sogar eine möglichst weit entfernt lebende Kapazität,
ich weiß nicht, wo Du wohnst, vielleicht jemanden aus Österreich oder einem fernen Bundesland.
viele Grüße, anne
24.11.09, 11:49:21
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Die Betreuung kann nur das Gericht entziehen und dafür muß es dann normalerweise Gründe geben. Wenn die Gegenseite sich argumentativ wehrt muß das Gericht sich ja damit auseinandersetzen und du hast doch offenbar ziemlich eindeutig die Resultate deines Vorgehens auf deiner Seite, da er nun weniger aggressiv ist.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
24.11.09, 15:10:18
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Gabi
(Angehörigenbereich)

Ja 55555 erst gestern und heute war wieder so ein Vorfall Norman reagiert einfach super und er war supersauer aber da ist eine Grenze die er nicht mehr überschreiet wo es früher kein Halten gab . Er merkt auch wenn es ihm schlecht geht und zieht sich dann sofort zurück seine Stimmungen schwanken noch immer recht schnell ich habe ja auuch nur vorsichtig minimale Veränderungen vorgenommen so dass ich sie hätte auch gleich wieder zusetzen können wenn er es nicht verträgt.Hat er aber und das erstaunlich gut keine Entzugserscheinungen und jetzt bleibt das auch so .Aber ich habe Angst dass er mal ausser Kontrolle kommt obwohl schon lange nicht mehr geschehen und ich habe das Gefühl dass nur auf so etwas gewartet wird .Er fängt an zu begreifen das er sich selber schadet wenn er Dinge zerstört ich kann es ihm klar machen wenn er etwas tut was andere nicht wollen dass andere dann etwas tun werden was ER nicht will und er beginnt zu begreifen aber er steht immer noch zu sehr unter diesem Einfluss das merke ich er fällt von einem Extrem ins andere von Himmelhoch jauchzend zu tode betrübt und ich mache mir noch immer viele Sorgen traue mir jetzt aber nicht ohne Hilfe des Arztes weiterhin abzusetzen weil auf seiner Arbeit schon von Hyperaktivität gesprochen wird und dass ich gefährliche Experimente machen soll -bis jetzt ist alles vom Arzt abgesegnet und trotzdem wird schon so geredet und es fällt nichts vor was es früher nicht auch schon gab -nur eben extremer aber heute wird es schlimmer bewertet in dem Wissen das ich getan habe was ich getan habe !
Die besprechung heute war ja ausgefallen weil der Chef dort der anwesend sein musstee krank geworden ist wird aber nachgeholt ! Gott schütze uns davor dass Norman entgleist -wie schon erwähnt es hängt ein damoklesschwert über uns und wenn es so dargestellt wird dass Norman eine Gefahr für die Öffentlichkeit ist dann haben wir ein echtes Problem ! L.G.Gabi

Wenn du zur Welt kommst und geliebt wirst und geliebt wirst wenn du sie wieder verlässt ,dann ist alles in Ordnung - mit allem was dir dazwischen passiert kannst du dann fertig werden. M.J.Jackson
25.11.09, 00:02:12
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Primel
(Autistenbereich)

@Gabi:
Wenn der Arzt damit einverstanden ist, dass die Medikamente reduziert wurden wäre es unlogisch wenn das Gericht dir deswegen die Betreuung entziehen würde. Du hast dich doch an die Richtlinien des behandelnden Arztes gehalten und die Reduktion mit ihm besprochen und er war einverstanden.
Vielleicht ist es gut wenn du eine Liste mit positiven Veränderungen seit der Reduktion machst damit du Belege in der Besprechung hast.
25.11.09, 00:35:40
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Gabi
(Angehörigenbereich)

geändert von: Gabi - 25.11.09, 08:25:32

ja Primel ich führe auch jeden Tag eine Dokumentation das wurde mir hier im Forum schon vor Monaten geraten . Es wird genau alles dort vermerkt so dass man das auch nachvollziehen kann . Sollte aber norman doch wieder aus welchen Gründen auch immer ausser Kontolle kommen dann weiß ich nicht wie das enden wird in den letzten beiden Tagen ist seine Geduld mal wieder auf eine harte Probe gestellt worden und es gab mal wieder eine Aprupte Veränderung in seinem Leben was er schwer verkraftet und ich stehe dann immer Höllenängste durch aber ich kann stolz sein auf ihn er hat es gut gepackt obwohl er zeitweise sehr wütend war .Ich weiß nicht wenn er ständig so herausgefordert wird ob er das schon schaffen kann ? Die Hintergründe sehe ja nur ich andere nehmen das nicht so für voll und sagen dann dass er eben einfach so ist und seine Medis eben nehmen muss und wird er nach PsychKG wieder eingewiesen so kann ich mich auch als Betreuer kaum dagegen wehren muss es mitmachen und dann wird wieder aufdosiert. aber direkt nochmal eine Liste machen ist eine gute Idee weil wenn man da alleine sitzt und etliche Leute um dich herum sind die du überzeugen musst allein gegen alle da ist so ein Spieker schon nützlich ich komm nähmlich schnell aus dem Konzept dann und die doku ist schon ziehmlich umfangreich da musst du erst ewig suchen dazu hast du dann keine Zeit danke werde ich machen ! L.G.Gabi

Wenn du zur Welt kommst und geliebt wirst und geliebt wirst wenn du sie wieder verlässt ,dann ist alles in Ordnung - mit allem was dir dazwischen passiert kannst du dann fertig werden. M.J.Jackson
25.11.09, 08:18:17
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Quadriga
(Irrgeleitetes Subjekt)

Zitat:
sind die wirkungen paradox, oder sind es (auch) womöglich seltene nebenwirkungen, die so selten sind, dass sie nicht extra aufgeführt sind und von der oberflächlichen betrachtung her, nicht schwerwiegend wären?


Wenn die Wirkung genau das verursacht, wogegen man mit dem Medikament versucht anzukämpfen, ist es meiner Meinung nach paradox.
Bzgl Gabis Fall scheint das auch gegeben zu sein. Ähnlich verhält es sich bei Schmerzmitteln (Quelle). Der exzessive/dauerhafte Konsum von Schmerzmitteln verursacht Kopfschmerzen, welches man durch eine höhere Dosierung der Schmerzmittel zwar kurzfristig bekämpfen kann, doch an sich keine Lösung darstellt. Die einzige Lösung ist das Absetzen oder eine langsame Reduktion des Medikaments.

Solange Norman nicht aggressiver als unter der Höchstdosierung wird, kann man wohl auch von einer Besserung sprechen. Sofern man das beweisen/belegen kann, sollte das gerichtlich auch standhalten können.

I'm only a unidentifiable broken piece of myself.

-

[Aufgrund eines Kniggeverfahrens zu dauerhafter Sperrung nach Nutzerabstimmung verurteilt, gesperrt, auf Bewährung nach Nutzerentscheid wieder freigeschaltet und nach einem weiterem Regelverstoß nach Verständigung in einem Kniggeverfahren dauerhaft gesperrt, mfg [55555]]
29.11.09, 05:47:45
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Mama
(stillgelegt)

Mein Sohn hat auch fünf Jahre Medikamente einnehmen "müssen". Sobald er diese nahm, war sein Wesen ganz anders: still, ängstlich, monoton, er wollte nichts essen, wirkte blass. Wenn die Wirkung der Medikamente abnahm, explodierte er. Er bekam Wutanfälle und "Fressattacken". Ich hatte kein gutes Gefühl bei dieser Medikation. Ich habe dies geäussert und bekam zur Antwort, es wäre von mir unverantwortlich meinem Kind etwas zu verweigern, was ihm hilft, nur weil ich ein Problem mit der Veränderung hätte. Also gab ich ihm (weil ich verunsichert war) diese Medikamente weiter. Mein Sohn wirkte von Tag zu Tag depressiver, nahm immer mehr ab, lachte nicht mehr. Er wollte diese Medikamente auch nicht nehmen. Nach fünf Jahren (Mike war mittlerweile untergewichtig; Lehrer hatten Angst, er könne sich etwas antun) habe ich einfach so die Medikamente abgesetzt. Und nun kann er wieder lachen, ist ein kleines "Moppelchen" und ist von morgens bis abends so wie ich ihn kenne.
Das Paradoxe hierbei ist, das mir gesagt wurde das Medikament würde ihm helfen; er selbst dies aber immer abstritt.
Und tatsächlich hat ihm dieses Medikament ja auch geschadet.

[Wegen diversen Regelverstößen und Vandalismus einschließlich Mißbrauch des Gastzugangs bei bereits früher vorgekommener Sperrung bis auf Weiteres gesperrt, mfg [55555]]
03.12.09, 09:35:34
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RasCherie
(Nur rote Bereiche)

Ich sterb fast an Lactose freier Milch! Wer mir ein Placebo verpassen wolle (Milchhaltig, Lactosefreie Milch?, wenn dieser glauben würde, meine Allergie ist nur Einbildung, der bringt mich um... ;=)


LG
RasCherie
05.11.17, 07:14:26
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