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Autor Nachricht
Löwenmama
(Autistenbereich)

geändert von: Löwenmama - 17.04.09, 13:36:35


Die Hoffnung ist der Regenbogen
über den herabstürzenden Bach
des Lebens.
Friedrich Wilhelm Nietzsche
17.04.09, 13:36:05
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zoccoly
(Autistenbereich)

und da ist es wieder, "sie hat keine Gewalt erlitten" und uns wirft man fehlende Empathie vor, es ist unfassbar

stillgelegt
17.04.09, 14:24:54
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Viktor
(stillgelegt)

Immerhin keine koerperliche Gewalt und kein Missbrauch. Ich hoffe, das man die seelische Gewalt nicht ausser Acht laesst.

Meine Diagnose: Borderperger :D

--

[Stillgelegtes altes Konto von NoDesign, mfg [55555]]
17.04.09, 14:43:04
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[55555]
(Administrator)

Habe dem nicht so aussagekräftigen Titel zwecks besserer Auffindbarkeit dies hinzugefügt: "autistisches Mädchen im Schulbus vergessen"
17.04.09, 17:04:36
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat:
Die Malteser-Mitarbeiter vergaßen das autistische Mädchen im Wagen, es musste die Nacht in einer Garage auf dem Betriebshof verbringen.

[...]

Miriam ist trotz ihrer Erkrankung oft fröhlich und aufgeweckt. Wenn man mit dem Vater spricht, hört man sie im Hintergrund brabbeln. Sprechen kann Miriam nicht. Ihren Willen kann sie dennoch äußern, ihre Eltern verstehen sie auch ohne Worte. Manchmal habe er das Gefühl, sagt er, Miriam müsse all die aufgestaute Energie, die sie in sich trage, weil sie nicht sprechen könne, auf andere Weise von sich geben.

[...]

200 Polizeibeamte, eine Hundestaffel und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera suchten nach Miriam. Vergeblich. Auch die Malteser beteiligten sich mit mehreren Fahrzeugen und Freiwilligen an der Aktion. Auch dabei: der 22 Jahre alte Zivildienstleistende, der Miriam gemeinsam mit seinem Kollegen im Wagen vergessen hatte.

Für die Suche wurden Fahrzeuge aus der schwach beleuchteten Garage geholt - in einem der anderen Autos saß Miriam, angeschnallt und eingeschlossen. Auf sie aufmerksam wurde man nicht.

Quelle

Im Grunde überlege ich noch, ob es vielleicht auch zu gewissen Anteilen ganz schön gewesen sein könnte?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
17.04.09, 17:06:48
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drvaust
(stillgelegt)

Zitat:
In der Routine der Abläufe hätten sie die Kleine "übersehen"
Das wird die einfache Ursache gewesen sein.
Wahrscheinlich haben sie auch noch fahrlässig gegen Vorschriften verstoßen, persönliche Übergabe ist ja erwähnt. Ich kenne von Busfahrern, daß nach jeder Fahrt der Bus komplett kontrolliert werden muß, falls noch etwas oder jemand (kommt vor) herumliegt.
Die Fahrer werden in ihrer Routine vergessen haben, daß sie Mittwochs dieses Mädchen zusätzlich nach Hause bringen müssen und werden sich dann erinnert haben, daß sie das Mädchen nach Hause gebracht haben, aber das war eine andere Woche. Warum hat die Polizei den Ablauf nicht rekonstruiert, dann hätten sie auch ins Auto gesehen.
Zitat von 55555:
Im Grunde überlege ich noch, ob es vielleicht auch zu gewissen Anteilen ganz schön gewesen sein könnte?
Könnte sein, vermute ich aber nicht. Alleine zu ungewohnter Zeit so lange im Auto wird nicht schön gewesen sein.
Die Untersuchung in der Kinderklinik, unter Fremden, war für sie bestimmt schlimm.
17.04.09, 22:33:21
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Mi-Mundo
(Standard)

Mir fällt dazu eine eigene Begebenheit ein.

Ich war damals 8 Jahre alt, meine Schulklasse machte einen Tagesausflug in die nähere Umgebung. Wie immer sonderte ich mich von allen ab, es war mir zuviel Trubel. Irgendwann stellte ich dann fest, das es so schön ruhig war, das war für mich einfach super. Ich hab es richtig genossen und es ging mir auch richtig gut. Nach einigen Stunden kam mein Lehrer wieder und war sehr aufgeregt. Was ich nun überhaupt nicht verstanden habe, mir ging es doch gut, was regt der sich eigentlich auf.
Damals habe ich mir keine Gedanken gemacht, wie ich wieder nach Hause kommen sollte, warum auch. So war es für mich auch ein schöner Tag gewesen.

Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errare perseverare
18.04.09, 10:47:32
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

An ähnliche Erlebnisse erinnerte ich mich dabei auch. Ich kann mir schon vorstellen, daß es ein gewisses Unwohlsein gab, aber das muß nicht unbedingt stärker gewesen sein als in mehr oder weniger alltäglichen Sitationen in der Schule, die man nicht mag.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
18.04.09, 12:02:55
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drvaust
(stillgelegt)

In mehreren Berichten über dieses Ereignis fiel mir auf, daß sich die Firma damit entschuldigt, daß sie den Fahrer entlassen hat.
Solches las ich schon oft. Es scheint heutzutage üblich zu sein, daß die Angestellten immer mehr leisten müssen, sonst wird ihnen gekündigt. Bei der ständig steigenden Leistung können die Vorschriften nicht mehr eingehalten werden, es wird schon nichts passieren. Wenn dann etwas passiert, werden die entsprechenden Angestellten entlassen und die Firma sieht keine Mitschuld, fühlt sich sogar als Opfer.
Vermutlich ist vorgeschrieben, daß das Kind persönlich übergeben werden muß. Aber vielleicht hat der Fahrer dafür nur 60 Sekunden Zeit. Vielleicht muß er fünf Kinder in 20 Minuten abliefern, bei 15 Minuten Fahrzeit. Wenn er das nicht schafft, ist er beim nächsten Personalabbau dran.
Gerade im sozialen Bereich müssen zu wenig Leute zu viel machen, was auf Kosten der Qualität geht.
20.04.09, 01:50:06
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Das kann wohl sehr gut so sein.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
20.04.09, 10:06:52
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Bluna
(stillgelegt)

Etwas zu vergessen,könnte mir besonders dann passieren,wenn ich im Ablauf einer Tätigkeit unterbrochen werde,dann muß ich den ganzen Vorgang im Geist nochmal abspulen,um nichts zu vergessen.
Dafür gibts bei mir eine regelrechte Merkzettelkultur.
Einen Menschen zu vergessen,ist natürlich unentschuldbar.Solche Berufe sind eben mit großer verantwortung verbunden.

[Gesperrt wegen mutmaßlicher übler Nachrede im Forum, die auf Widerspruch auch noch [url="topic.php?id=3174"] bekräftigt[/url] wurde. In diesem Forum kann kein Raum für mutmaßliche Straftaten sein. Daher erfolgt die Sperrung bis versichert wird, daß die gemachte Behauptung und üble Nachrede allgemein im Forum künftig unterlassen werden wird oder dem Admin per Email bewiesen wird, daß die gemachte Aussage richtig war, mfg [55555]]
20.04.09, 10:18:30
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Coyote
(Autistenbereich)

Zitat von drvaust:
Bei der ständig steigenden Leistung können die Vorschriften nicht mehr eingehalten werden, es wird schon nichts passieren.


Bei so etwas müsste ich nicht(wäre ich Fahrerin),auf meinen Vorschriftenzettel schauen.

Okay, ich vergesse auch etwas, aber wenn ich weiß, dass es ganz wichtig ist, schaue ich öfter, auch unter Zeitdruck.
Darum komme ich wohl auch meistens zu spät.

Übrigens: Das Ganze spielte sich in meiner Stadt Bremen ab und alle Leute haben sich über die Fahrer aufgeregt.
Vor allem: "Sie haben gelogen" Gesagt, sie hätten das Kind abgegeben.

Gesellschaftsfähig sein heißt, seine Individualität aufzugeben, um der Herde zu folgen.(H.M.)
24.04.09, 21:54:28
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