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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Seit Jahren setzt die ESH sich dafür ein, daß Autisten nicht mehr gesellschaftlich ausgegrenzt werden, weil sie dafür fernschriftliche Kommunikation benötigen. Die Gruppe "Auticare" tourt nun offenbar seit einer Weile durch Veranstaltungen mit Autisten, die offenbar wenig Probleme damit haben an Vor-Ort-Veranstaltungen teilzunehmen. Dabei weist "Auticare" offenbar nicht darauf hin, daß Autisten, die fernschriftliche Kommunikation benötigen weiterhin ausgegrenzt werden und erzeugt so auf diesen Veranstaltungen vermutlich den Eindruck, daß Autisten generell an diesen Veranstaltungen teilnehmen und mitwirken können.

Fragt sich wie man die so entstehenden Schäden wieder sinnvoll beheben könnte?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
24.01.15, 20:26:42
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Nach etwas Überlegen sind wir der Ansicht, daß der aktuelle Vorfall so schwerwiegend ist, daß er hier genauer dargestellt werden muß.

Im Auftrag des Bundessozialministeriums wurde für den 22.1.2015 eine Veranstaltung organisiert, zu der auch wir eingeladen wurden. Daraufhin teilten wir der Organisation mit, daß und warum Vor-Ort-Veranstaltungen für uns nicht barrierefrei zugänglich sind. Also wurde in diesem Fall ein Onlineforum eingerichtet, damit ein Dialog mit uns im Rahmen des "Dialogforums "Mobilität und Engagement"" möglich wäre. Trotz Einladung an alle Teilnehmer der Veranstaltung nahm außer der ESH an diesem Onlineforum niemand teil - abgesehen von Auticare (erster Beitrag nach dem Veranstaltungsdatum). Somit war wahrscheinlich aufgrund dieser Ausgrenzung auch kaum möglich zu wissen, worum genau es auf der Veranstaltung ging und welchen Verlauf die Diskussionen nahmen.

In der Folge wird der komplette Verlauf von ESH und Auticare-Beiträgen im Onlineforum dieser quasi öffentlichen Veranstaltung domumentiert:
Für das erste Dialogforum "Mobilität und Engagement" schlagen wir die unten stehenden Diskussionspunkte vor. Alle Stichworte sind nur Beispiele für mögliche Diskussionsthemen. Die Themen können beliebig erweitert oder verworfen werden. Uns kommt es darauf an, die Debatte möglichst realistisch abzubilden.

Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!



Für das Oberthema Mobilität und Engagement schlagen wir folgende Diskussionspunkte vor:

Zugänge zum Engagement schaffen

(Stichworte: gesellschaftliche Mobilität und Teilhabe durch Ehrenamt und Engagement erhöhen, Engagementbegleitung für Menschen mit Behinderung [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff] und psychischer Beeinträchtigung, Abbau von Hürden in Kommunen, Verbänden und Organisationen, Qualifikation in der Engagementberatung, Freiwilligenmanagement in Organisationen)

Mobilität am Wohnort und im öffentlichen Raum

(Stichworte: Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude, Straßen, Wege und Plätze, Barrierefreiheit im öffentlichen Personenverkehr, KfZ-Hilfe, Finanzierung von Assistenzleistungen außerhalb des Arbeitslebens, moderne Technologien und digitale Lösungen als Mobilitätshilfen für hör-, seh- und sprachbehinderte Menschen, barrierefreies Internet, Projekte zur Verbesserung der Mobilität von Menschen mit Behinderung [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff] und psychischer Beeinträchtigung)

Barrierefreie Kommunikation

(Stichworte: Einsatz von Leichter Sprache und Deutscher Gebärdensprache, technische Kommunikationshilfen für hör-, seh- und sprachbehinderte Menschen, psychische und andere Barrieren)

Zitat:
gesellschaftliche Mobilität erhöhen

Was das im Zusammenhang mit Engagement meint, ist mir glaube ich nicht klar. Bildung als begünstigende Voraussetzung für gesellschaftlich und politisch gestaltendes Engagement?
Zitat:
Teilhabe durch Ehrenamt und Engagement erhöhen

In Bereich der Autisten ist die Ausgrenzung aus Entscheiderzirkeln ein deutliches Problem. Autisten stellen nach aktuellen Zahlen 1% der Bevölkerung dar, es ist aber völlig unklar wie Autisten z.B. ein Bundestagsmandat barrierefrei ausüben könnten, obwohl statistisch repräsentativ gesehen ungefähr ein halbes Dutzend Autisten vertreten sein müßten:

http://autisten.enthinderung.de/barrieren_gremienarbeit
Zitat:
Engagementbegleitung für Menschen mit Behinderung [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff] und psychischer Beeinträchtigung

Da wir Autisten vertreten, ist es nicht meine Aufgabe dazu etwas beizutragen.
Zitat:
Abbau von Hürden in Kommunen, Verbänden und Organisationen

In Bezug auf Autisten sind es ersteinmal überall weitgehend dieselben Barrieren, durch die die ausgrenzende Gesellschaft separiert. Zuallererst Kommunikationsbarrieren. Ich sehe weniger Probleme gegenüber der Verwaltung, die sich an gewisse Regeln zu halten hat. Ganz schlimm sind z.B. auch Wohlfahrtsverbände und dergleichen, die angeben für Behinderte zu sprechen.
Zitat:
Qualifikation in der Engagementberatung, Freiwilligenmanagement in Organisationen

Was das angeht müssen Autisten Wege finden gemäß autistischer Kultur soetwas zu organisieren. Soetwas entwickelt sich im wesentlichen erst mit der massenhaften Verbreitung des Internets. Nichtautistische Gruppenstrukturen scheinen teilweise grob ungeeignet zu sein und wir müssen uns ersteinmal selbst davon befreien. Leider arbeiten dem noch praktisch alle kolonialisierenden Mächte mit sehr viel Mitteln entgegen.

Es ist zu hoffen, daß dies vor einem jederzeit möglichen eugenischen Völkermord gegen Autisten gelingt, für den die juristischen Voraussetzungen bereits geschaffen sind.
Zitat:
Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude, Straßen, Wege und Plätze

Nach gleichberechtigter barrierefreier Kommunikationsmöglichkeit und Einbeziehung in alle gesellschaftlichen Abläufe ist auch dieser Punkt einer, in welchem Verbesserungen möglich sind. Hier ist auch bessere Zusammenarbeit mit anderen behinderten Minderheiten erforderlich. Es kann nicht sein, daß Blindenvertreter aus Machtwahrungsdenken lieber Autisten nicht gleichberechtigt einbeziehen, wenn es darum geht Elektroautos mit künstlichen Geräuschen zu versehen.

Da die Barrieren für Autisten nicht einfach zu verstehen sind, ist hier keine abschließende Erörterung angemessen, bis nicht tatsächlich eine relevante Diskussion zu diesem Punkt stattfindet. Wer es nachlesen will, findet dazu auf unserer derzeit lädierten Homepage genauere Informationen.
Zitat:
Einsatz von Leichter Sprache

Wir sehen die sogenannte Leichte Sprache eher kritisch in der heutigen Form. Die Worttrennungen z.B. sind künstlich geschaffene Hürden, die unnötig neue exklusierende Muster und Räume schaffen. Das könnte man alles besser machen.


Zitat:
Zitat:
Engagementbegleitung für Menschen mit Behinderung [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff] und psychischer Beeinträchtigung

Da wir Autisten vertreten, ist es nicht meine Aufgabe dazu etwas beizutragen.

Da sich hier niemand sonst beteiligte (eine weitere Gelegenheit also ohne jede Kommunikation mit anderen Vertretern) noch eine Erklärung zu meinem Kommentar oben.

Den Begriff "Menschen mit Behinderung [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff]" betrachten wir als diskriminierend, weil er sprachlich nicht vereinbar mit dem sozialen Behinderungsmodell ist. Ebenso ist der Begriff "psychische Beeinträchtigung" zumindest in Bezug auf Autisten nicht passend, da die Behinderung von Autisten darauf zurückgeht, daß wir anders veranlagt sind als die Bevölkerungsmehrheit und diese unsere Minderheitenbedürfnisse nicht berücksichtigt, indem wir aus Entscheiderkreisen exkludiert werden (sieht man hier ja auch wieder, es ist wichtig nicht nur Kommentare verfassen zu kommen, sondern Dialoge zu führen). Das ist keine Beeinträchtigung im Sinne einer Personeneigenschaft, wie es manchmal als Ersatz für das widerlegte medizinische Behinderungsmodell formuliert wird.

Mehr dazu: http://autisten.enthinderung.de/distanzierungen

Autisten sind in dem Dialogforum ausdrücklich willkommen und wir waren für Auticare auch vor Ort. Dort war nichts zu spüren von abwertendem Verhalten. Alle Beteiligten (Behinderte - wie auch immer man das definiert, Organisationen und Vertreter der Politik) haben auf angenehme Weise auf Augenhöhe diskutiert. Von daher kann von Ausschluss keine Rede sein. Viele haben sogar ein außerordentliches Interesse am Thema Autismus gezeigt und es wurde vor allem auch in den Pausen ausführlich über das Thema gesprochen

Zitat von ESH:
[X], wenn du diese Barrieren nicht so erlebst, dann ist das völlig in Ordnung. Aber wenn du nun so tust, als gäbe es für viele Autisten diese Barrieren bei Vor-Ort-Veranstaltungen nicht, dann ist das eine Selbstdisqualifikation von deiner Seite her, die viel weiteres Leid für Autisten nach sich zieht, die in dem Punkt anders sind als du. Du stehst in der Verantwortung das jederzeit auch klarzustellen, wenn du auf solche Veranstaltungen gehst, statt hier das ganze Gegenteil zu tun und den Anschein zu erwecken als gäbe es diese Barrieren für Autisten gar nicht.

Bitte distanziere dich deutlich von dieser diskriminierenden Einstellung!

Zitat von Auticare:
Erstens weiß ich nicht, warum du immer und überall wo du auftauchst die Menschen angreifen musst. Damit ist ein konstruktives Gespräch nicht möglich und du disqualifizierst dich als Gesprächspartner. Zweitens habe ich mit keinem Wort geschrieben, dass alles in Ordnung ist. Ich habe lediglich klargestellt dass auch nicht alles nur negativ ist, wie du es immer und überall verbreiten willst. Die Welt ist nun einmal nicht schwarz und weiß. Es gibt auch Grautöne. Als hör bitte auf mich sofort wieder anzugreifen und zu beleidigen. Unterlass bitte deine unqualifizierten Unterstellungen.

Zitat von ESH:
Du schriebst da oben etwas von Willkommensein und davon, daß von Ausschluß keine Rede sein könne, obwohl wie du hier lesen kannst und vermutlich auch wissen dürftest wieder einmal deutlich wird, wie Autisten von solchen Veranstaltungen ausgegrenzt werden, für die diese Barrieren entsprechend hoch sind. Das ist wie ein Schlag in mein Gesicht und du solltest dich schämen in dem Gestus hier aufzutreten, aber das ist offensichtlich zu viel verlangt.

Es ist die reine Heuchelei sich nach so einem Aussetzer von dir her auch noch darüber zu mockieren, daß ganz klar benannt wird, das das so nicht geht.

Zitat von Auticare:
Wenn wir ausgegrenzt worden wären, hätte man uns wohl kaum aktiv zu der Veranstaltung eingeladen. Ich weiß nicht woher du den Habitus hast, immer und überall auf alle (verbal) einprügeln zu müssen. Weißt du eigentlich, was du damit für einen Schaden anrichtest? Niemand nimmt dich inzwischen mehr ernst, da eine sinnvolle Diskussion mit dir nicht möglich ist. Nur leider färbt das auch auf andere ab.Wo du hinkommst hinterlässt du verbrannte Erde, weil sich keiner mehr mit dir auseinandersetzen will und ich tue das jetzt auch nicht mehr. Es tut mir leid, egal wie sehr ich mich bemühe, aber ich kann deine verbalen Entgleisungen einfach nicht mehr ernst nehmen. Du kannst nicht auf der einen Seite permanent Toleranz einfordern und auf der anderen Seite nicht bereit sein, dies auch anderen zu gewähren. So funktioniert das Spiel nicht. Toleranz ist etwas das allen zusteht.

Wir sind sogar im Vorfeld gefragt worden, was für Bedürfnisse wir haben und was wir benötigen um barrierefrei an der Veranstaltung teilnehmen zu können. Du jedoch knüppelst hier auf einer Veranstaltung rum die du nicht beurteilen kannst, weil du nicht da warst. Wenn dir dein Ansatz so wichtig ist, warum warst du dann nicht da?

Zitat von ESH:
Zitat:
Wenn wir ausgegrenzt worden wären, hätte man uns wohl kaum aktiv zu der Veranstaltung eingeladen.

So nach dem Motto "Rollstuhlfahrer wurden nicht ausgegrenzt, weil sie zu der Veranstaltung im 5. Stock im Haus ohne Fahrstuhl aktiv eingeladen wurden"?
Zitat:
Wenn dir dein Ansatz so wichtig ist, warum warst du dann nicht da?

Ich glaube es nicht ...

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
25.01.15, 14:42:17
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Gast
(Gastzugang)

Anfrage von Gast an 55555

Nachdem ich diesen Dialog gelesen habe, habe ich eine Anfrage.

Hast du schon einmal an einer Tagung vor Ort mit deiner Person teilgenommen ?

Gast
26.01.15, 08:27:24
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Nun möchte ich nicht dafür verantwortlich sein, daß der eine oder andere relevante Artikel der ESH-Site nicht liest und deswegen trotz Antwort zu Details noch immer kein halbwegs passendes Bild hat.

Daher von mir ersteinmal die Gegenfrage, was du meinst aus welchem Grund die ESH (und nicht nur ich, der von dir hier als Person angesprochen wurde) barrierefreie fernschriftliche Teilhabe fordert.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
26.01.15, 13:45:49
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Gast
(Gastzugang)

Die ESH besteht aus mehreren Mitgliedern.
Du bist ein Mitglied davon.

Meine Frage zu einer Teilnahme vor Ort hast du nicht beantwortet.

Bestand keine Möglichkeit, dass ein Mitglied der ESH vor Ort, das Anliegen der ESH für eine barrierefreie fernschriftliche Teilhabe, da sein konnte.

Ich habe die Artikel der ESH-Site gelesen und kann mir ein Bild darüber machen.

27.01.15, 08:05:30
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat von Gast:
Meine Frage zu einer Teilnahme vor Ort hast du nicht beantwortet.

Treffend beobachtet, deswegen "Gegenfrage".
Zitat:
Bestand keine Möglichkeit, dass ein Mitglied der ESH vor Ort, das Anliegen der ESH für eine barrierefreie fernschriftliche Teilhabe, da sein konnte.

Dem Veranstalter wurde Wochen vor dem Vor-Ort-Termin mitgeteilt, wie teilgenommen werden kann, deswegen wurde das Forum eingerichtet, das dann praktisch ungenutzt blieb. Man muß hier vielleicht auch nocheinmal festhalten, daß soweit bekannt ein Kernthema der Veranstaltung war, wie Engagement von Vertretern behinderter Minderheiten gelingen kann. Aber das ist hier eigentlich auch nicht das Thema, sondern der Schaden, der in solchen Zusammenhängen von Auticare offenbar angerichtet wird.
Zitat:
Ich habe die Artikel der ESH-Site gelesen und kann mir ein Bild darüber machen.

Dann kannst du ja auch beschreiben, wie es dort begründet wird. Ich bin gespannt.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
27.01.15, 10:24:54
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Fundevogel
(Angehörigenbereich)

Ich war auf einigen Veranstaltungen, bei denen ausdrücklich erklärt wurde, dass Autisten daran teilnehmen können:

Auf einer war die Klimaanlage so laut, dass sich bei einer früher dort erlebten Konzertveranstaltung ein Pianist mit durchschnittlich gutem Gehör weigerte, gegen diese Anlage anspielen zu müssen.

Bei einer weiteren Veranstaltung war die Präsentation der Organisationen in einem Schlauchflur angelegt, dessen Durchschreiten zwangsläufig dazu führte, dass sehr viele Menschen den Interessierten massiv körperlich berührten, weil zu wenig Platz zur Verfügung stand.

Eine Podiumsdiskussion und eine Ausstellung verschiedener Gruppen hier in der Nähe fand in einer Halle mit autogroßem offenen Tor zur Straße statt, auf der höllischer Verkehr im Raum ein Verstehen unmöglich machte.

Bei Messen kam es gelegentlich vor, dass Besucher gezielt mit ihren Händen den Körper des Autisten anfassten.

Autisten konnten die Essräume bei Veranstaltungen nur im Huschgang besuchen, weil der Geräuschpegel nicht erträglich war oder das Schlangestehen Mann an Mann eine Zumutung darstellte.

Die aggressiven Teppichreinigungsmittel in Hotelkonferenzräumen sind oft eine Geruchsbarriere übelsten Ausmaßes.

Ins Publikum gerichtete grelle Scheinwerfer erleuchten vielleicht eher Unterbelichtete;).

Bei einem workshop war es einem Uniprof unerklärlich, dass sich gegen die von Autisten eingeforderte schriftliche Kommunikation so aufgelehnt werde, obwohl dies bei wissenschaftlicher Arbeit wie üblichen Geschäftsbeziehungen längst die leichteste und weltumfassende Kommunikation darstelle.

Wenn also verleugnet werden soll, dass es Menschen gibt, denen schriftliche Kommunikation mehr liegt als mündliche oder als lebenswichtig erscheint, wenn also Menschen durch ungeeignete Umstände absichtlich von Veranstaltungen und gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden sollen, dann soll doch ehrlich ausgesprochen, um was es wirklich geht.

Machterhaltung durch Ausgrenzung?

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (Johannes 8.12).
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. (Markus 4.21) (Lukas 8.16)
29.01.15, 20:56:11
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drvaust
(Autistenbereich)

Zitat von Fundevogel:
Machterhaltung durch Ausgrenzung?
Ich vermute nicht.
Aber Rücksichtslosigkeit, keine Bereitschaft, von gewohntem NT-Verhalten abzuweichen, und Unwissenheit.
Ich habe es erlebt, daß jemand von der Leitung eines Vereines, der angeblich die Interessen von Autisten vertritt, nicht wußte, warum Autisten einen ruhigen Platz wollen. Deshalb ist es nicht gut, daß Autisten meistens von NA vertreten werden, die sich evtl. sehr engagieren, aber nicht genug Ahnung von Autismus haben und auf ihrem NT-Verhalten beharren.
29.01.15, 23:50:33
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Fundevogel
(Angehörigenbereich)

Ich erinnere mich noch an das Erscheinen von Studienergebnissen, dass süße Tees enorme Zahnfäule bei Kindern herbei führen. Als dies bekannt wurde, änderten sich innerhalb kürzester Zeit die Mixturen, das Einkaufs- und Fütterverhalten der Eltern.

Wenn Autisten seit Jahren sagen, dass die Erziehungsnormen für autistische Kinder und Erwachsene häufig ungeeignet und gesundheitsschädigend sind, wird absichtlich weggehört, obwohl es auch eine UN-Kinderrechtskonvention gibt, die im übrigen dringend überarbeitet werden müsste.

Vereine, Therapeuten, Ärzte, Lehrer und leider auch Eltern, die seit Jahren Rechte autistischer Kinder und Erwachsener mit Füßen treten, kann man nicht dahin entlassen, dass sie einfach nicht genug informiert sind. Dieselben Leute finden in ihren Jobs berufliche Weiterbildung selbstverständlich und würden sich ihr nicht verweigern können.

Wenn es denn nicht Macht ist, ist es dann Kriminalität?




Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (Johannes 8.12).
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. (Markus 4.21) (Lukas 8.16)
31.01.15, 02:11:52
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MadActress
(hat keinen Plan)

Auch nichtautistische Menschen leiden zunehmend unter der Verseuchung der Welt mit Lärm, Gestank und Enge. Es ist aber politisch (noch?) nicht opportun, das zu thematisieren.

Generell stufe ich den Erkenntnisgewinn auf solchen Veranstaltungen eh als gering ein.

Wahrlich, nach der Erschwernis kommt die Erleichterung [Koran 94,6]
01.02.15, 14:28:05
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Fundevogel
(Angehörigenbereich)

Man könnte das Meiste, was dort gesagt wird, auch nachlesen. Wegen der Inhalte müsste wahrscheinlich niemand hin.

Der Sinn solcher Veranstaltungen zielt auf monarchistische Repräsentation: "König" und/der "Königin" zeigen sich auf dem Podium (Balkon) dem "einfachen Volk", winken ihm freundlich zu, küssen einander und demonstrieren lächelnd, wer das Sagen hat. Nebenbei gibt es vielfach ein "Damenprogramm" (Landpartie)und abends eine Gesellschaftsveranstaltung (Ball).

Um nicht mit Karnevalsveranstaltungen verwechselt zu werden, kleiden sich die Teilnehmer solcher Veranstaltungen betont unauffällig.
Alaaf!;)

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (Johannes 8.12).
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. (Markus 4.21) (Lukas 8.16)
02.02.15, 03:29:19
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