=?ISO-8859-1?Q?Forum f=FCr Autisten und interessierte Zeitgenossen?= (http://autismus.ra.unen.de/index.php)
-- Offenes Forum (Schreibrecht auch für unter User=Gast; Pass=Gast eingeloggte Gäste) (http://autismus.ra.unen.de/board.php?id=3)
---- Autismus (http://autismus.ra.unen.de/board.php?id=4)
Thema: Diagnoseerfahrung (http://autismus.ra.unen.de/topic.php?id=1749)


Geschrieben von: Tom am: 27.05.08, 14:39:20
Hallo,

ich habe seit geraumer Zeit den Verdacht, dass ich am Asperger-Syndrom leide. Diverse Stellen haben mir geraten mich in einer Fachklinik diagnostizieren zu lassen.

Mich würde interessieren, welche Erfahrung der ein oder andere hier im Forum mit der Diagnostik, Vorgehensweise (was genau erwartet einen) und eventuell auch mit den Kliniken gemacht hat.




Geschrieben von: 55555 am: 27.05.08, 14:48:49
Zunächst solltest du dir klar werden, was dir eine Diagnose nützen kann und wobei sie dir Nachteile bringt (z.B. bei diversen Versicherungen), sowie ob du unbedingt eine "Fachmeinung" für dich selbst haben möchtest oder dir deine eigene Erkenntnis ausreichen würde.


Geschrieben von: Tom am: 27.05.08, 15:02:24
>>Nachteile bei diversen Versicherungen


Wie muss ich das verstehen?


Geschrieben von: 55555 am: 27.05.08, 15:20:01
Falls du in einer privaten Krankenversicherung bist wirst du vermutlich nach derzeit geltendem Recht große Probleme bekommen die jemals wieder zu wechseln. In die PKV zu wechseln wäre ebenso problematisch.

Berufsunfähigkeitsversicherungen die nicht Bestand sind werden nur zu höheren Tarifen, wenn überhaupt, erreichbar sein.

Einzelne private Unfallversicherungen werden dich möglicherweise nicht versichern wollen.

(Kein Anspruch auf Vollständigkeit)


Geschrieben von: arlette am: 27.05.08, 17:15:04
Zitat von Tom:
Mich würde interessieren, welche Erfahrung der ein oder andere hier im Forum mit der Diagnostik, Vorgehensweise (was genau erwartet einen) und eventuell auch mit den Kliniken gemacht hat

hallo tom

nimm dir zeit und lies mal einige alte posts durch, die dieses thema behandeln. du wirst viele infos diesbezüglich finden.


Geschrieben von: Tom am: 28.05.08, 07:32:32
Zitat von arlette:


nimm dir zeit und lies mal einige alte posts durch, die dieses thema behandeln. du wirst viele infos diesbezüglich finden.



danke, das habe ich getan. allerdings fand ich meine thematik nicht beantwortet.


Geschrieben von: mor am: 31.05.08, 10:02:58
Hallöchen Tom

Wenn du eine Diagnose haben möchtest, kannst du dich, so denkt Aitschy, an einen Psychiater wenden.

Dort werden mit dir dann ein paar Tests gemacht. Ich habe auch
erst vor ein paar Jahren meine richtige Diagnose bekommen.

Ich sage "richtige Diagnose", weil ich erst da es bewusst wahrgenommen hatte, dass ich Aspie bin.

Ist deine Thematik damit beantwortet?
Wenn nicht, frage nochmal und gehe am Besten ins Detail. freuen

Aitschy


Geschrieben von: arlette am: 31.05.08, 20:47:04
du wirst gespräche haben, diverse fragebogen ausfüllen, ev. wird deinen eltern auch ein fragebogen mitgegeben. einige mussten auch eine tomographie machen, um sicherzustellen, dass nicht eine andere hirnschädigung vorliegt.


Geschrieben von: Tom am: 22.06.08, 09:45:43
Hallo noch einmal,

habe mich entschlossen eine Diagnose stellen zu lassen. Wie es meine Art ist, habe ich mein Leben zurück recherchiert (Eltern/Verandte befragt) und vieles aufgeschrieben. Nun sind einige, viele Seiten zusammengekommen. Ob es sinnvoll ist, diese alle, zur Diagnostik mitzunehmen, oder sprengen 15 seiten den Rahmen?


Geschrieben von: mor am: 22.06.08, 09:53:38
Zitat von Tom:
Hallo noch einmal,

habe mich entschlossen eine Diagnose stellen zu lassen. Wie es meine Art ist, habe ich mein Leben zurück recherchiert (Eltern/Verandte befragt) und vieles aufgeschrieben. Nun sind einige, viele Seiten zusammengekommen. Ob es sinnvoll ist, diese alle, zur Diagnostik mitzunehmen, oder sprengen 15 seiten den Rahmen?


hallo Tom,

ich denke mal nicht, dass viele Blätter den Rahmen sprengen würden.
Schließlich sind das doch deine Notizen. zwinkern

Besser Notizen machen und sie mitnehmen, als ohne sie zu gehen und dann die Hälfte wohlmöglich vergessen und das wird bestimmt vorkommen. Es kommt bestimmt auch bei dir dann die Aufregung dazu, wenn du dort hin gehst, oder?

Das ist doch gut für dich, wenn du eine Diagnose haben möchtest.

Eine Diagnose hat mir zum Beispiel geholfen, mich zu verstehen, warum ich so bin wie ich bin ...und so.

Aitschy


Geschrieben von: 55555 am: 22.06.08, 13:53:56
15 Seiten erscheinen mir angemessen, auch wenn sie bedruckt sind. Es ist nunmal eine komplexe Angelegenheit.


Geschrieben von: arlette am: 22.06.08, 22:38:02
15 seiten scheinen mir ebenfalls angemessen. ev. kannst du das gleich schriftlich mal abgeben. konnte ich bei einer meiner psychiaterinnen auch, was ich sehr erleichternd empfand.