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Autor Nachricht
Alan
(Standard)

geändert von: Alan - 30.03.15, 09:02:20

Und da geht es los:

Zitat:
[...]CDU-Mann will ärztliche Schweigepflicht lockern
30. März 2015, 06:33 Uhr[...]


http://www.stern.de/panorama/newsticker-zum-germanwings-absturz-cdu-mann-will-aerztliche-schweigepflicht-lockern-2183650.html

Zitat:
[...]Vor dem Hintergrund der Germanwings-Katastrophe in den französischen Alpen hat der CDU-Verkehrsexperte Dirk Fischer eine Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht für sensible Berufe angeregt. Piloten müssten "zu Ärzten gehen, die vom Arbeitgeber vorgegeben werden", zitierte die "Rheinische Post"den Politiker. Diese Ärzte müssten "gegenüber dem Arbeitgeber und dem Luftfahrtbundesamt von der ärztlichen Schweigepflicht entbunden sein".[...]


Na ob die Pilotengewerkschaften sich das gefallen lassen werden, dass dieser Beruf und nur dieser so stigmatisiert wird? Absonten für "sensible" Berufe, was immer das konkret bedeuten soll.
30.03.15, 08:59:58
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Das liest sich für mich eher, wie die aufgekommene Forderung nach psychologischen Tests, dann bei bestimmten vorgegebenen Ärzten ähnlich einem Amtsarzt?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
30.03.15, 09:38:29
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Alan
(Standard)

Nur ist ein Amtsarzt nicht von der Schweigepflicht entbunden. Und besonders bedenklich ist der Vorschlag: "zu Ärzten zu gehen, die vom Arbeitgeber vorgegeben werden"
Das sind dann ggf. Auftragnehmer, deren Interesse darauf beschränkt sein wird, die Arbeitgeber möglichst zufrieden zu stellen.
30.03.15, 14:58:07
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Die Lufthansa hat ja schon jetzt eigene Ärzte, da wird wohl kaum ein Unterschied sein? Ein Amtsarzt hat die Aufgabe seiner Stelle zu berichten?

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
30.03.15, 16:27:41
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drvaust
(Autistenbereich)

Amtsärzte sind öffentlich-rechtliche Angestellte oder Beamte, und arbeiten für den öffentlichen Dienst. Diese sind also, über den Staat, Kreis, Kommune usw., für die Bevölkerung tätig und unterliegen strengeren Bestimmungen.
Davon sind die angestellten Ärzte von gesetzlichen Versicherungen (z.B. MDK) zu unterscheiden, die oft als Amtsärzte bezeichnet werden. Diese arbeiten für die gesetzlichen Versicherungen, nicht für die Kunden der Versicherungen, und haben teilweise nichteinmal eine Approbation.
Von Betriebsärzte gibt es verschiedene Arten, von niedergelassenen Ärzten, die unabhängig im Betrieb arbeiten, bis zu beim Betrieb angestellten Medizinern ohne Approbation, die nur Gutachten erstellen und beraten dürfen.

Die Flugtauglichkeits-Untersuchungen der Germanwings-Piloten erfolgen durch das Luftfahrt-Bundesamt, bzw. vom LBA lizensierte Ärzte, nicht durch Germanwings oder Lufthansa. Das sind also keine Betriebsärzte, sondern Amtsärzte des Luftfahrt-Bundesamtes.

Was der CDU-Verkehrsexperte Dirk Fischer fordert, ist eine Aufhebung der gesetzlich festgelegten freien Arztwahl. Es geht darum, daß u.a. Piloten nur noch zu Betriebsärzten gehen dürfen, nicht mehr zu Ärzten ihres Vertrauens. Es geht nicht nur um Tauglichkeitsuntersuchungen, sondern um jede ärztliche Behandlung. Das ist, meiner Meinung nach, nicht angemessen.
31.03.15, 03:25:00
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat:
Der Ruf nach mehr Datentransparenz führt jedenfalls ins Leere, denn selbst in den USA, das zeigt eine ebenfalls in den vergangenen Tagen von der "Times" veröffentlichte Analyse, wo es längst Lockerungen der Arzt-Schweigepflicht gibt, lautet die ernüchternde Erkenntnis: Der Patient wird dadurch nur noch weiter in ein Vorgaukeln von Normalität getrieben, unerreichbar für Ärzte und andere Hilfsangebote. Das vermeintliche Frühwarnsystem wird somit zum Risikoverstärker. Und der Kurzschluss kommt noch unvorhergesehener als zuvor.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
04.04.15, 16:34:27
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat:
Lubitz musste damals einen Teil seiner Ausbildung im US-Bundesstaat Arizona absolvieren. In dem Antragsformular aus dem Juni 2010 gab er zunächst an, er habe keine psychischen Probleme. Kurz darauf legte er einen neuen Antrag vor und informierte die Lizenzbehörde darüber, dass er unter einer schweren Depression gelitten habe. Ein Hinweis darauf, dass er die Depressionen offenbar zunächst verheimlichen wollte.

Die FAA warnte Lubitz, die Lizenz könne nur erteilt werden, wenn er eine Erklärung seines Arztes vorlege. In dem Schreiben des Arztes heißt es: Lubitz habe unter einer "schweren depressiven Episode" gelitten "ohne psychotische Symptome". Lubitz sei aber "komplett geheilt". Behandelt worden war Lubitz mit den Psychopharmaka Cipralex und Mirtazapin.

Die Behörde nahm daraufhin ihre Bedenken zurück und erteilte Lubitz sein medizinisches Zertifikat und die US-Pilotenlizenz.

Quelle

Ob der Autor wohl den Unterschied zwischen "hatte" und "haben" kennt?

Cipralex = SSRI
Zitat:
Bei Kindern und Jugendlichen können Aggressivität und insbesondere verstärkte Suizidalität auftreten;

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
30.04.15, 14:43:35
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat:
Stimmt alles nicht. Das Gegenteil ist der Fall. Die beiden weitverbreiteten Antidepressiva, die besonders für Jugendliche gedacht waren, sind weder wirksam noch sicher. So könnte man zusammenfassen, was eine Aufarbeitung der Daten ergeben hat, die im aktuellen British Medical Journal (online) veröffentlicht wurde. In der einflussreichen Originalstudie, die 2001 erschienen ist und in der das Loblied auf die beiden Mittel gegen Schwermut angestimmt wurde, sind Daten verschwiegen, verzerrt und verfälscht worden. Millionen Jugendliche weltweit haben die ebenso nutzlosen wie schädlichen Medikamente seither genommen.

Das Pharmaunternehmen Glaxo-Smith-Kline (GSK) hatte - damals noch unter dem Namen Smith-Kline Beecham - die Studie finanziert, in der die beiden Antidepressiva Paroxetin und Imipramin untersucht wurden. Bei 275 Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren wurden die Medikamente mit einem Scheinpräparat verglichen. Die Ergebnisse erschienen im Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry (JAACAP), dem angesehenen Fachmagazin der amerikanischen Kinder- und Jugendpsychiater (Bd. 40, S. 762, 2001). Die Studienautoren um Martin Keller kamen seinerzeit zu dem Schluss, Paroxetin sei "generell gut verträglich und wirksam".

Die genaue Analyse der lange zurückgehaltenen Originaldaten, die GSK erst nach jahrelangen Auseinandersetzungen portionsweise freigegeben hat, kommt jetzt zu einem gegenteiligen Ergebnis. Forscher aus Großbritannien und den USA um Joanna Le Noury zeigen, dass Paroxetin und Imipramin in der Behandlung einer schweren Depression nicht wirksamer als die Gabe eines Scheinpräparates sind und also allenfalls einen Placebo-Effekt auslösen.

Anders als die behauptete "gute Verträglichkeit" gingen beide Medikamente mit starken Nebenwirkungen einher. Paroxetin führte zu Verhaltensauffälligkeiten, Suizidneigung und anderen schweren Einschränkungen; Imipramin löste hauptsächlich Herzrhythmusstörungen aus. Fehlende Wirkung und unerwünschte Folgen der Behandlung tauchen in der Veröffentlichung 2001 jedoch gar nicht oder nur stark abgeschwächt auf.

Während das Autorenteam um Keller für Paroxetin 265 Fälle auflistet, in denen Nebenwirkungen auftraten, sind 481 unerwünschte Reaktionen in den insgesamt mehr als 70 000 Seiten an Aufzeichnungen und Protokollen der Studie von 2001 verzeichnet. Für Imipramin gab Keller 340 Zwischenfälle an, tatsächlich waren es 552.

Auch die Schwere der Nebenwirkungen wurde verschleiert. Massive Herzprobleme unter Imipramin spielten die Studienautoren herunter. Suizidgedanken und -versuche wurden als "emotionale Labilität" eingeordnet. "Die Daten aus den Fallberichten zu den einzelnen Patienten wurden nicht vollständig in Studienbögen übertragen - und das Team um Keller hat daraus wiederum nur lückenhaft die Daten übernommen", so die Autoren.

[...]

Peter Doshi kann es kaum fassen, dass keiner der 22 Autoren der Keller-Studie, keiner der Herausgeber des Fachmagazins und auch keine der beteiligten Universitäten und Institute interveniert haben, um die fehlerhafte Veröffentlichung zu korrigieren. Disziplinarisch belangt wurde niemand. Doshi hofft, dass "die aktuelle Studie den Druck auf akademische und andere Institutionen erhöht, damit dieses vielfache Fehlverhalten weiter thematisiert wird und Folgen hat." Sicher ist das nicht. Designierte Präsidentin der amerikanischen Kinder- und Jugendpsychiater ist Karen Wagner - eine Ko-Autorin der umstrittenen Keller-Studie von 2001.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
18.09.15, 13:43:04
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat:
Immer mehr Kinder in Deutschland erhalten Antidepressiva. Bei einem Viertel davon handelt es sich um sogenannte Trizyklika; alte Medikamente mit vielen Nebenwirkungen.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
25.04.16, 00:01:48
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Nach einer Studie reduziert ein sehr verbreitetes Schmerzmittel die Empathie des Drogenkonsumenten.
Zitat:
Tylenol may decrease empathy, study shows

[...]

In the first round of the study, 80 college students read eight different scenarios. Half of the group consumed 1,000 mg of acetaminophen. The group that took the pain medication rated the scenarios as less severe than those that did not take the medication. A second experiment surveyed 114 college students and showed similar results.

“If you are having an argument with your spouse and you just took acetaminophen, this research suggests you might be less understanding of what you did to hurt your spouse's feelings." said Baldwin Way, the senior author of the study, to Science Daily.

Acetaminophen is the most common drug ingredient in the United States, found in more than 600 medicines, according to the Consumer Healthcare Products Association. About 23% of U.S. adults use a medication that contains acetaminophen weekly.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
12.05.16, 00:58:26
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Zitat:
Medikamente zur Behandlung depressiver Kinder und Jugendlicher wirken meist nicht. Teilweise verschlimmern sie die Probleme sogar, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Quelle

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
09.06.16, 20:19:28
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55555
(Fettnäpfchendetektor)

Hat in Orlando vielleicht jemand vor etwas einer Woche was ins Wasser gemischt? zwinkern
Zitat:
ORLANDO — Some 50 wildlife specialists — including a trained alligator trapper — were combing a lake Wednesday at a Disney World resort hotel looking for a 2-year-old boy who was snatched by a seven or eight-foot alligator while wading on the beach.

Quelle

- Reality Fake Star erschossen
- Schwulenclub durchsiebt
- Krokodile, die in Disney World kleine Kinder von Strand wegschnappen

Mancherorts steckt man Eltern ins Gefängnis, die ihre Kinder aus ideellen Gründen nicht zum Arzt bringen. Anderswo schützt man fremde Kulturen mittels Strafen vor Kontakt und Einmischung.
15.06.16, 14:10:22
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