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Autor Nachricht
mor
(Autistenbereich)

Zitat von 55555:
Wenn ein Hund und eine Katze zusammen aufwachsen vertragen sie sich wohl auch oft dauerhaft.
Jo. Das kenne ich auch Erfahrung. Ist zwar offtopic, aber hoffe, kurz. Junge Hündin und junger Kater -> Hündin hat den Kater „adoptiert“ und lies ihn saugen, obwohl sie nix zum Säugen hatte.

Zum Thema selbst:

ich bin auch mit meinem Brüdern aufgewachsen und habe viel von ihnen abgeschaut.Ob sie was von mir abgeschaut haben, das weiß ich nicht.

Jedenfalls hat es mich mal überrascht, als ich mal einen Bericht über mich las, wo ich mal angegeben hätte (da wo ich es angegeben hatte, war ich noch jünger, also zu der Zeit, als ichs angegeben hatte), ich würde meine Brüder nicht mögen. Oo

So sehe ich, wie sich Menschen mit der Zeit ändern und verändern. Und das Älter zwischen mir un meinen Brüdern war so ca 2-3 Jahre Unterschied. Mit dem Jüngerem find eich, verstehe ich mich aber besser und eventuell früher auch, als mit meinem Älterem.
08.04.11, 17:52:26
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schneeweiß
(Angehörigenbereich)

Zitat von 55555:
Das ist ja fast schon makaber: Ein Autist lernt vom NA sich zu wehren und der NA lernt vom Autisten Rücksichtnahme?

Mein A-Sohn lernte durch seinen NA-Bruder, wie sich NA-Kinder verhalten. Er war später in einer größeren Kindergruppe nicht überrascht, dass sich NA z.B. ungefragt in seine Spiele einmischten, ihm Spielzeug wegnahmen oder ihn auch mal neckten. Er war dann auch in der Lage, diesen Kindern seine Grenzen aufzuzeigen, obwohl er nicht viel sprach.
Mein NA-Sohn lernte nicht von sondern durch seinen Bruder Rücksichtnahme. Er lernte z.B. auf dessen nonverbale Signale zu achten, seine Grenzen zu respektieren, auch wenn er nicht vestand, weshalb diese existieren.

Zitat:
Wieso erscheint es so, daß der Autist "sehr" vom NA profitierte und das andersherum offenbar nicht gesehen wird?

Das hat nicht unbedingt was mit Autist und NA zu tun. Das jüngere Geschwister profitiert in der Regel mehr vom älteren als umgekehrt. Mein NA-Sohn kam ganz von allein gut in einer Gruppe von NA-Kindern zurecht, während mein A-Sohn diese Fähigkeit zu einem guten Teil seinem Bruder zu verdanken hatte. Dadurch hatte mein A-Sohn praktisch nicht unter Mobbing zu leiden, was (soweit ich weiß) ansonsten für viele autistische Kinder, die sich in NA-Gruppen bewegen müssen, ein Problem ist.
09.04.11, 13:00:42
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zoccoly
(Autistenbereich)

Meine beiden älteren Geschwister sind NA.
Ich weiß nicht, ob ich von ihnen unbewusst etwas gelernt habe.
Vielleicht weil ich die Jüngste war, wollte ich Zugang zu ihnen gewinnen. Es gelang mir nicht.
Von mir haben sie bestimmt nichts gelernt.
Wir sind uns immer fremd geblieben.

stillgelegt
09.04.11, 13:35:44
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Antika
(Autistenbereich)

Das ist bei mir auch nicht anders. Ich habe noch drei ältere NA Geschwister, aber wir sind uns auch bis heute fremd geblieben. Ich habe schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihnen.

"Das, was du tust, schreit so laut, dass ich nicht hören kann, was du sagst."

(Sprichwort aus Mosambik)
--------------------------------

"Die Erinnerungen verschönern das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich."
(Zitat von Honoré de Balzac)
09.04.11, 20:52:53
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Perunica
(Nur rote Bereiche)

Ich habe drei NA-Geschwister, eine Schwester und zwei Brüder.
Richtig gut verstanden habe ich mich nur mit einem von meinen Brüdern.
Der ist aber leider gestorben. Die beiden anderen sind mir eher fremd.
Gelernt habe ich von meinen Geschwistern nichts.
Eher war es umgekehrt, ich habe ihnen bei den Hausaufgaben geholfen.

Ich habe zwei Söhne.
Der Große ist A, der Kleine NA.
Beide sind nun erwachsen und wohnen noch zu Hause.
Sie haben sich meist gut verstanden.
Da sie getrennte Kinderzimmer haben, hatte der A-Sohn auch immer Rückzugsmöglichkeiten.
Und der NA-Sohn konnte seine Freunde mit in sein Zimmer nehmen u. hatte dadurch Spielkameraden.
08.07.13, 15:26:26
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starke Dame
(Angehörigenbereich)

Hallo,

bis jetzt verläuft das Aufwachsen meiner Kinder doch mit genügend Abstand zueinander.

Um mehr Privatsphäre zu ermöglichen, sind wir umgezogen. Da zeigt sich, dass der Autist doch toleranter ist als der Nichtautist, falls der Nichtautist dies auch 100%ig ist, ist ja auch nicht so wichtig.

Doch klar ist, gemeinsames Spiel findet nur im Kinderzimmer des Autisten statt, Grenzen austesten, finden gemeinsam im anderen Zimmer statt, einfache Dinge wie die Schlafenszeit werden dann von beiden Kindern im anderen Zimmer mit uns Eltern ausgetragen.

Keine Ahnung warum sie es machen, doch aktuell läuft es so.
Nach meinen Beobachten lernen sie voneinander und sorgen auch selbstständig dafür, dass persönliche Grenzen eingehalten werden.
04.08.13, 10:34:37
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Und er schmeißt dann auch aus seinem Zimmer raus, wenn es ihm zuviel wird?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
05.08.13, 09:22:39
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starke Dame
(Angehörigenbereich)

ja, er macht auch die Tür zu wenn er alleine sein will.

Klopft man an, sagt er entweder herein - oder sagt, geh weg, dann muss man halt draußen bleiben.



Naja, wobei er öfters mich rausschmeißt als seine Schwester, die zwei kommen beim Spiel untereinander gut klar, wenn ich dann mit Aufräumaktionen komme, wird mir eher entgegen geschmettert, raus mit dir - geh in die Küche. Tja, dann wird ein ander mal aufgeräumt.

05.08.13, 20:35:58
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