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Autor Nachricht
RasCherie
(Standard)

Hi,
,
ich freu mich immer, wenn Getränke bei uns im Angebot sind, weil ich leide an Durstanfällen. Ich könnte keinen Tag ohne ein Getränk sein. Dieser Wunsch nach Wasser, Limo usw. Getränken, hab ich seit zirka 15 Jahren. Mein Arzt meint, mein Durst sei normal und bedenklich, ich komme mir aber manchmal vor wie ein Pferd, die trinken Eimerweise Wasser.

Wie stillt Ihr Euren Durst und wie nehmt Ihr Euren Durst wahr?


VG
RasCherie
21.03.17, 01:14:29
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HansWaldmeister
(Standard)

geändert von: HansWaldmeister - 21.03.17, 06:40:32

Ich nehme Durst in den seltensten Fällen wahr und stille ihn eher durch Rituale (habe mir mal vorgenommen, vor der Mittagspause eine Flasche Wasser leerzutrinken und nach der Mittagspause eine Flasche zu leeren). Am Wochenende gibt es einen solchen Rhytmus nicht. Da trinke ich zu wenig.
Allerdings scheint das kein spezielles 'autistisches' Problem zu sein. Ich habe in Gesprächen herausgefunden, dass das bei NTs ebenfalls der Fall sein kann - drei NTs, mit denen ich sprach, haben auch Probleme, genug zu trinken.
21.03.17, 06:39:41
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drvaust
(Autistenbereich)

Ich weiß nicht genau, ob ich viel oder sehr viel trinke.
Ich trinke grundsätzlich täglich 3 Liter Tee, manchmal 4,5 Liter, und eine große Tasse Multivitamin- oder Multimineral-Brause, meistens trinke ich etwas mehr. Wenn ich weniger trinke, werde ich müde, bekomme Kopfschmerzen usw.. Es könnte sein, daß das an meiner Mundatmung liegt. Wenn ich längere Zeit unterwegs bin, bekomme ich Probleme oder muß Flaschen mitnehmen. Ich muß auch während meiner Schlafphase trinken, sonst werde ich müder und danach schwer munter. Bei mir steht fast immer eine 1,5-Liter-Kanne mit Tee bereit, meine übliche Tasse faßt 0,7 Liter.
Das war schon immer so. In der Schule hatte ich oft Wasser aus dem Wasserhahn getrunken, was ich nicht durfte (Damals gab es, abgesehen von 0,25 Liter Milch in der Unterstufe, in der Schule keine Getränke.).
Wenn ich das Ärzten sagte, untersuchten die mich auf Diabetes (damals keiner).
Ich habe unterwegs auch das Problem, daß das was oben reingeht unten wieder rauskommt.

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs völlig ungeniert.
22.03.17, 02:52:53
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akurei
(Autistenbereich)

geändert von: akurei - 22.03.17, 08:04:27

Ich bevorzuge Ahoj-Brause; Himbeere.
22.03.17, 08:04:09
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Antares
(White Unicorn)

Ich habe den Wunsch nach Wasser und anderen Getränken seit ich auf der Welt bin und empfinde das als etwas sehr Angenehmes.

Die Welt hält eine Vielzahl wundervoller Getränke bereit, die von Leitungswasser das mancherorts auch wirklich lecker ist über Säfte von Trauben und anderen Obstsorten bis hin zu Genussmitteln wie Kaffee und Bier sowie medizinischen Getränken wie Tees uvm.

Durst? so weit lasse ich es erst gar nicht kommen! - war in Bayern ein üblicher Sprachgebrauch, wenn so manch einer am Stammtisch die 4. Maß Bier bestellte. Allein 4 Liter Bier am Tag, selbst ohne Alkohol, weil z.B. als Radler mit Limo - keine Seltenheit, v.a. nicht bei Schönem Wetter wenn die Besucher mit dem Fahrrad kamen. Eine Maß zum Frühschoppen, eine Mittags, am Nachmittag nochmal wo eine in einem Biergarten und am Abend dann zum Essen noch eine.

Limo und alkoholfreies Bier mag ich auch heute noch in diesen Mengen sehr gern.

Mir kommt der Gedanke befremdlich vor, dass irgendwer nicht gerne trinkt - logischer Weise als jemand der Freude an Speis und Trank empfindet in der Regel.

Ich weiß aber von manchen Autisten die unter Stress stehen, dass Probleme auftreten. z.B. dass sie nichts mehr herunter bekommen. Vor Schreck dass mir was im Hals stecken bleibt, das schaffe ich auch. Manch einer entwickelt auch eine Art Stresstrinken wie drvaust es beschreibt, immer wenn Belastung besteht, wird das wie ein Kompensationsmeachnismus angewandt. Das habe ich auch schon bei Kindern mit Essen beobachtet, ebenso wie mit Getränken.

Ansonsten ist eine Flüssigkeitsmenge von ca. 3 Litern am Tag allerdings wirklich komplett üblich. Manch einer vergisst vielleicht auch zwischendrin zu trinken und dann kommt plötzlich ein Riesendurst. Das kann mir manchmal geschehen und dann trinke ich eine Radlermaß alkoholfrei auch einmal innerhalb 5 Minuten einfach aus und bestelle mir schon während die erste gebracht wird, die zweite dazu. Im Sommer z.B. wenn ich wandern gehe. Da laufe ich so vor mich hin und erst wenn ich an der Berghütte bin denke ich daran, dass ich ja gar nichts getrunken habe den ganzen Weg und der Mund ist schon ganz trocken. Hier kann ich drvaust nur beipflichten, das kommt auch durch die Mundatmung denke ich noch zusätzlich - aber wenn ich einen Berg hinauf gehe gibt es nichts besseres, auch um vor Seitenstechen etc zu schützen, als mit Nase und Mund zu schnaufen.

Also mein Fazit: alles völlig natürlich :)

In diesem Sinne: Ein Prosit der Gemütlichkeit - sich Zeit zu nehmen für die Schönen Dinge des Lebens, wie den Genuss von wundervollen Getränken jeden Tag.
22.03.17, 18:08:41
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Prometheus
(Autistische Entität )

Ich trinke recht wenig, eigentlich zu wenig. Es gibt Getränke wie grünen Tee, davon kann ich nie genug bekommen und Getränke wie diese widerlich süßen wässer mit Geschmack, von denen ich mich übergeben muss. Alkohol kann ich überhaupt nicht trinken, davon bekomme ich grässliche Kopfschmerzen, diese Pralinen mit Rum reichen dafür schon aus. Hunger oder Durst empfinde ich kaum und wenn überhaupt nur als gesteigerten Appetit.
16.09.17, 12:34:38
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Kaleidoskop
(DIS, PTBS, fast blind, Emphatin, Synesthätin; - autistisch?)

Leider gehöre ich zu der Sorte Mensch, die das Trinken vergessen. Ich glaube, wenn ich einen richtig guten Tag habe, komme ich auf 2 l. Wenn ich beschäftigt bin, vergesse ich das Trinken definitiv Riegel mich. Ansonsten merke ich, dass ich Durst schade, wenn sich der Mund irgendwie trocken anfühlen oder der Hals total trocken ist.
Und wie viel sie kehre Verhältnisse was das Trinken in der Kindheit im Haushalt anging, sage ich dafür, dass immer genug zu trinken vorhanden ist.
Bis vor einigen Monaten habe ich Pepsi Max extrem gern getrunken, mittlerweile bin ich auf Wasser umgestiegen. Das löscht den Durst offen gestanden wirklich besser. Ich liebe Multivitaminsaft oder auch eine Schorle mit Multivitaminsaft, Orangensaft ohne Fruchtfleisch, Trauben und KiBa. Ich mag auch sehr gerne, aber selten einen Virgin Colada. Ich liebe Kakao! Dazu kommt, dass ich gerne Case mit Gewürzen trinke. Früchtetees, die man so kaufen kann, hinterlassen oft einen komischen Nachgeschmack. Und ich süße meine Tees nicht. Durch Zufall haben wir mal Fanta Erdbeere entdeckt und die ist auch echt genial! Allerdings muss man sie kühlen, sonst ist es so widerlich klebrig. Das ist auch der Grund, warum ich normale Fanta nicht so gern mag. Orange Limonade oder Zitronenlimo aus der Glasflasche sind schon lecker.
Ich trinke sehr sehr sehr sehr selten auch mal ein Cola Bier. Es gibt auch andere Bier Mix Getränke. Allerdings am liebsten alkoholfrei. Erstens nehme ich Medikamente und zweitens bin ich nicht mehr an Alkohol gewöhnt und finde, dass er widerlich schmeckt.

Hungergefühl nehme ich mitunter auch erst sehr schwer wahr. Manchmal wird mir schlecht und ich weiß, dass ich essen müsste. Fairerweise sollte ich dazu sagen, dass ich in meiner Jugend eine Essstörung hatte. Vielleicht liegt das noch daran. Es könnte aber auch daran liegen, dass ich während meiner Kindheit schon immer Rücksicht auf meine Geschwister genommen habe und weniger gegessen und getrunken habe, damit sie ausreichend versorgt sind. Leider haben meine Eltern lieber in Promille als in anderes investiert.

Ich liebe Süßigkeiten. Snickers, Giotto, Rafaello und einiges anderes aber ich liebe auch Spinat. Ich könnte einen ganzen Topf davon essen.

Ich bin froh, dass ich in meiner Jugend einen Menschen, der mir zeigte, wie wunderschön essen sein kann. Es gibt so viele leckere Dinge auf diesem Planeten fairerweise muss ich auch sagen, dass ich mir manchmal wünsche, dass ich meine Energie von der Sonne beziehen könnte nur dann essen muss, wenn ich es wirklich möchte.
16.09.17, 18:48:58
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