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Autor Nachricht
zoccoly
(Autistenbereich)

Zitat von horrorvren:

Wie würde denn "differenzierter unterricht" aussehen im gegensatz zu normalem unterricht? Das würde mich ehrlich interessieren.


per PN siehe Threadthema

stillgelegt
28.05.10, 15:31:40
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Fundevogel
(Angehörigenbereich)

Wie wäre es mit einem Kombinationsangebot im Rahmen eines Modellversuchs?
http://bildungsklick.de/pm/72137/modellversuch-flexible-grundschule-startet-zum-schuljahr-2010-2011/

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (Johannes 8.12).
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. (Markus 4.21) (Lukas 8.16)
28.05.10, 21:46:29
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freabe
(Standard)

hallo fundevogel

ich hab da mal nachgelesen und bin alles andere als begeistert

zitat:


In der Stiftung beteiligen sich 138 namhafte Wirtschaftsunternehmen und das Bayerische Kultusministerium. Diese Form der Private-Public-Partnership ist innerhalb Deutschlands einzigartig. Ca. 12,5 Millionen Euro hat diese erfolgreiche strategische Kooperation von Unternehmen und Staat seit ihrer Gründung in pädagogische Projekte investiert



was soll das werden?
staatliche privatschulen?
außschließlich wirtschftsorientiert,humankapitalmäßig?

ansonsten steht ja seitlich dann die kritik der grünen,die zutreffend ist.

angemahnt ist deutschland ja von munoz seid 2006,das stark exklusive bildungssystem zu überdenken,bissl spät also jetzt mit privaten spenden einen modellversuch zu starten,der zwar irgendwie sowas drinn hat,wie es gefordert ist,aber inhaltlich ,jedenfalls im artikel völlig schwammig ist.

aber um so deutlicher wird hier,das das deutsche bildungswesen bankrott ist

darum,um auf den hausunterricht zurückzukommen,sehe ich im hausunterricht eine gute chance mit enagement von eltern den staat zu entlasten und das system zu entzerren.

wenn der sparkurs noch intensiver wird,rückt die inklusive bildung noch ein stück weiter weg
reformen in die richtige richtung werden noch utopischer

bevor ich mich verzettele noch kurz den ansatzpunkt privatisierung der krankenhäuser,die werden immer ärmer,haben immer weniger personal,immer schlechtere versorgung,jedenfalls für kassenpatienten
so wird das dann an den privaten staatsschulen auch.

darum,der schulzwang muß weg und eltern sollen die möglichkeit haben unbürokratisch eigeninitiativ werden zu können.

das schafft dann auch konkurenzdruck,wenn eltern und kinder nicht mehr gezwungen werden können,die desolaten einrichtungen zu besuchen,kommt die politik vielleicht doch noch mal auf die idee,die staatlichen schulen ordentlich zu reformieren

liebe grüße
29.05.10, 06:17:02
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Fundevogel
(Angehörigenbereich)

freabe: Wie du schon richtig fest stellst, sind die öffentlichen Haushalte bankrott. Stiftungen des öffentlichen Rechts oder Bürgerstiftungen stellen in bestimmten Bereichen bereits eine längere Zeit sicher, dass die Qualität an öffentlichen Schulen durch Bezuschussung einigermaßen gewährleistet werden kann.

Ob die Finanzierung und damit massive Beeinflussung des Schulsystems durch Firmen oder Gesellschaften bis hin zur Drittmitteleinwerbung an Hochschulen, die die Freiheit von Forschung und Lehre sehr fragwürdig erscheinen lassen, noch aufzuhalten ist, wage ich zu bezweifeln, da z.B. auf politischer Ebene seit Jahren Wirtschaftsmanager maßgeblich bei der Erstellung von Gesetzesvorlagen mitwirken.

Wenn also Schule daraufhin ausgerichtet wird, dass später eine "nahtlose" Verwendung eines Schülers im Wirtschaftssystem erfolgen kann; wer von den Normengebern würde ein Interesse der Eltern an einer individuellen Beschulung zu Hause bei der Erstellung einer Rechtsnorm unterstützen wollen und warum?

Es könnte durchaus sein, dass ein durch reine Hausbeschulung ausgebildeter Jugendlicher nicht für teamfähig gehalten würde oder

dass durch das Entziehen der ständigen Beobachtung ein Schüler im System chancenlos bleibt (zu individualistisch?!).

Andererseits könnte früh eine besondere Begabung ausgebaut und ein entsprechender späterer Arbeitsplatz zugeschneidert werden.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ein Schul-/Erziehungssystem, welches lernwillige Menschen in ihrer Entwicklung behindert, auf jeden Fall überdacht bzw. nach breiter gefächerten Möglichkeiten gesucht werden muss.


Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (Johannes 8.12).
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29.05.10, 10:57:33
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

ICh möchte noch anmerken, daß eine "Gesamtschule" in Deutschland allgemein eine Schule ist, die Haupt- und Realschule, sowie die gymnasiale Oberstufe vereint.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
29.05.10, 11:57:11
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haggard
(Autistenbereich)

geändert von: haggard - 30.05.12, 00:42:35

@freabe:
wenn du schreibst, durch privatisierung würden krankenhäuser ärmer etc., wäre es "nett", wenn du auch noch gründe diesbezüglich anbringen würdest, als irgendwie panik zu machen. mein persönlicher eindruck.
krankenhäuser im allgemeinen können ganz gut verdienen. und wer nach geld giert, wird zusehen, wie er mehr gewinn mit möglichst geringen ausgaben erzielen kann - und menschen kosten halt doch noch ein wenig.
es ist ein komplexes thema mit unterschiedlichsten vernetzungen.
29.05.10, 13:13:35
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freabe
(Standard)

@azrael

ich weiß beim besten willen nicht,warum die krankenhäuser dann ärmer werden und es liegt mir fern panik zu verbreiten

ich weiß auch nicht ob das was mit gier zu tun hat
und es ist ein komplexes thema,das ich aus meinem subjektiven erleben definiere
woanders ist es sicherlich anders
bei uns vor ort ist es superschlimm
unser krankenhaus entläßt krankenschwestern und stellt unausgebildetes personal ein
das ganze krankenhaus ist aber in den letzten sagen wir mal 4 jahren rundumsaniert worden und lauter neue baukomplexe sind hinzu gekommen,jetzt schreiben sie rote zahlen

vor ort haben irgendwelche politiker mit banken ein altenheim ruiniert,wo die ganzen alten ihr lange erspartes geld verloren haben,gerichtsverfahren anhängig

der bürgermeister hat einen riesen schuldenberg angehäuft,und hat jetzt das erste mißtrauensvotum ,weil er sich trotz der massiven kriese ein dienstfahrzeug für 100.000 euro anschaffen wollte,was von stadtrat abgelehnt wurde

ich will keine panik machen,aber es stimmt,ich sehs alles sehr selektiv und qualme in einem fort wie ein kreischender dampfkessel,sorry

außerdem sollen zum sparen kindergartengruppen geschlossen,die kleingruppen haben,unter anderem waldgruppe wo söhnlein verweilen soll

wie geschrieben,ich komme mir vor als müßte ich dauerdampfblasen
naja

ich denk was demnächst mit steuergeldern finanziert wird ist unklar und ich würde jetzt nicht zwingend arbeiten gehen mit bildung in einen topf werfen.

aber die frage ist ja ,so wie ich es verstehe, wenn sich welche sozusagen den luxus leisten,hausbeschult zu werden,was ist dann mit den anderen

da kann ich auch nur meine eigene interpretation von hausbeschulung nehmen.
privatschulen werden ja schon weniger bezuschußt als staatsschule
ich würde jetzt mal einfach davon ausgehen,das hausunterricht auch weniger bezuschußt wird,.

ich setlle mir ja dann vor ,das sich eltern ohne den bürokratischen schwanz zusammenfinden können,initiativen gründen(geht ja bei kindergärten auch)zusammenschmeißen und weitaus effektiver das geld verwerten können,was zur verfügung steht,aufgrund der überschaubarkeit.


fundevogel hat geschrieben:

[Wenn also Schule daraufhin ausgerichtet wird, dass später eine "nahtlose" Verwendung eines Schülers im Wirtschaftssystem erfolgen kann; wer von den Normengebern würde ein Interesse der Eltern an einer individuellen Beschulung zu Hause bei der Erstellung einer Rechtsnorm unterstützen wollen und warum?]

weil sie nicht nur den von dir erwähnten auftrag haben,würde ich jetzt mal sagen

liebe grüße
29.05.10, 15:16:19
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Fundevogel
(Angehörigenbereich)

freabe: Meinst du den Bildungsauftrag?

Zitat WELT online:
"Der Typus Berufpolitiker setzt sich immer stärker durch. 350 der 622 Abgeordneten gaben nach Angaben des Bundeswahlleiters bei der Frage nach ihrem Beruf an, sie seien Mandatsträger. Die größte Gruppe eines Ausbildungsberufes stellen mit 98 Rechtsanwälte und Juristen. Es folgen Ingenieure (39), Volks- und Betriebswirte (37) und Lehrer (27). Im neuen Bundestag sitzen auch drei Seelsorger und eine Konzertpianistin."

Tatsache ist, dass die Normen maßgeblich von Vertretern des sogenannten Bildungsbürgertums gestaltet und beschlossen werden, die diesen Auftrag kennen und ihn zu ihrer persönlichen Weiterbildung nutzten. Wenn die Abgeordneten diesen Bildungsauftrag nun dahin lenken, dass die Firmen, Gesellschaften und Banken, von denen sie vielleicht sogar für ihr Mandat freigestellt wurden, Bildung mitgestalten sollen, dann ist die Frage gestattet: Warum tun sie dies wohl? Aus lauter Lauterkeit?

Damit ein wichtiges Rechtsgut wie das "Recht auf Bildung" nicht zur "Pflicht zur gelenkten Wissensansammlung" verkommt, sollten die demokratischen Mittel wie eine Petition genutzt werden, um Mißstände aufzuzeigen und Änderungen herbei zu führen.

Dieses Recht ist jedem gegeben. Dazu gehört nach meinem Dafürhalten das Recht, eine Bildung zu erlangen und dies von zu Hause können zu dürfen, aber auch das Recht, durch Kontakt mit Menschen, die anders als die meisten sind, zu lernen, wie man sich selbst zu einem liebe- und rücksichtsvollen Menschen ausbilden kann.

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (Johannes 8.12).
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. (Markus 4.21) (Lukas 8.16)
29.05.10, 22:00:32
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freabe
(Standard)

fundevogel hat geschrieben:



aber auch das Recht, durch Kontakt mit Menschen, die anders als die meisten sind, zu lernen, wie man sich selbst zu einem liebe- und rücksichtsvollen Menschen ausbilden kann.


nach dem pisa schock hat deutschland ja reformen konstruiert,um die ergebnisse in zukunft zu verbessern.

in erster linie waren das sprachstandtests
nächstes kriterium das weitestgehende abschaffen der zurückstellung von schulpflichtigen kindern

in nächster instanz mehr diagnostik

hinsichtlich der zurückstellungen war eigentlich auch geplant ,flächendeckend das zu machen,was jetzt nach jahren mal als modell angeboten wird,flexible grundschulklassen,die auch unreife kinder inklusiv beschulen.(wie in deinem link)

dabei rausgekomen ist

kaum oder selten inklusive grundschulklassen
selektion von unreifen in kindern in förderschulen,weil sie nicht zurückgestellt werden

interdiziplinäre diagnostik zum feststellen von förderbdarfen,mit wartezeiten bis zu einem jahr,mit diagnostik die sich monate hinziehen kann,bis sie abgeschlossen ist.
und nicht zu vergessen ,in dem bereich siedelt sich dann noch interdisziplinäre frühförderung an,was vorraussetzen würde das eine wohnortnahe interdisziplinare frühförderstelle erreicht werden kann,die keineswegs flächendeckend vorhanden sind ,außerdem massive schwierigkeiten ,individuelle und keine komplexleistung zur förderung zu bekommen.

was also bei den pisa reformen rausgekommen ist,ist eine deutliche verschlechterung an fördermaßnahmen,weil das prozedere zur beantragung und kostenübernahme ein bürokratischer molloch geworden ist.

das noch frühere aussondern von kindern in förderschulen,weil nur ein teil des planes durchgestzt worden ist ,die erschwerung der zurückstellung ohne inklusive grundschulklassen.

das modell was du vorgestellt hast müßte es schon genausolange geben,und zwar flächendeckend,wie die reduzierung der zurückstellungen,so hat sich statistisch zwar die schülerzahl verringert,jedoch die zahl der förderschüler hat zugenommen

von dem oben genannten ziel sind wir also weiter entfernt als je zuvor


dazu kommt ja dann noch der paradigmenwechsel hinsichtlich der inklusiven pädagogik

inklusive pädagogik würde bedeuten,sonderpädagogische begutachtungen abzuschaffen,die mometan dazu genutz werden deffiziet orientiert ein paar stunden förderung zu genehmigen

erforderlich wäre ja ein pädagogisches angebot,das nicht defiziet orientiert arbeitet sonder sich an den stärken der kinder orientiert und da ansetzt..................

davon sind wir lichtjahre entfernt und wir entfernen uns stetig weiter,auch wenn im gesetzestext was anderes drinne steht


@Zocoli

ich würde das konzept auch gerne kennenlernen
30.05.10, 06:36:36
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