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Autor Nachricht
wolfskind
(stillgelegt)

eine betreuungsstunde kostet 50€ und man bekommt oft sehr wenig dafür.

ist es denn so dass man das PB für miete und nebenkosten verwenden darf? eher nicht oder?

"Freilich ist die Welt voller Fährnisse und düsterer Orte; doch noch immer ist viel Schönes lebendig, und wenn auch die Liebe in allen Landen nun mit Leid vermengt ist, wird sie deshalb vielleicht um so größer."
"Derjenige, der etwas zerbricht, um herauszufinden, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen."

(Herr der Ringe)
26.04.11, 22:24:46
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Fundevogel
(Angehörigenbereich)

Weil eine Trennung der verschiedenen Hilfemöglichkeiten durch Rechtsnormen vorgegeben sind und ggf. verschiedene Kostenträger zuständig sind, wird das vorerst nicht der Fall sein.

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. (Johannes 8.12).
Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es denn allen, die im Hause sind. (Markus 4.21) (Lukas 8.16)
26.04.11, 22:30:19
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wolfskind
(stillgelegt)

das dachte ich mir. du hast auf die überflüssige geldausgabe angespielt oder? dass man das geld anderweitig gut verwenden könnte.
vielleicht überdenkt man das projekt PB ja noch weiter und kommt auch zu diesem schluss, zwinkern.

"Freilich ist die Welt voller Fährnisse und düsterer Orte; doch noch immer ist viel Schönes lebendig, und wenn auch die Liebe in allen Landen nun mit Leid vermengt ist, wird sie deshalb vielleicht um so größer."
"Derjenige, der etwas zerbricht, um herauszufinden, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen."

(Herr der Ringe)
26.04.11, 22:40:21
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drvaust
(stillgelegt)

Zitat von wolfskind:
ist es denn so dass man das PB für miete und nebenkosten verwenden darf?
Nein. Aber das Persönliche Budget ist zusätzlich zum Einkommen, Rente, Grundsicherung o.ä., also für zusätzlich benötigte Ausgaben.
Eine normale Warmmiete, und der übrige Grundbedarf, müßte von der Grundsicherung bezahlt werden können.

28.04.11, 01:11:05
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monica62
(Standard)

Manchmal ist die Heimunterbringung die einzige Option, die noch bleibt, um das Kindswohl nicht zu gefährden. Ich spreche hier nun aber von autistischen Kindern/jungen Erwachsenen am anderen Ende des Spektrums. Solange die Kinder noch klein sind, können wir Eltern sie packen und aus einer Gefahrensituation hinaustragen. Diese Kinder werden aber älter, grösser und kräftiger. Ein Kanner-Autist, ohne Lautsprache, mit starken Autoaggressionen und Zwängen, ist zu seiner Sicherheit auf eine dauernde Überwachung angewiesen. Mit den Jahren kann dies die Herkunftsfamilie nicht mehr alleine meistern. Im Freundschaftskreis kenne ich eine Familie mit diesem Schicksal. Die Eltern und das autistische Kind, haben unter der Trennung gelitten.
Heute ist die Situation so, dass der junge Mann in einer Einrichtung für junge Autisten lebt. Er ist unverändert auf eine 24 Stunden-Überwachung angewiesen. Die Mutter träumt davon, dass er einmal die Möglichkeit hat, in einer betreuten Wohngemeinschaft leben zu können. In der Einrichtung, wo er lebt, wird er weiterhin gefördert. Trotzdem ist nicht abzusehen, ob er die Selbständigkeit erreichen kann, damit er in das betreute Wohnen wechseln kann.

Aus eigener Erfahrung haben wir die Heimunterbringung bei unserem jüngeren Sohn erlebt. Die ersten vier Schuljahre, lebte er während der Woche in einem Schulheim. Es kam dazu, weil sich für ihn keine geeignete Schulform gefunden hatte. Er sollte eingeschult werden, Lautsprache war aber kaum vorhanden. An Kommunikation war er nicht im geringsten interessiert. Von der Diagnose Autismus waren wir noch Jahre entfernt. Niemand wusste, was mit ihm los war, die Fachleute hielten ihn für dumm. Eine geistige Behinderung konnte zwar nicht bewiesen werden, trotzdem wurde sie ihm unterstellt. Erstaunlicherweise hat er sich im Internat recht wohl gefühlt, obwohl er lieber zu Hause gelebt hätte (dies wäre uns auch lieber gewesen). Völlig abgelehnt hat er den Schulbetrieb. Es dauerte recht lange, bis realisiert wurde, dass er völlig unterfordert war. Er zeigte in diesen vier langen Jahren keine Leistung. Er hat die damalige Schule vollständig boykottiert. Mit der Diagnose Autismus, bahnte sich dann für ihn die Möglichkeit der Integration in die Regelschule an somit für uns alle das Glück, ihn wieder immer um uns zu haben.
02.05.11, 23:31:46
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Dieses "Spektrum" hat aus meiner Sicht keine so große Komponente fester Veranlagung, wie heute noch oft gemeint wird. Die Lebensumstände spielen eine große Rolle und das verändert die ganze Bewertung der Frage. Kein Autist ist "auf eine 24 Stunden-Überwachung" angewiesen, wenn die Umstände keine Zumutungen für den einzelnen Autisten mt sich bringen. Auf diese Umstände wird aber oft nicht geachtet, weil Nichtautisten sich für soetwas wie die Herrenrasse halten und nicht ernsthaft darüber nachdenken welche Konsequenzen grundlegende Unterschiede im Alltag haben sollten. Wenn ein Kind eine Nahrungsmittelallergie hat geht man heute meist darauf ein. Etwas das Autisten fertigmacht wird aber oft nicht ausgeräumt, selbst wenn es eigentlich gar nicht schwierig wäre. Und so entstehen dann die Wracks, die in Heimen interniert werden.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
02.05.11, 23:45:40
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starke Dame
(Angehörigenbereich)

Mmmh, ich habe beides, autistisches Kind und nichtautistisches - beeinträchtigen tun sie mich nicht, ich wollte ja schließlich Kinder haben. Doch empfinde ich des öfteren mein nichtautistisches Kind anstrengender, da es permanent mehrmals am Tag versucht Grenzen neu auszutesten. Auf jede Art und Weise und in jeder Lautstärke und jeder Tonlage. Da hat mich mein autistischer Sohn wohl sehr verwöhnt.

Ich empfinde uns nicht isoliert, wir haben Freunde, wir machen extrem viel Urlaub. Doch das im Wohnwagen, denn ich möchte auch meine Gewohnheit dabei haben und deswegen sind wir relativ wenig gestresst.

Mag sein, dass andere mich stressen, ich wünschte mir manchmal einen Schalter zu haben um allen Menschen eine Pausetaste zu verpassen. Dann könnte ich mich mit meinen Kindern besser bewegen und würde nicht so oft belästigungen ernten.
04.05.11, 20:44:52
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