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Thema: Kind zieht sich in sein Zimmer zurück (http://autismus.ra.unen.de/topic.php?id=8155)


Geschrieben von: Kaleidoskop am: 28.12.17, 19:34:02
Tut mir leid, wenn ich kurz in deinem Thread werde, Arzen, ich habe nur eine kurze Frage an Antates.

Antares, wenn ein Kind praktisch nur in seinem Zimmer ist, außer zu den Mahlzeiten bzw. bei Hunger/Durst, ansonsten das Ess— & Wohnzimmer meidet und sich mit Händen und Füßen wehrt, mit auf dem Sofa zu sein, gehe ich richtig, dass dieser Raum irgendwie eine Hölle ist? 📺 läuft öfter, aber nicht so laut, wie ich es ertragen musste.
Kann ich davon ausgehen, dass da irgendeine Form der Traumatisierung vorliegt? Im Wohnzimmer sind beide Eltern auch öfter. Der Raum selbst ist schön kalt, aber der Vater ist immer kalt wie Eis, das spüre sogar ich.


Geschrieben von: Antares am: 28.12.17, 19:44:04
Das kann man so von den paar Zeilen überhaupt nicht sagen, was die Ursache für so ein Verhalten ist. Ein Kind das nur in seinem Zimmer ist und dieses partout nicht verlassen will - irgendwas ist da auf jeden Fall die Ursache, welche auch immer.

Kein Kind der Welt bleibt ausschließlich nur in seinem Zimmer und geht unter keinen Umständen zu seinen Eltern. Ich bitte allerdings @Feder diesen und den letzten Beitrag abzutrennen, ich möchte mich ungern nun in diesem Thread wirklich darüber unterhalten, warum manche Eltern ihre Kinder in ihrem Zimmer einsperren.

Kasper Hauser wurde in einem Raum eingesperrt. Es braucht nicht viel, um ein Kind in einem Raum einzusperren, so dass es dort nie mehr freiwillig raus geht, z.B. weil es Strafe befürchtet, wenn es dies tun würde. Kinder in einem natürlich und gesundem Umfeld wollen die Welt entdecken, erkunden, für sie ist das rein im Zimmer bleiben niemals das was sie sich wünschen. Im Gegenteil, sie freuen sich wenn es auf der Welt etwas zu erleben gibt das ihnen gefällt, sie begeistert, was sie mit Neugier erfoschen können.


Geschrieben von: Kaleidoskop am: 28.12.17, 19:56:03
Sie wird nicht eingesperrt, ich glaube auch, dass autistische Kinder genau wie nicht autistische die Welt entdecken möchtenaber ich glaube, es wird doch ein längeres Thema, sorry, also für den Irrtum. Es ist wirklich besser, diese Beiträge abzutrennen.


Geschrieben von: [feder] am: 31.12.17, 19:34:33
Dieser Thread ist eine Auslagerung von dort http://autismus.ra.unen.de/topic.php?id=8150&page=1𙅛


Geschrieben von: Antares am: 01.01.18, 08:26:14
Ein Kind das Zitat: "nur" in seinem Zimmer ist, außer zu Mahlzeiten

wird eingesperrt.

Kein einziges Kind auf der Welt würde freiwillig, ohne dass die Eltern es einsperren, nur in seinem Zimmer leben. Spätestens zur Schulpflicht wird das auffallen und dann wird der Schock für das Kind groß. Das erste Mal in seinem Leben: Draußen, außerhalb der 4 Wände.

Wenn ein Kind sich allerdings wie der Threadtitel besagt: in sein Zimmer zurück zieht, sprich es ein Leben hat in dem es nicht eingesperrt ist, dann ist das etwas anderes.


Geschrieben von: Kaleidoskop am: 04.01.18, 17:33:29
Also, das Mädchen (Freundin) wurde mit frühkindlichem Autismus diagnostiziert.
Sie geht in die Schule.
Das Klima zwischen den Eltern ist kälter als Eis. Der „Vater“ denkt nur an sich, seine Frau behandelt er wie das letzte Stück 💩 und macht nur was er will. Das einzige, was er macht, ist, Termine mit den Kindern wahrzunehmen.
Ich bin ihm & meiner Freundin in der Stadt begegnet. Er lief stur geradeaus, sie apathisch mitgezogen.

Sie bekommt mit, dass es ihrer Mutter oft sehr schlecht geht.

Wenn sie zuhause ankommt, ist sie schnell in ihrem Zimmer verschwunden und kommt nur nach unten, wenn sie was essen oder trinken möchte.
Ich war öfter mal bei ihr im Zimmer und hatte viel Spaß und Gelächter mit ihr.

Nachdem der Vater so viel 💩 über mich erzählen ließ (von seiner Frau), war ich nicht nrehr in diesem 🏠. Ich hab mich einmal mit Mutter & meiner Freundin draußen getroffen, aber ich habe ihr gesagt, dass ich dieses Haud NIE WIEDER betreten werde.
Ich weiß, dass meine Freundin mich mag. Manchmal habe ich das Gefühl, sie ist kurzzeitig bedrückt, wenn sie von der Schule nach Hause gebracht wird, aber froh, dass der anstrengende Schultag vorbei ist.

Ich mache mir einfach Sorgen um sie, auch wegen dem Dauerrückzug usw.