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Gast
(Gastzugang)

Wildtiere und zahme Tierrassen unterscheiden sich meist in wesentlichen Punkten. Manche sagen Nutztiere seien gewissermaßen gezielt gezüchtete "geistig Behinderte" (sachlich falscher Behinderungsbegriff, ich zitiere nur diese Ansicht).

Könnte es sein, daß Menschen in ihrer "Wildform" ursprünglich sozusagen überwiegend "autistisch" waren? Noch bei sich selbst? Daß Nichtautisten, die heute mit Abstand die Mehrheit darstellen, durch gesellschaftliche Abläufe im Zusammenhang mit der Seßhaftwerdung und dem zunehmenden Einfluß von Herrschaft und deren speziellem Wirken hin zu bestimmten gefälligen Kriterien ähnlich bei Nutztierrassen gemacht wurden? Und nun haben wir den Salat?
Zitat:
Das Wedeln mit dem Schwanz bedeutet immer eine Konfliktsituation, auch beim Begrüßen, bei dem der Hund auch Freude zeigt.

Grundlage hierfür ist das große Abhängigkeitsverhältniss des Hundes zum Menschen in Hinsicht auf Futter, Unterkunft und Zuneigung.

Der Hund befindet sich im Konflikt zwischen der Befreidigung seiner Triebe (z. B. fressen) und der Ungewissheit, dies auch zu bekommen.

Hunde, die unter Gehegebedingungen leben und auf den Menschen angewiesen sind, weil er ihnen Futter bringt – wedeln zur Begrüßung mit den Schwänzen.

Hunde unter Gehegebedingungen, die sich “selbst versorgen” (sie bekommen täglich Futter – ohne, dass sie den Menschen damit in Verbindung bringen), freuen sich auch über Bezugspersonen, aber wedeln nicht bzw. kaum mit dem Schwanz.

Quelle

Das Schwanzwedeln des Hundes ist sozusagen das Lächeln der Nichtautisten, das ja verhaltensbiologisch dem Zähnefletschen nahestehen soll?
Zitat:
In the late 1950s, a Russian geneticist called Dmitry K. Belyaev attempted to create a tame fox population.

[...]

If the cubs continued to show aggressive or evasive responses, even after significant human contact, they were discarded from the population – meaning they were made into fur coats. In each selection, less than 10% of tame individuals were used as parents of the next generation.

"As a result of such rigorous selection, the offspring exhibiting the aggressive and fear avoidance responses were eliminated from the experimental population in just two to three generations of selection," Trut wrote in a study published in 2009.

The foxes at the fox-farm were never trained to become tame. They lived in cages and had minimal contact with humans. Belyaev's aim was to create a genetically-distinct population, so he simply selected for particular behavioural traits.

"Belyaev had one main goal at the beginning of experiment: to reproduce the process of historical domestication at the experiment, during a short time," says Trut. "This goal didn't change. But during the experiment the understanding of evolutionary process changed."

[...]

"The fox farm experiment was crucial, in that it told us that domestication can happen relatively quickly in the right circumstances," he says. "The fact that in fifty generations, they were wagging their tails and barking, this is really incredible."

The key point is that the experiment offers a hint as to the stages by which domestication takes place.

"Before, we knew that dogs and wolves were descended from the same ancestor, but we didn't know how," says Hare. "What came first? The fox experiment showed that just by selecting for friendliness, all these other changes, including an increase in social skills, happened by accident."

[...]

The physical traits Belyaev and Trut found, like the floppy ears, were those you would expect in a juvenile. But the domestic foxes carried them through into adulthood, suggesting the selection process had slowed down aspects of their development.

This might have something to do with chemicals in their bodies.

Belyaev reasoned that selecting for tameability changed the mix of hormones and neurotransmitters the foxes' bodies made. He believed behavioural responses were "regulated by a fine balance between neurotransmitters and hormones at the level of the whole organism".

Quelle

Falls jemand zu diesem Zuchtexperiment selbst recherchiert, mich würde interessieren wie stark sich das Genom dieser Zuchtrasse von der Wildform unterscheidet. Wieviel % ist identisch? Vielleicht wurde das ja irgendwo mal untersucht.

Dieses Fuchsexperiment legt nahe, daß auch die Hausfüchse sich in einem inneren Spannungszustand befinden könnten. Ähnliches wird oft von Nichtautisten berichtet, die sich ständig unsicher fühlen und daher stark nach Bestätigung suchen und diese als eine Art Dauerzustand zu erleben streben, da sie sich sonst sehr unwohl fühlen würden. Welche Aspekte des Stoffwechsels könnten sich bei der Entstehung menschlicher Nichtautisten verändert haben?

50 Generationen können beim Menschen in 1000 Jahren durch sein (50 x 20).
22.09.19, 16:13:50
Link
hjqsra
(Standard)

Ob NA's die Mehrheit darstellen, kann ich nicht sagen.

Wenn wir die Theorie mal annehmen, käme mir die Frage auf, wie sich das im einzelnen geändert haben würde. Ich weiß nicht, ob ein Mensch sicher über etwas Herr ist.

Wenn wir das mal dazu annehmen würden, käme mir die Frage auf, seit wann dieser Zustand schon so wäre und wodurch.

Es könnte genauso gut sein, dass Autisten gerade erst entstehen aus z. B. denjenigen, die von der maßstäblichen Lebenssiutation her viel die Arschkarte hatten, ergo nicht mit ihr harmonisieren konnten und sich von dem her vom Mensch-Sein entwandeln in eine andere Form, in der sie bestehen können, falls sich die Form halten kann. Wobei ich neurologisch noch völlig unbelesen bin was Autismus betrifft. Aber selbst dazu können sich ja äußere Umstände passend mit wandeln. Und ich weiß nicht, ob Aussterben sicher ist, falls die Erde mit dem Universum verknüpft ist.

Angenommen alles wäre Energie, wäre vermutlich jeder in einer Art Daueranspannung, es sei denn es kann spannungsloses (bewegungsloses?) existieren.

Wo liegt kein Nutzen?

Im Punkt Evolutionsgeschichte / -Theorien bin ich leider ziemlich unbelesen.
24.09.19, 20:21:25
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