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Geschrieben von: 123123 am: 14.11.19, 12:39:44
Fuer mich ist Langeweile die Bezeichnung eines Gefuehls. Ich war lange Zeit der Meinung, dass der Begriff negativ verstanden wird, habe jedoch in letzter Zeit gelernt, Gefuehle nicht mehr in negativ und positiv einzuteilen. Dieses Konzept funktioniert fuer mich auch.
Fuer mich gibt es Gefuehle, die sind absolut - sie sind einfach da. Sie sind auch absolut subjektiv - es braucht sich keiner einzumischen was ich fuehle, den es sind meine Gefuehle. Was Gefuehle fuer mich sein koennen ist angenehm, unangenehm bzw. auch unklar.
Langeweile beschreibt für mich ein Gefuehl, das in mir hochkommt, wenn in meinem Geist irgendwie das Verhaeltnis zwischen Zeit und anregenden Außenreizen in ein Missverhaeltnis kommt. Es hat wohl auch etwas damit zu tun wie empfaenglich ich gerade für diese Außenreize bin. Ich kenne diesen Zustand in beiden Auspraegungen, als angenehm oder unangenehm. Ich denke für mich entsteht der Unterschied in meiner Wahrnehmung je nachdem ob ich mir diesen Zustand gerade zugestehe oder nicht und ob er selbstgewaehlt ist oder nicht.
Mir gefallen die Beschreibungen einiger meiner Vor"schreiber", dass sie keine Langeweile empfinden, weil sie sich meist im Geiste mit etwas anregendem beschäftigen. Diesen Zustand kenne ich auch, er ist schön. Ich kenne jedoch auch den Zustand, wenn ich geistig so leer und erschoepft bin, und mich das Gefuehl quaelt Anregung zu brauchen. Beides ist für mich Langeweile nur einmal genieße ich, dass ich weniger Außenreizen ausgesetzt bin und einmal fehlen mir Außenreize weil meine Sensorik durch Ueberlastung gerade abgestumpft ist.


Geschrieben von: Q9FOB am: 15.11.19, 08:11:04
Im Umgang mit Menschen erlebe ich wenig Neues, Ferne, Unverständnis. Meine Mindesterwartungen werden nie erfüllt, so wie ich sie zu erfüllen meine. Das Resultat in mir könnte Langeweile sein?