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Geschrieben von: Melancholica am: 31.10.08, 13:08:48
Ich habe darüber viel nachgedacht, andere Menschen erledigen gewisse Handgriffe automatisch ohne etwas dabei zu denken. Ich muß immer konzentriert während dieser Handgriffe anwesend sein und darf nicht träumen.
Sicher auch von daher mein Widerwille gegenüber Hausarbeit.

Ich lese sehr schnell, schreibe sehr schnell, habe eine gute Rechtschreibung aber ich glaube, ich würde mich sehr schwer damit tun, Fehler zu korrigieren.


Geschrieben von: mor am: 31.10.08, 13:11:11
Zitat von Hans:
Wenn aber ein Druck von Außen oder gar ein Zeitdruck aufkommt,dann wird es schlimm und ich bin dann ganz verspannt und kann nicht mehr so gut arbeiten.


Das kenne ich von mir auch. Ich mag keinen Druck von außen.

Auch wenn jetzt niemand was sagt, dass ich mich beeilen soll oder so was, für mich ist es trotzdem Druck von außen.

Zum Beispiel, wenn ich lange für was brauche und die Anderen nur extra auf mich warten, fühle ich den Druck, auch wenn keiner was sagt.

Vielleicht hat sich das in meinen Kopfspeicher abgenistet. Ich fühl mich aber wohler, wenn niemand auf mich warten muss. Dann kann ich lange brauchen, wie es mir gefällt und wenn keine Zeitbegrenzung vorliegt.

Wenn von außen Druck kommt, mache ich mir irgendwie selbst von innen Druck. Nach dem Motto: "mach schon hin".

Geduld bei anderen Menschen, dass ist bei mir unterschiedlich. Das hängt womöglich auch von meiner Stimmung her ab.



Geschrieben von: drvaust am: 31.10.08, 22:55:11
Zitat von Melancholica:
Eigentlich laufe ich ganz gern, aber Laufen ist langweilig.
Kann das jemand verstehen? ... Laufen nervt mich, aber ich fahre sehr gerne Rad.
Bekäme ich beim Spazierengehen viele geistige Anregungen wäre es etwas anderes.
Was verstehst Du unter Laufen?
Ich verstehe unter Laufen die Fortbewegung mit meinen Beinen und Füßen, also eine Fortbewegung aus eigener Kraft zu einem Ziel. Nicht Laufen als Selbstzweck. Laufen ist für mich viel angenehmer als Warten, Rumstehen oder Sitzen. Langweilig ist das vielleicht in langweiliger Umgebung, aber es ist wenigstens Bewegung und Ortsveränderung. Spazierengehen ohne direktes Ziel kann ich nicht, außer um dabei nachzudenken, in Bewegung kann ich besser denken.
Meinst Du mit Laufen Sport, Jogging?

Gegen Antreiben bin ich allergisch. Ich bin sehr langsam und wurde deshalb oft angetrieben, das hasse ich. Ich hörte mal, wie ein Sportlehrer Schüler antrieb, zum Glück war da ein stabiler Zaun davor.


Geschrieben von: akurei am: 01.11.08, 10:50:34
Zitat von Melancholica:
Ich habe darüber viel nachgedacht, andere Menschen erledigen gewisse Handgriffe automatisch ohne etwas dabei zu denken. Ich muß immer konzentriert während dieser Handgriffe anwesend sein und darf nicht träumen.
Sicher auch von daher mein Widerwille gegenüber Hausarbeit.

Ich lese sehr schnell, schreibe sehr schnell, habe eine gute Rechtschreibung aber ich glaube, ich würde mich sehr schwer damit tun, Fehler zu korrigieren.


Ich dachte immer, Autisten seien prädestiniert um gewisse automatische Vorgänge zu erlenen. In meiner kurzen Zeit als Auszubildender wurden mir stilgerecht unsinnige Aufgaben gegeben. So musste ich im Verlauf einer großen Rückrufaktion hunderte Versandttüten und Kartons falten. Am Anfang tat ich mich wirklich schwer, nach einiger Zeit war ich genauer und viel schneller als alle Mitarbeiter, die aus dem Versandt kommen. Und nur so nebenbei: das Ganze musste schnell über die Bühne gehen, also getrödelt haben die sicher auch nicht.

Gemeinsamkeiten finde ich aber auch mal wieder. Schnell, lesen, schnell schreiben. Und ja, die gute Rechtschreibung hast du eindeutig.

Im Internet muss ich mittlerweile allerdings sehr aufpassen. Es enstehen manchmal unverständliche Konstrukte. Zum einen schreibe ich oft ähnlich aussehende Wörter anstatt den eigentlichen Begriffen oder gänzlich andere, weil ich in Gedanken schon viel weiter bin. Handschriftlich ist das nicht der Fall.

Seltsam.


Geschrieben von: tabby am: 01.11.08, 12:04:08
Als Auszubildender ist man immer der Depp vom Dienst. Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Damals konnte ich lernen, den Mund aufzumachen und um angemessene Lehrarbeit zu kæmpfen, sonst hætte ich statt Arzthelferin, wohl eher Putzfrauqualitæten erlangt.

Da hab ich wirklich kæmpfen gelernt, denn was Kollegen zudem noch anstellten, war nicht mehr schøn. Aber alleine schaffte ich es nicht, meine Mutter kam aufmarschiert, aber besser wurde es auch nicht, nur etwas ruhiger

so wechselte ich in eine andere Arztpraxis, was untypisch war und da wars nicht anders. Das war die Sparbrøtchen-Praxis und ich durfte entweder doof putzen oder Pflaster selbst zusammen basteln und ich und basteln Zunge rechts bis man sich erbarmte und mir die physikalische Therapie gab und mir keiner in die Arbeit fuschte, himmlisch. Wære das nicht passiert, hætte ich wohl geschmissen, aber mit 25 Jahren ohne Ausbildung dastehen ist auch nicht so gewøhnlich.


Geschrieben von: akurei am: 02.11.08, 01:14:23
Schlussendlich wurde ich entlassen, weil eine Angestellte aus der Buchhaltung eine Unterhaltung mit einer Kollegin aus der EDV belauscht hatte und damit zum Chef gerannt ist. Ergbnis: aufgrund meiner "eingeschränkten Gesundheit" wäre das Risiko des Arbeitens an den Serven nicht einzugehen.