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Zimmerhofer: Es wäre auf jeden Fall ratsam, zukünftig mehr auf Auswahltests wie den TMS zu setzen, der ja schon an 17 Universitäten eingesetzt wird. Mit so einem speziellen Auswahltest kann man tolle Typen aufspüren, die zwar keine Spitzennoten, aber das Zeug zu einem guten Mediziner haben. Und das ist doch wohl das Entscheidende! Außerdem kann man mit besonderen Auswahlverfahren Abiturienten identifizieren, die Defizite in der sozialen Kompetenz haben und sowieso nicht richtig sind im Arztberuf. Verfahren, die auf solches achten sollen, müssen dann eher Assessment-Centern ähneln als Abiturprüfungen. Solche Tests funktionieren gut, sind aber sehr aufwendig in der Durchführung.
UniSPIEGEL: Kann denn ein Abiturient mit einer Note von 2,7 überhaupt ein Medizinprofi werden?
Zimmerhofer: Selbstverständlich! Studien haben zwar ergeben, dass Einser-Abiturienten zielstrebig sind und meist auch an der Uni gut abschneiden. Wir wissen aber, dass Menschen mit Abi-Noten um 2,3, die bei einem Auswahltest gut abschnitten, ähnliche Leistungen im Medizinstudium bringen - und später tolle Ärzte werden können. Wichtig ist nicht die Abiturnote. Wichtig ist die Eignung für ein Medizinstudium.