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Autor Nachricht
55555
(Fettnäpfchendetektor)

Distanzierung der Enthinderungsselbsthilfe von Autisten für Autisten (und Eltern) vom Bundesverband Autismus Deutschland e.V. und dessen Regionalverbänden

Vor einigen Jahrzehnten bildeten sich regionale Gruppen von Autisteneltern, welche mit dem Anspruch auftraten die damals im Vergleich zu heute noch schlechteren Lebensbedingungen von Autisten beseitigen wollten, z.B. durch die Schaffung von speziellen Heimen oder sonstigen Einrichtungen für Autisten. Diese Leistung ist im historischen Kontext anzuerkennen.

Heute jedoch sind die Verbände des Autismus Deutschland e.V. nach unserem vielfachen Erleben ein Sammelbecken für Personen mit rückständigen Ansichten zu Autismus samt häufiger Ablehnung eines mündigen, selbstbewußten Lebens von Autisten.

Autismus Deutschland nimmt für sich in Anspruch die Lobby von Autisten zu sein (1). Wir widersprechen dieser Ansicht, mit der sogar öffentlich um Spenden geworben wird und unter dessen Eindruck dieser Verein von gesellschaftlichen Gruppen und Politik als rechtmäßige Anlaufstelle zu Fragen konsultiert wird, welche Autisten betreffen.

Tatsächlich ist uns nicht bekannt, daß jemals eine autistische Person im Bundesverband oder in einem Regionalverband von Autismus Deutschland e.V. den Vorsitz innehatte. Selbst wenn das anders wäre, wäre doch das Übergewicht der Autisteneltern in verantwortlichen Positionen dieses Verbands nach unserem Kenntnisstand erdrückend, was die inhaltlichen Positionen zweifellos erheblich prägen muß. Somit handelt es sich strukturell unserer Ansicht nach fast vollständig um eine Interessenvertretung von Autisteneltern. Als solche erkennen wir Autismus Deutschland e.V. als eine berechtigte Interessenvertretung an, teilen jedoch deren Positionen nur im ausdrücklich von uns erklärten Einzelfall. Wir bezweifeln grundlegend die Legitimität dessen öffentlichen Auftretens als die Lobby der Menschen mit Autismus [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff] und insbesondere dessen Auftreten und Mitgliedschaft als solche innerhalb wichtiger Behindertenverbände.

Autisten werden künftig ihre Interessen selbst vertreten um ihre eigenen Interessen nicht hinter den Vorstellungen von Eltern zurückgestellt zu sehen.

Autismus ist keine Krankheit, sondern eine Veranlagung ähnlich der Linkshändigkeit, welche die gleiche Existenzberechtigung besitzt wie andere Veranlagungen, die häufiger vorkommen. Autisten werden durch ihre Rolle als Minderheit benachteiligt und behindert. Bestrebungen Autisten entsprechend der oberflächlichen Vorstellungen ihres nicht autistischen Umfelds hinzubiegen sind Teil dieser Ausgrenzung und nicht deren Überwindung, so wie es, um ein Beispiel anzuführen, auch keine erstrebenswerte und deren Menschenwürde achtende Integration von Menschen farbiger Hautfarbe ist, diese weiß anzumalen und ihnen die Schuld an der eigenen Ausgrenzung zu geben, wenn sie sich dessen verweigern.

Autisten haben ein Recht darauf sich entsprechend ihrer Veranlagungen entwickeln zu können. Autisten haben ein Recht auf unbeschwerte Kindheit ohne Lebensbedingungen, die sie traumatisieren. Autisten haben ein Recht darauf vor diskriminierenden und kulturhegemonialen Einstellungen ihrer anders veranlagten und anders empfindenden Eltern und sonstigen Mitmenschen geschützt zu werden. Autisten haben ein Recht darauf entsprechend ihrer natürlichen Veranlagung eine barrierefreie Gesellschaft vorzufinden, statt auf eine diskriminierende Weise pseudointegriert zu werden, welche gegen ihre natürliche Veranlagung gerichtet ist und schwere psychische Schäden und Traumata verursacht.

Hierin liegen viele der Probleme, welche Autisten haben. Es ist keine Lösung möglichst so hingebogen zu werden, wie es anders veranlagte Eltern es gerne hätten.

Alle gesellschaftlichen und politischen Amtsinhaber, Gruppen oder Einrichtungen sind herzlich eingeladen uns ihre Solidarität mitzuteilen, woraus im Einzelfall konkrete sinnvolle Kooperationen entstehen könnten. Kontakt: http://autisten.enthinderung.de

Beleg 1:

HELFEN SIE DEN Menschen mit Autismus [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff]!

Der Bundesverband autismus Deutschland e.V. ist auf die Unterstützung vieler Freunde und Förderer angewiesen. Jedes Mitglied stärkt die Lobby der Menschen mit Autismus [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff].
http://www.autismus.de/pages/startseite/DCber-den-bundesverband.php

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
18.05.08, 10:03:24
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bianka018
(stillgelegt)

geändert von: bianka018 - 18.05.08, 23:21:08

Zitat von 55555:
Der Bundesverband autismus Deutschland e.V. ist auf die Unterstützung vieler Freunde und Förderer angewiesen. Jedes Mitglied stärkt die Lobby der Menschen mit Autismus [Laut Forenregeln diskriminierender Begriff].
http://www.autismus.de/pages/startseite/DCber-den-bundesverband.php

Komisch, dass Viele immer erst dann Helfen können, wenn es Spenden regnet zwinkern . Und helfen sie dann auch wirklich dem Autisten?

Schöe Worte sind nicht wahr - Wahre Worte sind nicht schön

---

[Gesperrt wegen mutmaßlicher übler Nachrede im Forum, die auf Widerspruch auch noch [url="topic.php?id=2610"]mehrfach bekräftigt[/url] wurde. In diesem Forum kann kein Raum für mutmaßliche Straftaten sein. Daher erfolgt die Sperrung bis versichert wird, daß üble Nachrede im Forum künftig unterlassen werden wird oder dem Admin per Email bewiesen wird, daß die gemachte Aussage richtig war, mfg [55555]]
18.05.08, 23:20:32
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55555
(Fettnäpfchendetektor)


Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
19.05.08, 14:23:16
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mfg
(Standard)

Komisch, dass Viele immer erst dann Helfen können, wenn es Spenden regnet zwinkern . Und helfen sie dann auch wirklich dem Autisten?

nein, sie helfen ueberhaupt nicht, wie das beispiel berlin deutlich zeigt(siehe beitrag 07.03.08, ESH-forum, schulbegleiter)!

seit anfang maerz bitten eltern fruehkindlicher autisten, die dringend einen schulbegleiter - JA IN DER SONDERSCHULE benoetigen, um hilfe und unterstuetzung des Autismus LV Berlin. derzeit zieht der senat die schulbegleiter an den sonderschulen ab um sie zusaetzlich an den regelschulen einzusetzen.
in den sonderschulen werden anstatt der autisten-erfahrenen schulbegleiter zukuenftig betreuer aus dem überhang, also hausmeister, kantinenkraefte, buchhalter etc. eingesetzt.
sie werden max. 10 tage auf die speziellen beduerfnisse autistischer kinder geschult. was ja wohl mehr als laecherlich ist oder?

die eltern fruehkindlicher autisten werden vom verband vertroestet ja und teilweise sogar schon verbal angegriffen weil sie sich so stark fuer ihre kinder einsetzen! der landesverband berlin schrieb wohl anfang april einen brief an den senat, will den nicht mal oeffentlich fuer interessierte oder gar die betroffenen eltern zugaenglich machen.
mehr haben sie bis heute nicht getan fuer diese kinder, die ohne einen schulbegleiter extreme probleme selbst in der sonderschule haetten...ach integration brauche ich hier gar nicht erst erwaehnen, fruehkindliche werden von vornherein richtung sonderschule gedrueckt, hier in berlin zumindest.

eine riesen schweinerei!
der landesverband laesst die wirklich schwer beeintraechtigten autisten vollkommen im stich.

bäh...& ...pfui
http://protest.elternzentrum-berlin.de

19.05.08, 14:56:29
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frontdoor
(Standard)

Zitat von 55555:
Distanzierung der Enthinderungsselbsthilfe von Autisten für Autisten (und Eltern) vom Bundesverband Autismus Deutschland e.V. und dessen Regionalverbänden

Danke für die klaren Worte.
Wenn man sich die Webseite von "Autismus Deutschland" mal ansieht wird schnell klar daß das ein Verein "betroffener" Mütter ist.Autisten werden dort als Belastung bezeichnet.Das einzige Ziel von AD scheint zu sein staatliche Zuwendungen zu fordern um diese "Belastung" zu reduzieren.
Selbstbewusst auftretende Autisten stören dabei wohl nur.
Sogar die die sogenannte "Festhalte-Therapie" (oder besser gesagt Festhalte-Folter) wird unkritisch als ernstzunehmende Therapie-Form vorgestellt.
20.06.08, 22:30:55
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Wenn du dich in der ESH mit engagieren willst, wir sind offen dafür, wenn du unsere Ziele teilst.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
20.06.08, 22:34:28
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frontdoor
(Standard)

Die teile ich durchaus.Ich zögere nur weil ich da meinen richtigen Namen eingeben muss.
20.06.08, 22:37:43
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Für die Mitarbeit nicht. Die Unterstützungssache ist eben sowas wie eine Unterschriftensammlung, da geht es aus rechtlichen Gründen nicht anders, wenn diese Daten der ESH mal etwas nutzen sollen.

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
20.06.08, 22:40:33
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