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Autor Nachricht
MamaSanne
(Standard)

geändert von: MamaSanne - 21.08.15, 14:59:42

Hallo, ich bin Mutter eines 12 jährigen Jungen, der mit 6 bzw. 7 Jahren die Diagnose frühkindlicher Autismus und ADHS bekam. Mit 12 Jahren wurde aufgrund einer Entwicklungsdiagnostik der Autismus wieder aberkannt. Als Grund hierfür gab die KJP an, daß K. in der Lage ist, Rollenspiele zu spielen, ihr zur Begrüßung und zum Abschied die Hand reichte und während der Testung in die Augen schaute. Da die Probleme in der Schule nicht abreißen, haben wir uns erneut an eine KJP-Praxis gewandt, wo mittlerweile wieder ein Verdacht besteht, diesmal aber auf atypischen Autismus.

Mein Sohn besucht mittlerweile eine GB-Schule mit Schulbegleiter, da sowohl der Besuch der Förderschule und auch in der Regelschule nicht funktionierte. In der jetzigen Schule will die Lehrerin den Autismus nicht wahrhaben und wünscht immer wieder, daß mein Sohn für einige Zeit in eine Tagesklinik geht. Sie vermutet Zwänge und impulsive Kontrollstörungen. Wir als Eltern befürchten durch so einen Klinikaufenthalt den endgültigen Vertrauensbruch unseres Sohnes und haben ihn bislang abgelehnt.

Vor kurzem hat mir Antares nun vom Gott Modus und von Tony Attwood berichtet. Ich bin gerade dabei das Buch zu lesen und finde meinen Sohn in allen Bereichen wieder.

K. ist sehr von sich überzeugt, er kann angeblich schon alles. Er gibt keine Fehler zu und sucht die Schuld immer bei anderen. Immer wieder verfällt er in Fantasiegeschichten und erzählt sie so glaubhaft, daß wir manchmal nicht wissen, ob er nicht wirklich selbst auch daran glaubt, was er gerade erzählt.

K. fällt in der Schule auch immer wieder durch aggressives Verhalten auf.
Für Tipps und Anregungen wären wir sehr dankbar.
LG v. Sanne
21.08.15, 14:34:25
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat von MamaSanne:
K. ist sehr von sich überzeugt, er kann angeblich schon alles. Er gibt keine Fehler zu und sucht die Schuld immer bei anderen.

Er will seine Ruhe, hat kein Vertrauen mehr? Wie kommuniziert ihr miteinander? Seit wann schätzt du seine Aussagen so ein?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
21.08.15, 17:41:25
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MamaSanne
(Standard)


Zitat von 55555:
Zitat von MamaSanne:
K. ist sehr von sich überzeugt, er kann angeblich schon alles. Er gibt keine Fehler zu und sucht die Schuld immer bei anderen.

Er will seine Ruhe, hat kein Vertrauen mehr? Wie kommuniziert ihr miteinander? Seit wann schätzt du seine Aussagen so ein?


Gute Frage. Eine Antwort ist schwer. Da K. sprechender Autist ist, ist die Kommunikation an sich kein Problem. Wenn die Kommunikation allerdings in Belehrungen ausartet, hält er sich gerne die Ohren zu, lenkt ab oder hört einfach nicht mehr hin. Seit wann schätze ich seine Aussagen so ein? Ich würde sagen seit der Schulzeit. Vieles kommt schleichend und man merkt erst mit der Zeit gewisse Tics.
LG v. Sanne
21.08.15, 18:58:01
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Antares
(White Unicorn)

geändert von: Antares - 21.08.15, 20:16:24

Ich könnte mir vorstellen, dass der "Tic" hier bei denen liegt, die belehren. Habt ihr es schon einmal versucht die Belehrung weg zu lassen und mit ihm zu sprechen, als wäre er gleichwertig? Ganz oft habe ich es erlebt, dass lediglich die Art und Weise als unerträglich empfunden wurde, wie mit einem gesprochen wird. Ein Bsp.:

1. Belehrend

Jetzt wasch Dir endlich die Haare, das muss sein!

2. Mit Respekt

Sieh her im Spiegel, kannst Du das dort sehen, das verklebte vom Schokoladeneis? Ja? Hier, nimm die Strähne einmal zwischen die Finger, das klebt, nicht wahr? Mit der Bürste kommt man so nicht mehr durch, die Haare verfilzen. Verfilzte Haare sind sehr schwer zu pflegen, da dort leichter Schmutz und auch Ungeziefer Halt findet. Um das dem Schmutz und dem Ungeziefer keine Nester zu bauen, waschen wir das nun heraus.

Das Kind lässt sich mit dem warmen Wasser das Schokoladeneis aus den Haaren Waschen. Zumindest mit einem gewissen Grundvertrauen. Bisher ist es mir auf diese Weise noch immer gelungen. Babys wollen zudem oft noch Schutz, aber das ist er ja nicht mehr. Einen Kuschelhasen dabei oder so. Vielleicht braucht er aber auch mehr Halt auch im Inneren, so dass er so etwas doch noch braucht?

Ohren zu Halten ist unerträglich für mich im Sinnbild als Übersetzung. Das kann zudem auch eine Art Stimming sein, wenn er dazu summt, Laute von sich gibt etc. Das beruhigt. Es ist sehr unangenehm unter Umständen belehrt zu werden, das kann einem innerlich einen Stich versetzen.

Wenn nur noch Hass und Argwohn herrscht kann es sich auch dagegen entscheiden, a la:

"Bevor ich mich von Dir anfassen lasse wohnen bei mir lieber in stinkenden Nestern die Läuse!"

Dann hat man aber ein anderes Problem, wie die Kommunikationsmethode.
21.08.15, 20:13:19
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MamaSanne
(Standard)

Ich stimme Dir zu, Antares. Es ist oft eine Frage der Zeit. Darum klappt es in den Ferien und am Wochenende viel besser, denn da ist der Zeitdruck und Stress weg.

Wir haben ja auch schon sehr viel kompensiert und haben uns aus diesem Grund auch für die GB-Schule entschieden, weil dort eben mehr Zeit und Geduld aufgebracht wird, als z.B. in der Regelschule. Dort konnte 0 auf den einzelnen Schüler eingegangen werden.

Aber auch in der GB Schule heißt es immer öfter, daß man so viel Betreuung für K. nicht leisten könne, obwohl ja ein Schulbegleiter da ist.

K. soll jetzt im neuen Schuljahr in eine Außenklasse wechseln. Es wird wieder alles neu und K. sagt schon von vornherein, daß er nicht in diese Klasse will. Er kennt die Kinder schon von seinen Asylaufenthalten, d.h. wenn er sich schlecht in seiner Klasse benommen hatte, mußte er bei Ausflügen o.ä. in eine andere Klasse.

Wir haben kaum Alternativen hier in Bayern. Von sich aus würde K. nichts lernen wollen, von daher fällt eine andere Beschulung aus. Auch mit Hauslehrern hatte ich mich schon beschäftigt. Das gibt es in Bayern so aber scheinbar auch noch nicht und irgendwo muß K. ja auch sozialen Kontakte haben, um daraus lernen zu können.
LG v. Sanne
22.08.15, 07:41:07
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Antares
(White Unicorn)

geändert von: Antares - 22.08.15, 11:07:43

Ich würde die Wertung anders gewichten:

Glückliches Kinderherz, lachende Kinderaugen

Das würde ich ganz oben hin stellen. Deinem Sohn geht es offensichtlich richtig schlecht. Sonst würde er nicht in den Gott-Modus fallen. Eure Denkweise und euer Handeln stuft er als nicht vertrauenswürdig ein, wie es scheint und das aus gutem Grund aus Erfahrung. Somit wäre es ganz brauchbar eine andere Strategie zu entwickeln, als die bisherige die angewendet wird. So möchte er nicht leben. Die Außenklasse wurde als Strafe verwendet. Er muss nun an eine Ort, der eine Strafe ist.

Kinder lernen immer von sich aus, lässt man sie. Es ist nur der Druck, Stress, das Muss, die Pathologisierung etc, welche das verhindert.

Die sozialen Kontakte müssen nicht sein, wenn es dem Kind nicht gut tut. Es bringt Dir recht wenig, wenn Dein Kind sich irgendwann das Leben nimmt, aber Hauptsache er hatte ein paar Sozialkontakte vorher. Wenn ein Kind aus Sozialkontakten lernt, dass man sich besser umbringt, waren es die Falschen. Dann besser Keine erstmal. In der Schule kommuniziert er ja auch deutlich, dass er diese nicht möchte, er will da nicht wieder hin müssen. Das ist schon ein Warnsignal.

Die Entscheidung einer Schule für Geistig Behinderte hat ihm wohl nicht das Leid genommen, unter dem er steht. Er leidet irgendwo drunter, sonst würde keine Realitätsflucht eintreten. Kein Mensch der die Realität genießt, so wie sie ist, wird sich eine Scheinwelt aufbauen, in der es erträglich wird, weil es nicht notwendig ist.

Was passiert, wenn er nicht in die Klasse will und Du einen Heimlehrer beantragen würdest? Hast Du die ESH schon einmal gefragt, was sie dazu meint? Dort ist Erfahrung im Schulbereich da, ich selbst bin Kita, junger Erwachsenenbereich, nicht aber Schule. Damit habe ich mich sehr bedingt befasst bisher, auch wenn ich grundsätzlich schon weiß, dass Druck, Stress, Müssen, Strafen, Zwang, Pathologisierung, Therapien und alles was bei euch stattfand für einen Autisten äußerst kontraproduktiv sind.


22.08.15, 11:04:16
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drvaust
(Autistenbereich)

Zitat von MamaSanne:
... soll jetzt im neuen Schuljahr in eine Außenklasse wechseln. Es wird wieder alles neu und K. sagt schon von vornherein, daß er nicht in diese Klasse will. ...
Ich halte das für sehr hart für einen Autisten. Er wird aus seiner vertrauten Umgebung herausgerissen, auch wenn er die Schüler schon etwas kennt. Warum soll das so sein?
Was ist eine Außenklasse?
Zitat von MamaSanne:
Wir haben kaum Alternativen hier in Bayern.
Meines Wissens gibt es in Bayern eine Privatschule, die sich mit Autisten auskennt.
22.08.15, 15:54:51
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MamaSanne
(Standard)

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Zitat von MamaSanne:
Wir haben kaum Alternativen hier in Bayern.
Meines Wissens gibt es in Bayern eine Privatschule, die sich mit Autisten auskennt.
[/quote]
Ja, vorausgesetzt, daß Du die Dr. Karl-Kroiß-Schule meinst. K. hatte dort schon einen Platz und plötzlich hieß es, daß die 14 % Hürde an Autisten schon erreicht wäre. Intern hat uns dann der Direktor erzählt, daß bei K. nicht zu erwarten wäre, daß er in dieser Schule den Abschluß schafft. Auf der Webseite hab ich dann gelesen, daß sie nur Asperger Autisten aufnehmen.

@drvaust: eine Außenklasse ist eine Klasse, die sich außerhalb vom gewohnten Schulgebäude befindet, also in einer anderen Schule. Die Schule lagert Klassen in anderen Schulen quasi aus, weil zu wenig Klassenzimmer zur Verfügung stehen o.ä.

@Antares: wie gesagt, ich hatte mich schon über Heimlehrer informiert, die es aber in Bayernn nicht gab. Die Schule meint auch, daß K. beschulbar ist, ich weiß nicht, ob eine private Beschulung so überhaupt möglich wäre. Da müßte ich mich näher mit beschäftigen. Was ist ESH?
LG v. Sanne
22.08.15, 19:19:52
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Antares
(White Unicorn)

geändert von: Antares - 23.08.15, 07:13:45

Die ESH ist die Enthinderungsselbsthilfe http://autisten.enthinderung.de/ hier vom Forum die Selbsthilfe von Autisten für Autisten. Sie haben eine Arbeitsgemeinschaft Schule. Dort kann man Anfragen stellen, sie helfen einem dann wenn Ziele übereinstimmen, wenn ich das richtig verstanden habe. Da dort viel Erfahrung in diesem Bereich zusammen kommt, können sie Dir vielleicht besser helfen.

Ich selbst kann zwar grundlegend sagen, was Autisten brauchen. Durch Kita und junge Erwachsene sowie eigene Erfahrung und Berichte vieler weiß ich auch einiges, aber gerade in solch Situationen die mir selbst als grauenvoll und ausweglos erscheinen für das Kind könnten sie vielleicht Ideen haben, oder wissen wie man das auflösen kann.

Regelschule - Abbruch nach viel Unstimmigkeit
GB-Schule - Rauswurf aus der Regelklasse dort nach Mobbing und extrem viel Unstimmigkeit

nun Außenklasse der GB-Schule wo er gar nicht hin will und wie ich das nun verstanden habe? was er wieder als Strafe empfindet. Ich hatte erst gedacht er will selbst dort hin, deshalb wurde das initiiert, weil er das Mobbing und die fürchterliche Lehrerin sowie die ganzen Strafen nicht mehr aushält.

Mein erster Gedanke war ja eigentlich: ui, endlich raus aus dem schrecklichen Haufen, weg von all den Therapien außer "seinem Hund" den er so gern hat. Nun kann er endlich einmal etwas lernen wo er auch gern ist. Ich dachte es hatte ihm so gut dort gefallen als er dort war, während er dort hin "verbannt" wurde über einige Zeit. Ich dachte er könnte so vielleicht guter Dinge in eine Zukunft blicken, die ihm gefällt. Wesentlich freier mit dem Hund als Verbindung zur Alten Schule und Klasse, den er ja wohl gern hat.

Dass er da aber gar nicht hin will, das ist nicht gut. Nicht in so einem Zustand. Mir schaudert innerlich bei der Vorstellung wie er da nun hin gezwungen würde gegen seinen Willen. Vielleicht hat die ESH noch irgend eine Idee.
22.08.15, 22:05:19
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Bicycle
(Autistenbereich)

Zitat von MamaSanne:
Von sich aus würde K. nichts lernen wollen, von daher fällt eine andere Beschulung aus.
Bliebe noch die Möglichkeit, die Schule vorübergehend oder komplett abzubrechen.
Online-Beschulung gäbe es auch noch. Sowohl ein "Ruhen lassen der Schulpflicht" als auch Online-Beschulung dauert länger bis man das durchbekommt. Für Krankschreibungen braucht man rein theoretisch nur einen Arzt.
Man darf nur keine Angst vor Behörden haben, die einen ohne Sinn und Verstand drohen.

Mit dem Begriff "Gott-Modus" kann ich nichts anfangen.
Von daher würde ich das Übliche sagen. Herausfinden was für ihn stressig ist, Stress minimieren, schauen was passiert. Und daran denken, dass vieles stressig sein kann, was für andere normal ist. Z.B. die Art wie eine Kommunikation stattfindet. Einzelne Wörter, deren Betonung usw.
23.08.15, 16:48:48
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MamaSanne
(Standard)

@Antares: K. hat immer betont, daß er zurück in die Regelschule möchte. Gefällt es ihm nicht, wie jetzt in der GB-Schule will er weg. Das hat er damals auch in der Regelschule so gesagt.

@Bicycle: wie gesagt die Online-Beschulung fällt bei K. komplett weg. Er kann noch nicht lesen und würde von sich aus nichts lernen wollen.

Herausfinden was für ihn stressig ist. Das hört sich gut an. K. erzählt leider kaum etwas aus der Schule. Die Lehrer erzählen auch kaum etwas. Für mich ist es unheimlich schwer herauszufinden, woran es liegt. Wir hatten letztes Jahr so viele Besprechungstermine in der Schule und oft hieß es gerade von der Klassenlehrerin: dazu kann ich nichts sagen, da war ich nicht dabei. Der Schulbegleiter hat nur gegrinst und sich auch nicht geäußert.

Ich habe keine Angst mehr vor der Schule und den Behörden. Sie haben uns dieses Jahr oft Polizei angedroht, weil K. immer wieder die Schule verweigert hat.

LG v. Sanne
23.08.15, 20:37:09
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Antares
(White Unicorn)

geändert von: Antares - 23.08.15, 21:36:30

In dem Zustand in dem er ist, lernt er nicht von sich aus. Er ist nun seit einigen Jahren in der Schule und hat dort auch nicht lesen und rechnen gelernt. Es kann somit eigentlich nur besser werden. Du musst bedenken seit er in die Kita kam lebt er unter Umständen die für ihn zum davonlaufen sind. Seine kognitive Leistung ist auf ein Mindestmaß heruntergefahren. Er hat nur Probleme am Hals mit Lehrer, Schülern, euch Eltern, den Mitmenschen.

Unter diesen Umständen möchte NIEMAND lernen.

Das liegt nun nicht daran, dass er speziell so wäre. Das ist ganz normal. Es ist eher ungewöhnlich, wenn ein Kind dann noch etwas lernen oder gar gern leben möchte. Somit ist das was er zeigt ein normales Verhalten. Wenn Du nun anfängst alles abzubrechen, ihn seinem Wunsch entsprechend ganz zu Hause lässt, dann kann das sogar nochmal Jahre dauern, bis er sich von dem allen erholt. Er hat ja noch niemals auch nur Ansatzweise kennen gelernt wie es ist im authentischen Sein eines Autisten zu leben, geschweige denn einen Ruhezustand in sich zu erfahren.

Lies Dich einmal ein, was man tun muss um die Schule vorübergehend komplett abzubrechen, um diese Option wenigstens durch zu denken.

Ein autistisches Kind ist ein extrem empfindsames Wesen. Wenn er schon in der Kita von den Fremden dazu gezwungen wurde zu bleiben, in der Schule gezwungen wird zu bleiben, niemand das Kind versteht, warum gibst Du ihn unter Fremde? Du siehst doch, es führt zu NICHTS. Er möchte nicht mehr leben, baut sich eine Scheinwelt auf und kann mit 13 weder rechnen noch schreiben, noch nicht einmal lesen kann er.

Er möchte nichts mit dem Leben zu tun haben, wie es ist. Er baut sich eine Scheinwelt auf.

Das muss aus meiner Sicht beendet werden. Er muss sich erst einmal von all dem erholen. Das ist schon richtig schwer im Erleben für ein Kind, was ihm da geschieht. Er hat auch langsam aber Sicher kein Vertrauen mehr in Dich, wenn Du ihn weiterhin zu Menschen gibst, die ihn nur quälen und dann grinsend nichts sagen, wenn Du danach fragst. Es muss doch möglich sein, ein solches Kind vorrübergehend von der Schule zu befreien. Das Schulsystem bringt Deinen Jungen noch um, wenn das so weitergeht, wie sich mir das liest. Wenn nicht körperlich, dann mindestens geistig. Er ist ja "nur" Autist. Das muss so nicht aussehen, ein völlig misstrauisches Wesen, in eine Scheinrealität geflüchtet im "Gott-Modus".

Was spricht für Dich dagegen ihn vorrübergehend von der Schulpflicht zu befreien, damit er diese Qual nicht nochmal durchmachen muss? Dafür dass er auf der GB-Schule kein Zeugnis erhalten wird, das ihm für irgend etwas nutzen wird?

23.08.15, 21:05:24
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