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Autor Nachricht
55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat von Antares:
Hier in Berlin wenn ich sowas sage, da kommen die Männer mit den weißen Jacken zwinkern Sie hat Gott gesagt!!! (nicht ganz ernst gemeint und leider doch mit einem wahren Kern)

Dann würde es wohl erst recht für die Einschätzung gelten, daß die angestrebte Ausrottung von Autisten in Verbindung mit der Desinformation über "Autisten" ein Versuch Satans ist Religion an sich zu beseitigen? zwinkern
Zitat:
Weißt Du, wie das zusammen hängt, dass die sozialen Berufs-Menschen meist so sonderbar verbohrt und auch grausam sind?

Ich schätze unter ihnen sind Herdenmenschen mehr vertreten als anderswo. Sie ergreifen diese Berufe, weil sie danach streben auf ihre NA-Weise ziemlich unreflektierte "heile Welt" zu schaffen, wie sie sie in sich selbst empfinden. Ein kleinerer Teil ist dann noch sadistisch veranlagt und sucht Positionen, in denen Macht über andere Menschen ausgeübt werden kann, ich glaube diese Leute sind in Leitungspositionen etwas häufiger vertreten als die "Heile kleine Welt"-Fraktion.
Zitat:
Diese Kinder nehmen etwas wahr, auch wenn es nicht mehr im Blickfeld ist.

Kann sein, daß es mit körperlichen Sinnen geschieht (z.B. hören, was andere nicht hören), kann sein, daß es mit möglichen hier so genannten "seelischen Sinnen" geschieht.
Zitat:
Die Kinder blicken z.B. aus dem Fenster und "sehen" was im Raum hinter ihnen geschieht, selbst wenn es keine für Nicht-Autisten mit dieser Fähigkeit offensichtliche Reize verursacht.

In Fenstern kann es Spiegelbilder geben. Oder meinst du einen ganz anderen Raum?
Zitat:
Ich selbst kann das nicht, außer es handelt sich um Lebewesen, weil ich das fühle. Diese Kinder können das auch bei statischen Dingen.

Mag sein.
Zitat:
Im Kampftraining der Kampfkunst wird das extra trainiert, mit der Energie vom Qi (Chi). - also es wäre mit Achtsamkeitstraining sogar schulbar.

Aha, und das funktioniert dann bei diesem Schülern auch?
Zitat:
Wenn Autisten das grundlegend schon eher hätten, dann wäre dies somit dann trainierbar, damit die Kinder sich leichter zurecht finden und diesen Sinn besser nutzen können, z.B. wenn sie in den Overload kommen. Dann würden sie weiterhin die Mülltüte wahrnehmen auch in der Überlastung und könnten ihr ausweichen, z.B. trotz eines Besuches über den sie sich freuen.

Was voraussetzen würde, daß "seelische Sinne" solcher Art nicht ähnliche Aufmerksamkeit voraussetzten wie "körperliche Sinne", die in solchen Situationen vielleicht auch wieder nicht vorhanden wäre.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
24.12.15, 17:41:45
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Antares
(White Unicorn)

geändert von: Antares - 24.12.15, 19:57:03

Es kann natürlich auch die Spiegelung sein, einen gänzlich anderen Raum meine ich nicht. Das Fenster war allerdings nur Beispielhaft. Das ist ebenso möglich wenn ein Kind an einer Balkontür sitzt die geöffnet ist und das Kind nur in die Gegend starrt wie es dann immer heißt. Die Aufmerksamkeit für den gesamten Raum der im Wahrnehmungsbereich liegt ist dennoch vorhanden.

Ich bin mir bei diesen Kinder nicht sicher, ob das über Hochsensibilität wie mit dem Luftzug geschieht oder über das Qi, oder andere seelische Sinne, zu denen das Qi ja auch zählt. Ich erkenne lediglich, dass sie es wahrnehmen, das kann ich über die Synästhesie sehen, aber das wie, das sehe ich nicht, also welcher Sinn das verursacht.

Bei den Schülern, die speziell das Qi trainieren ist es ebenso wie bei allen anderen Sinnen über das Training möglich dies auch unter Stress anzuwenden. Das Training muss vollkommen freiwillig geschehen unter dem starken Wunsch diese Fähigkeit zu trainieren, denn es ist ein hartes Training. Man könnte somit das denke ich zwar spielerisch für Kinder gestalten, aber es müsste immer von ganz selbst ein Wille zum Ausbau dieser Fähigkeit als Impuls vom Kind klar kommen, der dann gefördert wird. Kinder die dies wollen, also Schüler die das trainieren werden sehr effektiv in dieser seelischen Wahrnehmung. Sie können unter Stress enorme Leistungen vollbringen, die dann "übermenschlich" wirken, was den Ninjas diesen mysteriösen Ruf verliehen hat. Im Grunde ist es aber nur banales, auch hartes Training, mit eben dann guten Fähigkeiten dadurch.

Ich selbst hatte schon öfter vor, das einmal zu beginnen und überlege eben, ob es ggf auch für Autistische Kinder nicht sogar sinnvoll wäre so ein Training spielerisch umzusetzen. Dafür müsste ich aber selbst damit anfangen und mich bis zu einem gewissen Grad auch schulen, so dass ich dann irgend wann als Lehrer auch anerkannt wäre. In dem Sinne, dass ich sicher wüsste was ich da tue, Anerkennung in dem Sinne da nichts verkehrt zu machen, weil ich es eben könnte. Es wäre dann nebenbei immer mal möglich einem Kind auch etwas zu vermitteln oder über einen längeren Zeitraum auch mehr zu vermitteln. Ich frage mich öfter wie ich diese Kinder noch besser begleiten könnte, wenn ich dies tue. Barrierefreiheit ist das ein, etwas anderes wäre denke ich schon auch etwas zu vermitteln, wie man Fähigkeiten fördert. Fördern im Sinne eines Angebotes an Möglichkeiten, wenn es dem Impuls des Kindes folgt, sich das zu wünschen. Deshalb frage ich auch, ob Du weißt dass seelische Fähigkeiten über das Qi irgendwie häufig wären bei Autisten.

Generell ist aber die Argumentation über die seelischen Barrieren nochmal ganz besonders wichtig. Das müsste ich in dem Artikel dann definitiv mit rein bauen. Und die Möglichkeit der Schulung von Achtsamkeit generell, aller seelischen Fähigkeiten ebenso wie von körperlichen Sinnen. Diese Erfahrung ist gewiss so, dass achtsame Kinder wesentlich sicherer sind in allem Möglichen. Auch im erreichen des Ruhezustandes sowie dem Entdecken von Kompensationsmechanismen für sich selbst.
24.12.15, 19:14:56
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat von Antares:
Das ist ebenso möglich wenn ein Kind an einer Balkontür sitzt die geöffnet ist und das Kind nur in die Gegend starrt wie es dann immer heißt.

Wenn ein umbauter Raum offen hinter einem liegt, dann denke ich schon, daß die meisten Änderungen auch irgendwelche Geräusche mit sich bringen.
Zitat:
Ich erkenne lediglich, dass sie es wahrnehmen, das kann ich über die Synästhesie sehen, aber das wie, das sehe ich nicht, also welcher Sinn das verursacht.

Du nimmst es also deinerseits irgendwie wahr und hast von dieser Wahrnehmung dann einen synästhetischen Eindruck?
Zitat:
Bei den Schülern, die speziell das Qi trainieren ist es ebenso wie bei allen anderen Sinnen über das Training möglich dies auch unter Stress anzuwenden.

Kann schon sein.
Zitat:
Kinder die dies wollen, also Schüler die das trainieren werden sehr effektiv in dieser seelischen Wahrnehmung. Sie können unter Stress enorme Leistungen vollbringen, die dann "übermenschlich" wirken, was den Ninjas diesen mysteriösen Ruf verliehen hat. Im Grunde ist es aber nur banales, auch hartes Training, mit eben dann guten Fähigkeiten dadurch.

Gut.
Zitat:
Ich selbst hatte schon öfter vor, das einmal zu beginnen und überlege eben, ob es ggf auch für Autistische Kinder nicht sogar sinnvoll wäre so ein Training spielerisch umzusetzen. Dafür müsste ich aber selbst damit anfangen und mich bis zu einem gewissen Grad auch schulen, so dass ich dann irgend wann als Lehrer auch anerkannt wäre.

In dem Fall solltest du dir immer bewußt bleiben, daß Lehren, die in diesem Gebiet kursieren oft sehr vereinfachen und in manchen Bereichen irren. Es gibt viele Wege und die Menschen sind vielfältig.
Zitat:
Anerkennung in dem Sinne da nichts verkehrt zu machen, weil ich es eben könnte.

Wer sich soetwas in der Art eines Handwerks nähert, wird nur bruchstückweise erfassen.
Zitat:
Und die Möglichkeit der Schulung von Achtsamkeit generell, aller seelischen Fähigkeiten ebenso wie von körperlichen Sinnen.

Ja.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
25.12.15, 00:44:20
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Fundevogel
(Angehörigenbereich)

Ich glaube, dass Fähigkeiten in jedem Menschen angelegt sind, auch die Fähigkeit zur Achtsamkeit und zum Spürenkönnen von energetischen Feldern. Es ist keine Frage von Minderheiten und Mehrheiten.

In meiner Kinderzeit haben wir oft Indianer gespielt. Uns faszinierte, dass Indianer eine Kultur des Sitzens, Schweigens und Lauschens hatten. Wir übten, Dinge gut zu erkennen, indem wir sie nicht anschauten (was für die Ablenkung des "Gegners" geeignet war, weil er unserem Augenrund keine Reaktion entnehmen konnte.)
Beim stillen Verharren schulten wir unser Gehör und erhielten über unsere Ohren einen sehr plastischen (und lauten) Eindruck der Umwelt (Klimaanlagenbauer bestätigen, dass unter den Kunden viele Blinde sind, weil sie geräuschempfindsamer sind/werden.)
Wer Gehörschulung hinter sich hat, kann mit verbundenen Augen in Räumen mit vielen Menschen tanzen, weil er sie bei Näherung spürt (bekannte Therapieansätze).
Weil Alte und Kranke zu Hause gepflegt wurden, lernten wir am Röcheln und Stöhnen ablesen, in welchem Zustand sich jemand befand, wir lernten zwischen Ohnmacht und Schlaf zu unterscheiden und spürten, wenn der Tod ins Zimmer kam. Wir wussten auch, wenn Eltern uns über den Zustand ihrer Ehe belogen.

Es kann gut sein, dass autistische Menschen sich diese Art von feiner Wahrnehmung besser erhalten können, während andere sie durch Überlagerung mit anderen Eindrücken und Erziehung zur Konformität fast ausradieren können, so dass sie nicht mehr von ihnen wissen.

Ich denke, dass auch Autisten ihre Empfindsamkeit durch trainierte Lernprozesse so überlagern können, dass sie "empfindungsblind" werden. Anders kann ich mir nicht erklären, dass Autisten in Lehr- und Therapieberufen, in Finanzämtern und Verwaltungen etc. geharnischt auf Einmal-falsch-Gelerntes beharren, obwohl sie genau wissen, dass ihnen Lernprozesse gegen ihre persönliche Natur zwar "Unauffälligkeit" ermöglichen aber gleichzeitig schwere Depressionen und Seelenschäden bescheren können und sie sich z.B. nach Feierabend wegsperren müssen, um wieder "zu sich zu kommen".

Zu begreifen, wie sehr solche angepassten Autisten dem System der Gleichmachung zuarbeiten und der Generation der autistischen Kinder schaden, scheint auch nicht mehr möglich sein?




Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (Johannes 8.12).
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. (Markus 4.21) (Lukas 8.16)
27.12.15, 18:37:44
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Antares
(White Unicorn)

geändert von: Antares - 28.12.15, 15:06:46

Ich denke diese Erkenntnis ist extrem schwer, wenn man das nicht bewusst macht. Sie bekommen ja wirklich schwere Depressionen und Seelenschäden davon, greifen zu dem einen Medi, oder auch dem anderen etc. Sie selbst nutzen das, was sie lehren. Wenn etwas nicht klappt gehen sie zu Therapeut XY und schwärmen dann dafür, weil dieser dann das "Leid" unter der "Krankheit" minimieren nicht "normal" zu sein.

In solch einem Zustand der Depression und Pathologie dann (Schlafstörungen, Psychosomatische Schäden uvm) aus Missachtung des eigenen Sein entsteht häufig dann eine Art "Hass / Unterdrückung" des eigenen Sein. Dies hat dann meiner Beobachtung zur Folge, dass sie irgendwie denken, wenn sie noch früher die Medis und noch früher die Therapien erhalten hätten, dann wären sie doch "normal" geworden.

Und sie streben und streben und werden doch nie glücklich und / oder sogar wieder gesund. Es wird dann auch nie der Ruhezustand eintreten, ebenso wenig wie autistisches Sein gelebt wird. Von ihren Fähigkeiten können sie keinen Gebrauch machen und wissen nicht davon, denn es ist wie Du es sagst, glaub ich Fundevogel.

So zumindest meine Theorie. Kann natürlich auch falsch liegen ;) Ich hab das noch nie versucht mit anderen abzugleichen.

28.12.15, 15:05:45
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Fundevogel
(Angehörigenbereich)

Das Abgleichen ist vielfach mit Schmerz, manchmal mit unerträglichem Schmerz verbunden, wenn gemerkt wird, dass vielleicht Jahrzehnte anders hätte gelebt werden können oder jemand mit seinem/einem Kind anders hätte umgehen sollen.

Manche können den Schmerz und die Erkenntnis nicht ertragen und leben lieber so weiter wie bisher in einer Art Wimmerzustand oder klopfen sich auf die Schulter für diese vermeintlichen Erfolge "unauffällig durchgekommen zu sein".
Eine "Kranken"geschichte ist halt eine Geschichte, an der man sich auch festhalten kann, wenn man sich nicht in der Lage sieht, eine neue "Lebens"geschichte zu schreiben.
Manche können mit dem Neuschreiben nicht anfangen, selbst wenn 10 Schreibutensilien vor ihnen liegen.
Und manche haben einen Feind in sich selbst, der das Neuschreiben durch Lähmungen verhindern will.

Menschen, die mit solcherart Strategien Kindern den Weg auf ein gesundes Leben verstellen, ihnen eine Leidensgeschichte vererben oder als Lebensmodell anbieten wollen, haben sich verirrt.



Ev. Johannes 5-9: "Es war aber dort ein Mensch, der lag achtunddreißig Jahre krank. Als Jesus den liegen sah und vernahm, dass er schon so lange gelegen hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt; wenn ich aber hinkomme, so steigt ein anderer vor mir hinein. Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und geh hin! Und sogleich wurde der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin".


Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (Johannes 8.12).
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. (Markus 4.21) (Lukas 8.16)
29.12.15, 17:37:23
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Antares
(White Unicorn)

Ui, was für schöne Worte. :) Hört sich logisch an.
29.12.15, 18:58:06
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