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Thema: Studien: Wenn Kindergartenkinder Schulaufgaben korrekter beantworten als Grundschüler (http://autismus.ra.unen.de/topic.php?id=6309)


Geschrieben von: 55555 am: 21.11.13, 09:38:40
Zitat:
«Ein Hirte hat 125 Schafe und 5 Hunde. Wie alt ist er?» Doch die Kinder fanden einen eleganten Ausweg, wie der Lösungsweg eines Viertklässlers zeigt: «125 und 5 ist 130, das ist ein bisschen zu gross, und 125 weg 5 ist 120, das ist immer noch zu gross, aber 125 durch 5 geht ...ich glaube, er ist 25 Jahre alt.»

Für Stella Baruk haben aber nicht die Kinder versagt, sondern der Unterricht, der es schaffe, intelligente und aufgeschlossene Schüler irreparabel zu schädigen und zu demoralisieren.

Dass die Fehler nicht einfach eine normale Folge der Entwicklung der Kinder sind, zeigt auch eine spätere deutsche Untersuchung: Vom Kindergarten bis in die 4. Klasse nahm der Anteil der Kinder, die sich zu sinnlosen Antworten auf die absurden Fragen hinreissen liessen, nämlich nicht etwa ab, sondern zu, von 10 auf 60 Prozent. Erst in der 5. Klasse sank er wieder.

Quelle


Geschrieben von: drvaust am: 21.11.13, 15:59:29
Da hat die Schule versagt. Die Kinder gehen davon aus, daß jede gestellte Aufgabe lösbar ist, man muß nur die Zahlen richtig einsetzen. Ein Nachdenken über die Aufgabenstellung ist nicht üblich.
Es scheint so, daß in den meisten Schulen der Lehrer einen Lösungsweg sagt, und dann wird dieser Lösungsweg, mit verschiedenen Zahlen, geübt, bis er auswendig gelernt ist. In der Klassenarbeit müssen dann nur noch die Zahlen wie gewohnt in den Lösungsweg eingesetzt werden. Anschließend kann das vergessen werden, weil geprüft und erledigt. Am Ende der Schule können die Schüler für alltägliche Aufgaben keinen Lösungsweg finden, weil sie die Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung nicht gelernt haben.


Geschrieben von: Perunica am: 21.11.13, 17:26:44
Die Fragestellung ist unlogisch und für Kinder nicht lösbar.
Ich kenne die Textaufgaben so, das z.B. berechnet werden soll, um wieviel Schafe sich ein Hund kümmern muss.


Geschrieben von: PvdL am: 21.11.13, 22:18:53
Ich kann mich noch gut erinnern, daß an meiner Schule eine Rechenaufgabe nicht gewertet wurde, wenn nicht der vom Lehrer vorgegebene Lösungsweg genommen wurde, selbst wenn das Ergebnis stimmte.


Geschrieben von: Perunica am: 21.11.13, 22:36:06
Ja, das kenne ich auch.
Nur der vorgegebene Lösungsweg war richtig. Und nur mit dem gab es volle Punktzahl.


Geschrieben von: Fundevogel am: 02.12.13, 00:56:59
Ich habe erlebt, dass Schüler humorvoll und einfallsreich auf solche Fragestellungen antworteten und dahingehend korrigiert wurden, dass eine Antwort erwartet würde wie: "Diese Aufgabe ist nicht zu lösen."
Sprachliche Phantasie gehört schließlich in den Deutsch-Unterricht;).