Lisa M.
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Heute habe ich mal ein bisschen gewühlt... Ist noch nicht fertig, weil ich mal wieder so viele interessante Details fand, die ich mir rausschreiben musste, aber:
Es gibt tatsächlich Nährstoffe, bei denen eine Unterversorgung den Serotoninhaushalt beeinträchtigt.
Vitamin C ist nicht nur an der Synthese Phenylalanin (eine Aminosäure) -> Tyrosin -> L-Dopa -> Dopamin -> Noradrenalin -> Beta-Endorphine beteiligt, sondern auch an der Synthese von Tryptophan (eine andere Aminosäure) zu Serotonin. (Außerdem auch am Stoffwechsel von Acetylcholin (auch ein Neurotransmitter).
Die Empfehlungen zur Mindestversorgung der DGE werden von vielen Fachleuten für zu niedrig gehalten. Fest steht, dass ein bisschen mehr durchaus bekömmlich ist. Rauchen "verbraucht" außerdem sehr viel Vitamin C. Erst ab 5 g täglich kann es zu Nebenwirkungen kommen: Nämlich Durchfall.
200 mg täglich werden nach neueren Studien für sinnvoll gehalten, für Raucher das Doppelte. Manche Wissenschaftler empfehlen auch wesentlich mehr, aber das scheint Unfug zu sein. Statt dessen kann man die Wirkung durch die gleichzeitige Aufnahme von Bioflavoniden um den Faktor 10-20 verstärken. Die Natur liefert Vitamin C und Bioflavonide in der praktischen Kombipackung, z.B. in Form von Vitamin C-reichen Früchten.
In der Nationalen Verzehrstudie von 1985-1988 für die BRD mit 23.000 Teilnehmern erreichten 49% der Frauen in Bezug auf Vitamin C nicht die Minimalwerte der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung).
Vitamin B-Komplex: Die B-Vitamine soll man nicht einzeln essen, weil sie alle zusammen wirken und auch in der Nahrung gemeinsam auftreten. Ich bin da heute nur bis B1 (Thiamin) gekommen. Thiamin bildet Enzyme, die für die Spaltung von Kohlehydraten zu Glukose zuständig sind. Gehirn- und Nervenzellen verbrennen ausschließlich Glukose und nicht wie andere Körperzellen auch anderes, deshalb dürfte es dabei helfen, komplexe Kohlehydrate (z.B. aus Vollkornbrot) dem Gehirn auch als Brennstoff zukommen zu lassen und damit die Abhängigkeit von Süßigkeiten verringern. Außerdem hemmt es die Produktion schädlicher AGE's bei hohen Glukosekonzentrationen. Man vermutet, dass diese AGE's eine Rolle bei der Entstehung von Folgeschäden bei Diabetes spielen.
Thiaminmangel ist eine häufige Begleiterscheinung von Diäten. Thiamin steht mit dem Stoffwechsel von Neurotransmittern des serotonergen, adrenergen und cholinergen Systems im ZNS in Verbindung.
Ein geringfügiger Thiaminmangel ist neben Folsäuremangel in Westeuropa der weitverbreitetste Vitaminmangel. Laut DGE ist der Mindestbedarf bei Frauen 1,1-1,2 mg, bei Männern 1,3-1,4 mg.
Netter Nebeneffekt: Der Geruch eines Abbauprodukts von Thiamin gefällt den Mücken nicht! Gut mit Thiamin versorgte Leute werden weniger gestochen.
- Fortsetzung folgt -
Sämtliche Angaben erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen, im Bemühen um Logik, Nachprüfbarkeit und Einhaltung der kulturell bedingten Realitätsvereinbarung.
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