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Autor Nachricht
Kaleidoskop
(DIS, PTBS, fast blind, Emphatin, Synesthätin; - autistisch?)

Diese Woche Dienstag kam Stern TV. Gestern habe ich mir die Aufzeichnung davon angeschaut, weil es viele Themen gab, die interessant für mich fahren
Offen gestanden war ich schockiert, als ich hörte, dass man bei schwangeren Frauen standardmäßig einen Test auf Trisomie 21 macht und das betroffene Paar oder falls allein erziehend, die betroffene Mutter, Bedenkzeit bekommt und einen verspäteten Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen darf.
Es wurde berichtet, dass natürlich Begleiterscheinungen durch Trisomie 21 auftreten können wie zum Beispiel Herzfehler oder ich glaube, sie nannten es Missbildungen, aber was spielt das für eine Rolle?
Ich will nicht den Moralapostel heraushängen lassen, aber ist nicht leer das Leben wertvoll? Es ist o. k., dass es die Möglichkeit gibt, eine Schwangerschaft bis zum normalen Zeit. Abzubrechen. Natürlich ist auch das Einleben, dass liebenswert gewesen wäre. Aber es ist ein Zeitpunkt, der noch nicht soweit ist, dass das ungeborene schon, ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll... allerdings würde ich auch da wahrscheinlich härtere Regeln ansetzen. Ich kann verstehen, wenn eine Frau, die vergewaltigt wurde, einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lässt. Ich selbst wüsste nicht, ob ich ein Kind, dass durch Gewalt erzeugt wurde, lieben könnte. Vielleicht ist es auch sinnvoll, bei sehr jungen Teenagern so einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen, da sie durch die Schwangerschaft ihre schulische Bildung nicht zu Ende führen können und eventuell erst später weiter machen können, wenn sie dann überhaupt noch wollen.
Andererseits gibt es aber auch Baby klappen, wo man sein Kind anonym hingeben kann, wenn man merkt, dass man für ein Kind noch nicht bereit ist.

Ich finde es unfair, dass die ungeborenen auf Trisomie 21 getestet werden können und im Bedarfsfall einfach entsorgt werden können. Ich würde es als Chance sehen, wenn ich wüsste, dass mein Kind Trisomie 21 hat und es mir gesagt wird. Zu habe ich schon vor der Geburt Zeit, mich mit dem Thema auseinander zu setzen und meine Wohnung oder mein Haus entsprechend dem Kind gerecht auszustatten. Diesen Vorteil haben Mitte, die zum Beispiel ein Kind, dass an den Rollstuhl gefesselt sein wird, ein Kind, dass gehörlos oder blind sein wird, ein autistisches Kind und so weiter nicht. Sie müssen sich nach der Diagnose mit dieser auseinandersetzen sie müssen sich nach der Diagnostik darauf einrichten, das Umfeld Kind gerecht zu gestalten.
Wer gibt den Menschen das Recht, zu entscheiden, ob ein Leben lebenswert ist oder nicht? Wenn ich als Mutter Angst habe, dass ich mit einem Kind mit Trisomie 21 nicht klarkomme, habe ich doch auch die Chance, dieses Kind in eine Baby Klappe zu geben.

Was ist, wenn in Zukunft jeder so genannte Behinderung schon vor der Geburt erkannt wird und Mütter diese Kinder abtreiben dürfen? Haben wir kein Recht auf Leben? Wer sagt denn, dass unser Leben schlecht sein wird? Wir sagten, dass wir niemals selbstständig leben können werden? Und wenn es so ist und wir zum Beispiel einer VIG wohnen oder Pflege brauchen, was ist daran so schlimm?
Noch fühle ich mich, wohl ich schon etwas über 30 bin, nicht in der Lage, für ein Kind zu sorgen. Für mich fehlen noch ein paar Sicherheitsfaktoren. Aber ich will ein Kind. Und für mich steht fest, dass egal was sein wird, dieses Kind leben wird. Und es ist mir Scheiß egal, dieses Kind als gesund Kind oder nicht.

Ich bin nicht betroffen von mir 21, weiß also nicht, ob ich tatsächlich hier schreiben da. Aber irgendwo wollte ich meine Gedanken, mein Entsetzen über das so genannte menschliche Verhalten los werden.
16.09.17, 20:54:53
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