Zitat:
Noah Carl und Francesco C. Billari von der Oxford Universität haben erforscht, wie unser Vertrauen funktioniert und ihre Ergebnisse in der Studie "Generalized Trust and Intelligence in the United States" zusammengefasst. Veröffentlicht wurde die Studie im amerikanischen Wissenschaftsjournal PLOS ONE. Carl und Billari bedienten sich dabei unter anderem aus Daten der sozioökonomischen General Social Survey (GSS), die seit 1972 alle ein bis zwei Jahre das soziale Verhalten der US-Amerikaner untersucht.
Sie konnten dabei eine Verbindung zwischen Intelligenz und Vertrauen herstellen: "Intelligenz scheint etwas damit zu tun zu haben, ob wir anderen vertrauen", sagt Noah Carl. "Selbst wenn wir andere Faktoren wie Familienstand, Bildung oder Einkommen miteinbezogen haben."
[...]
Darüber hinaus wurde überprüft, wie gut die Testpersonen komplizierte Fragen verstehen. Wer bei dem Vokabeltest alle zehn Begriffe richtig definieren konnte, also zehn Punkte erzielte, hatte in der Regel auch ein gutes Verständnis für gestellte Fragen. Nur 36 Prozent derer, die beim ersten Test null Punkte erzielten, verstanden alle ihnen gestellten Fragen richtig.
Daraufhin wurden die Testpersonen befragt, ob sie der Meinung sind, dass man den meisten Menschen vertrauen könne, ob es "darauf ankomme", oder ob man gar nicht vorsichtig genug sein könne, was den Umgang mit anderen angehe.
Das Ergebnis: Probanden, die bei dem erwähnten Vokabeltest zehn Punkte erreichten, wählten zu 34 Prozent häufiger die erste Antwort, man könne den meisten Menschen "vertrauen".
[...]
Und hier könnte die Studie für die Politik interessant werden, wie Autor Billari findet: "Menschen, die anderen vertrauen, halten sich für glücklicher und gesünder. Das sind gute Gründe für die Politik, für religiöse Gruppen und andere Organisationen, das Vertrauen in die Gesellschaft zu kultivieren."
Er sagt: "Das soziale Vertrauen spielt eine zunehmend bedeutsame Rolle für Forscher, die die Ursachen für Gesundheit und Glück verstehen wollen."